Als bekennender Fan freue ich mich jetzt schon auf das Konzert des Mormon Tabernacle Choirs in der Berliner Philharmonie am 29.6.
Dieser Chor ist für mich Quelle für Inspiration und Ausgeglichenheit. Wenn ich im Auto unterwegs bin, höre ich sehr häufig diese Musik. Besonders die morgendlichen Fahrten jeden Sonntag in die Gemeinden unseres Pfahles sind für mich dann wie besondere Andachten. Dabei kommen mir oft wichtige Gedanken für meine Berufung. Sonntags 17:30 schauen wir uns „Music and the Spoken Word“ an, wenn immer wir zuhause sind. Ich liebe die Kraft und den Geist, den der Tabernacle Choir ausstrahlt.
Ich erinnere mich noch an das denkwürdige Konzert im Kulturpalast in Dresden im Juni 1991 – ein unvergessliches Erlebnis.
Hier ist der Stand der freien Plätze für die Konzerte in Berlin und Nürnberg bei eventim.de von heute Abend.
Meine Frau und ich verbringen diese Wochen einen Kururlaub in Kołobrzeg an der polnischen Ostseeküste. Kur klingt für mich besorgniserregend. Es war für mich immer etwas für ältere Herrschaften, aber plötzlich sind wir in einem Alter, wo sich körperliche Baustellen auftun und man den Aufenthalt hier über alle Maßen genießt. 🙂
Allerdings sind wir bei weitem nicht die jüngsten Gäste.
Kołobrzeg hieß früher Kolberg und wurde 1945 im Wahnsinn des Zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört. Im Zentrum stehen daher nur noch wenige historische Gebäude. Aber der Strand und die angrenzenden Parks sind wirklich sehr schön. Ich liebe die Ostsee zu allen Jahreszeiten. Sie hat einen besonderen Reiz.
Ich habe also diese Woche nur wenige Emails geschrieben und nur ab und zu mit Kunden kommuniziert. Stattdessen gibt es jeden Tag Joggen am Strand oder ausgedehnte Wanderungen.
Esther hatte heute einen vollen Kur-Terminplan, also bin ich nachmittags alleine los und habe die Umgebung erkundet. Dabei gab es viel Zeit zum Nachdenken.
Obwohl ich mich selten zu Politik äußere, musste ich an verschiedene Ereignisse denken, die uns im Moment beschäftigen – die Vorwahlen in den USA (irgendwie tun mir die Wähler dort leid), die Flüchtlingswelle oder die Zerreißprobe, in der sich die Europäische Union befindet, Radikalisierungen in vielen Ländern der Welt, das Erstarken von politischen Bewegungen, deren Programme in großen Teilen völlig unakzeptabel sind und die Tatsache, dass schrecklich viele Länder der Welt im Prinzip von unfähigen, korrupten oder machtgierigen Menschen regiert werden, die sich keinen Deut um das Wohlergehen der Bürger ihrer Länder scheren und die nach zivilisierten Wertmaßstäben eigentlich sofort entlassen, oder (anders würde es gar nicht gehen) entmachtet werden müssten.
Ich habe beruflich mit Menschen aus vielen Nationen in allen Teilen der Welt zu tun. Es ist großartig, mit ihnen zusammen zu arbeiten, aber es gibt fast niemanden, der mit Optimismus auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse des eigenen Landes oder der Welt blickt. Das ist besorgniserregend. Man könnte viele Dinge aufzählen, die gründlich schief laufen. Irgendwie sieht es symbolisch ein bisschen so aus, wie auf den Bildern, die ich heute aufgenommen habe. Hier nur ein paar wenige Beispiele:
Politikverdrossenheit – aus meiner Sicht eine große Gefahr für jede Demokratie, weil ernsthafte Bemühungen, den Ursachen zu begegnen, unter denen, die diese Verdrossenheit verursachen, nicht deutlich erkennbar sind. Glaubwürdigkeit zählt offensichtlich weniger als Einfluss und Macht. Desinteresse und Selbstbezogenheit sind trotzdem nicht zu rechtfertigen.
Populismus – macht mir große Sorgen, a) weil die Menschen aus der Geschichte nichts lernen, b) weil es das Mittel äußerst mittelmäßiger Menschen ist, die nach Macht streben und c) weil es die Gehirne vieler Menschen einfach abschaltet.
Viele fähige und integere Menschen entscheiden sich gegen eine politische Karriere – die Eigenschaften, die für Machtgewinn und Machterhalt erforderlich sind, sind leider zu großen Teilen mit den Eigenschaften, die für ein gutes Regieren gebraucht werden, nicht kompatibel. Man muss sich nur ansehen, wie absurd Wahlkampagnen selbst in hochentwickelten Staaten geworden sind.
Tendenzen zum Separatismus – es scheint als ob die Fähigkeiten zum Konsens, aber auch die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, weltweit abnehmen, auch innerhalb der hochentwickelten Demokratien. Das trifft nicht nur auf die politische Klasse zu, sondern ist ein generelles Thema.
Radikalisierung – egal, ob nun aus politischen oder religiösen Gründen. Sie führt zu Menschenverachtung und Hass, ist vollkommen unakzeptabel, in welcher Form auch immer.
Globale Probleme, die sich exponentiell entwickeln, können nicht grundhaft gelöst werden und führen zu noch nicht absehbaren Konflikten – wenn nicht Gier, Machtstreben, Ignoranz, Hass und vielen weiteren, (für das Zusammenleben von Menschen in einer globalisierten Welt) schädlichen Eigenschaften, Einhalt geboten wird. Wer soll dafür sorgen? Diese Dinge können nicht mehr nur lokal gelöst werden.
Zukunftsangst – sie treibt viele Menschen in die Arme von Meinungsmachern, die ungenügende Lösungen zu bieten haben.
Falsch verstandene political correctness – ein mittlerweile entsetzliches Phänomen, welches verhindert, dass Probleme beim richtigen Namen genannt werden, auch wenn sie äußerst unangenehm sind und dadurch werden sie auch nicht nachhaltig adressiert. Einige Gründe für falsche political correctness sind allerdings oben beschrieben.
Die Prinzipien der Rechtschaffenheit vor Gott spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.
Vor ca. 2100 Jahren hat ein Mann mit Regierungsverantwortung, der Mosia hieß, eine denkwürdige Rede zum Thema Politik und die damit verbundene Verantwortung in allen Teilen der Gesellschaft gehalten. Ich finde es äußerst spannend, sich diese Rede ganz genau anzuschauen und einige der Kernpunkte in die heutige Zeit zu übertragen.
Ausgangssituation: Mosia war König der Nephiten oder in heutigen Terms Regierungschef. Er war alt und nun ging es um seine Nachfolge. Dazu wurde das Volk befragt.
1 Als nun Mosia dies getan hatte, sandte er hinaus in das ganze Land, zu allem Volk, denn er wollte wissen, wen sie zum König haben wollten. 2 Und es begab sich: Die Stimme des Volkes kam, nämlich: Wir wünschen, daß dein Sohn Aaron unser König und unser Herrscher sei. 3 Nun war Aaron in das Land Nephi hinaufgegangen, darum konnte der König ihm das Königtum nicht übertragen; auch wollte Aaron das Königtum nicht auf sich nehmen, und auch kein anderer von den Söhnen Mosias war willens, das Königtum auf sich zu nehmen.
Mosia war ein weiser Mann mit einer beachtlichen Weitsicht.
4 Darum sandte König Mosia abermals zum Volk; ja, nämlich ein geschriebenes Wort sandte er zum Volk. Und dies waren die Worte, die geschrieben waren, nämlich: 5 Siehe, o ihr, mein Volk, oder meine Brüder, denn dafür halte ich euch, ich wünsche, ihr würdet euch die Sache überlegen, die zu überlegen ihr aufgerufen seid—denn ihr habt den Wunsch, einen König zu haben. 6 Nun verkünde ich euch, daß der, dem das Königtum zu Recht gehört, abgelehnt hat und das Königtum nicht auf sich nehmen will. 7 Und nun, wenn an seiner Statt ein anderer bestimmt würde, siehe, so fürchte ich, es würden Streitigkeiten unter euch entstehen. Und wer weiß, vielleicht würde mein Sohn, dem das Königtum gehört, sich dem Zorn zuwenden und einen Teil dieses Volkes mit sich fortziehen, und das würde zu Kriegen und Streitigkeiten unter euch führen, was die Ursache für großes Blutvergießen wäre und den Weg des Herrn verkehren, ja, und die Seele vieler Menschen vernichten würde. … 10 Und nun laßt uns weise sein und vorausschauend und das tun, was dem Frieden dieses Volkes dienlich ist.
Mosia schlägt nun vor, einige Dinge grundlegend zu ändern, um das Volk vor ungerechter Herrschaft zu schützen. Er definierte Kriterien, die Personen für ein Regierungsamt qualifizieren oder disqualifizieren.
11 Darum will ich für meine übrigen Tage euer König sein; doch laßt uns Richter bestimmen, die dieses Volk gemäß unserem Gesetz richten sollen; und wir wollen die Angelegenheiten dieses Volkes neu ordnen, denn wir werden weise Männer als Richter bestimmen, die dieses Volk gemäß den Geboten Gottes richten werden. 12 Nun wäre es besser, der Mensch würde von Gott gerichtet als von Menschen, denn die Richtersprüche Gottes sind immer gerecht, aber die Richtersprüche der Menschen sind nicht immer gerecht. 13 Darum, wenn es möglich wäre, daß ihr gerechte Männer zu Königen hättet, die die Gesetze Gottes einsetzen und dieses Volk gemäß seinen Geboten richten würden, ja, wenn ihr Männer zu Königen haben könntet, die ebenso handeln würden, wie es mein Vater Benjamin für dieses Volk getan hat—ich sage euch, wenn dies immer der Fall sein könnte, dann wäre es ratsam, daß ihr immer Könige hättet, die über euch herrschen. 14 Und auch ich selbst habe mich mit aller Macht und allen Fähigkeiten, die ich besitze, bemüht, euch die Gebote Gottes zu lehren und im ganzen Land Frieden aufzurichten, damit es keine Kriege noch Streitigkeiten, kein Stehlen noch Plündern, kein Morden noch sonst eine Art von Übeltun gebe;
In den folgenden Versen warnt Mosia deutlich vor den Folgen ungerechter Herrschaft. Wie aktuell dies doch alles ist.
16 Nun sage ich euch, weil aber nicht alle Menschen gerecht sind, ist es nicht ratsam, daß ihr einen König oder Könige haben sollt, die über euch herrschen. 17 Denn siehe, wieviel Übeltun wird doch durch einen schlechten König verursacht, ja, und welch große Zerstörung! … 21 Und siehe, nun sage ich euch: Ihr könnt einen Übeltäter von König nicht entthronen, außer durch viel Streit und großes Blutvergießen. 22 Denn siehe, er hat im Übeltun seine Freunde, und er hält seine Wachen um sich; und er zerreißt die Gesetze derer, die vor ihm in Rechtschaffenheit regiert haben; und er tritt die Gebote Gottes mit Füßen; 23 und er führt Gesetze ein und macht sie unter seinem Volke kund, ja, Gesetze nach der Art seiner eigenen Schlechtigkeit; und wer auch immer seine Gesetze nicht befolgt, den läßt er vernichten; und wer auch immer sich gegen ihn auflehnt, gegen den sendet er seine Heere zum Kampf, und wenn er es vermag, so vernichtet er sie; und so verkehrt ein ungerechter König die Wege aller Rechtschaffenheit. 24 Und nun siehe, ich sage euch: Es ist nicht ratsam, daß solche Greuel über euch kommen.
Nun verweist Mosia auf die Verantwortung derer, die eine Regierung wählen und warnt nachdrücklich in Vers 27 vor den Folgen, wenn die Mehrheit des Volkes sich falsch entscheidet – aus welchen Gründen auch immer – Populismus, Verdrossenheit, Wertewandel, Glaubensverlust, sich verschiebende Interessen etc.
25 Darum erwählt euch mit der Stimme dieses Volkes Richter, damit ihr gemäß den Gesetzen gerichtet werdet, die euch von unseren Vätern gegeben worden sind und die richtig sind und die sie aus der Hand des Herrn erhalten haben. 26 Nun ist es nicht üblich, daß die Stimme des Volkes etwas begehrt, was im Gegensatz zu dem steht, was recht ist; sondern es ist üblich, daß der geringere Teil des Volkes das begehrt, was nicht recht ist; darum sollt ihr dies beachten und es zu eurem Gesetz machen—eure Angelegenheiten durch die Stimme des Volkes zu erledigen. 27 Und wenn die Zeit kommt, da die Stimme des Volkes das Übeltun erwählt, dann ist es Zeit, daß die Strafgerichte Gottes über euch kommen; ja, dann ist es Zeit, daß er euch mit großer Zerschlagung heimsucht, ja, wie er dieses Land bisher heimgesucht hat.
Das folgende System ist uns vertraut, und es ist gut. Es funktioniert aber nur so lange, wie die Werte auf denen es basiert, respektiert und beachtet werden, d.h. dass Übeltun nicht durch die Mehrheit des Volkes legitimiert werden und dass die Definition von Recht und Unrecht nicht der Beliebigkeit unterliegen darf. Das ist ein großes Problem unserer Zeit. Mosia äußert sich auch zur Gewohnheit, Verantwortung für eigene Fehler auf andere abzuwälzen.
28 Und nun, wenn ihr Richter habt und sie euch nicht gemäß dem Gesetz richten, das gegeben worden ist, dann könnt ihr veranlassen, daß sie von einem höheren Richter gerichtet werden. 29 Wenn eure höheren Richter nicht mit rechtschaffenem Gericht richten, dann sollt ihr veranlassen, daß eine kleine Anzahl eurer niederen Richter sich versammelt, und sie sollen eure höheren Richter richten gemäß der Stimme des Volkes. 30 Und ich gebiete euch, dies in der Furcht des Herrn zu tun; und ich gebiete euch, dieses zu tun und keinen König zu haben; damit, wenn diese Menschen Sünden und Übeltaten begehen, sie diese auf ihrem eigenen Haupt zu verantworten haben. 31 Denn siehe, ich sage euch: Die Sünden vieler Menschen sind durch die Übeltaten ihrer Könige verursacht worden; darum sind ihre Übeltaten auf dem Haupt ihrer Könige zu verantworten. …
In diesem Vorläufer einer Demokratie mahnte Mosia die Beteiligung des Volkes an und unter welchen Prinzipien diese erfolgen sollte.
33 Und vieles mehr schrieb König Mosia ihnen und legte ihnen alle die Prüfungen und Mühen eines rechtschaffenen Königs dar, ja, alle die seelischen Beschwernisse um ihres Volkes willen und auch all das Gemurre des Volkes an ihren König; und er erklärte ihnen das alles. 34 Und er sagte ihnen, daß dies nicht so sein solle, sondern die Last solle auf das ganze Volk kommen, so daß jedermann sein Teil trage. 35 Und er legte ihnen alle die Nachteile dar, denen sie ausgesetzt wären, wenn ein ungerechter König über sie herrschte; 36 ja, alle seine Übeltaten und Greuel und alle die Kriege und Streitigkeiten und das Blutvergießen und das Stehlen und das Plündern und das Begehen von Hurerei und allerart Übeltaten, die man nicht aufzählen kann—er sagte ihnen, daß dies nicht so sein solle, daß dies den Geboten Gottes ausdrücklich zuwiderlaufe.
Die Reaktion des Volkes ist interessant und die Glaubwürdigkeit Mosias imponierend. Wir würden es eine Art Basisdemokratie nennen und eine Wertschätzung der damit verbundenen Freiheiten. Dieses Bewusstsein sehen wir leider schwinden.
37 Und nun begab es sich: Nachdem König Mosia dies unter seinem Volke kundgemacht hatte, waren sie von der Wahrheit seiner Worte überzeugt. 38 Darum ließen sie ihren Wunsch nach einem König fallen und setzten sich über die Maßen dafür ein, daß jedermann im ganzen Land die gleichen Möglichkeiten habe; ja, und jedermann brachte seine Bereitschaft zum Ausdruck, sich für seine Sünden selbst zu verantworten. 39 Darum begab es sich: Sie versammelten sich in Gruppen im ganzen Land, um mit ihrer Stimme zu entscheiden, wer ihre Richter sein sollten, die sie gemäß dem Gesetz, das ihnen gegeben worden war, richten sollten; und sie hatten überaus große Freude über die Freiheit, die ihnen gewährt worden war. …
Die Folge war eine Phase großer politischer und gesellschaftlicher Stabilität, selbst im Angesicht ständiger äußerer Bedrohungen durch die Lamaniten. Dieses Kapitel ist eine geistige und politische Pflichtlektüre.
Der verstorbene Kabarettist Dieter Hildebrandt hat in seiner denkwürdigen Abschiedsrede Herbert Wehner´s vom Deutschen Bundestag in den achtziger Jahren einige der Ursachen des Glaubwürdigkeitsverlustes in der deutschen Politik kabarettistisch unvergleichlich aufgearbeitet, auch wenn hier nur eine Seite der Medaille betrachtet wird.
In den letzten zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit, mit jungen Erwachsenen in der Religionsinstitutsgruppe in Zwickau und Jugendlichen in der Gemeinde Plauen über ein Thema zu diskutieren, das mich schon eine Weile beschäftigt. In Plauen sah das Tafelbild am Ende der Diskussion dann so aus. 😀
Was für ein Durcheinander 😀 – scheinbar. Ich glaube, die Jugendlichen könnten es noch erklären.
Ich habe hier mal den Werdegang meiner Gedanken aufgeschrieben und gezeichnet. Die ursprüngliche Idee kam mir eigentlich kürzlich bei einem Workshop in der Firma – wenn auch in einem anderen Zusammenhang.
Irgendwo halten wir alle verschiedene Bälle in der Luft.Das sind unsere Aufgaben, Pflichten, Verantwortung, aber auch Vorlieben, Hobbies, Freizeit. Unser soziales Leben gehört genauso dazu wie unsere Gewohnheiten.
Wenn alles wohl geordnet und überschaubar ist, kann man auch alles wunderbar jonglieren.
Aber so ist das Leben höchst selten oder nie. Wir haben viel mehr Bälle in der Luft.
Und auch dieses Bild ist noch viel zu optimistisch, denn die Welt, in der wir leben, steht nicht still. Wir können unseren Bällen ständig neue hinzufügen. Es sind viele dabei, die uns dabei helfen können, mit der ganzen Last sinnvoll umzugehen. Allerdings gibt es auch viele destruktive Bälle, die wir manchmal mehr lieben, als die hilfreichen.
Was uns nützt und was uns schadet, ist manchmal nicht so leicht ersichtlich. Wir sind ja auch alle verschieden. Leider entpuppen sich manche Dinge recht drastisch, wenn die Welt um uns aus den Fugen gerät, wenn es bebt, stürmt und hagelt.
Das erinnert etwas an die finalen Worte der Bergpredigt in Matthäus 7 oder 3. Nephi 14 im Buch Mormon: „Darum: Wer diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem weisen Mann vergleichen, der sein Haus auf einem Felsen baute— und der Regen fiel, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf einem Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleichen, der sein Haus auf dem Sand baute— und der Regen fiel, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und groß war sein Fall.“
Ein Fundament haben wir hier noch gar nicht gezeichnet. Davon wird später noch die Rede sein. Fakt ist, dass wir nicht alle Bälle in der Luft halten können, ohne Schaden zu nehmen. Allerdings können uns bei diesen Turbulenzen Bälle weg fliegen, die wir lieber behalten sollten. Andere werfen wir weg, weil sie uns lästig werden oder wir sie schlicht und einfach nicht mehr beherrschen.
Wir mögen uns ab und zu fragen, ob die Schriftstelle in Matthäus 11:28-30 wirklich Sinn macht: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn das Joch, das ich auferlege drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht.“
Viele Bälle, die wir in der Luft halten oder die weg fliegen, sind gegensätzlich: Verantwortung vs. Unverbindlichkeit, Sünde vs. Rechtschaffenheit, Süchte vs. Disziplin, Liebe vs. Hass, guter Job vs. schlechter Job, Fleiß vs. Trägheit, Glaube vs. Unglaube, Hoffnung vs. Hoffnungslosigkeit, Gesundheit vs. Krankheit, Freude vs. Leid, Glücklichsein vs. oberflächliches Vergnügen, Ausgeglichenheit vs. Unrast, Eigenständigkeit vs. Abhängigkeit, Nachhaltigkeit vs. Gedankenlosigkeit, Reinheit vs. Ausschweifung … Jeder kennt seine Bälle und kann die Aufzählung fortsetzen.
Ein Grundproblem unserer Zeit ist die Überbetonung des Ich. Mir muss es gut gehen. Ich muss mich finden. Zuerst komme ich dann alles andere. Diese inzwischen dominante Einstellung hat signifikante Auswirkungen. Wir können uns nicht losgelöst von anderen betrachten, denn unsere Entscheidungen haben sehr wohl Auswirkungen auf andere. Nehmen wir als Beispiel die Familie.
In einer Familie gibt es eine ganze Menge mehr Dinge zu jonglieren. Wenn man sich allerdings entscheidet, den Fokus auf die richtigen Bälle zu legen, kann eine Familie oder eine Gruppe von Menschen, zwischen denen wertvolle Gefühle herrschen, eine ganze Menge Aufgaben mehr schultern. Leider befindet sich diese Einstellung unter einer ständigen Bedrohung durch das, was um uns herum geschieht oder viele schädliche und unnütze Bälle, die uns zugeworfen werden. Wir glauben daran, dass hinter diesen Bedrohungen ein wirkliches Wesen mit konkreten Absichten steckt – Satan, der Widersacher oder in den Heiligen Schriften auch Luzifer oder der Teufel genannt. Er, dessen Ziel es ist, möglichst viele Menschen genauso elend zu machen, wie er selbst ist. (siehe Buch Mormon, 2. Nephi 9:9 und 2. Nephi 2:27)
Eine der gravierendsten Folgen, die wir wahrnehmen, ist die Abnahme von Liebe und Nächstenliebe in Familien und der Gesellschaft. Zerbrechende Beziehungen belasten immer mehr Menschen körperlich und seelisch. Es scheint, als ob wir eine Gesellschaft errichten, die mental weniger belastbar wird und vereinsamt. In Familien sind die Hauptleidtragenden die Kinder, wenn Keile zwischen den Eltern entstehen. Es gehört zu den großen Irrtümern unserer Zeit, diese Probleme – den Zerfall und die Instabilität von Familien zu verharmlosen.
Die Familie dient hier als ein Beispiel. Der wichtige Punkt ist aber, welche wichtigen Bälle weggeworfen und für welche destruktiven Bälle mehr Kraft und Energie eingesetzt wurden. Es sind aber nicht nur die Bälle. Es kommen wertvolle Menschen zu Schaden, oft dauerhaft. Wir sehen auch noch kein Fundament, das gemäß der oben zitierten Schriftstelle Regen und Sturm standhalten kann, selbst wenn die Gewalten und Turbulenzen in Zukunft noch viel stärker werden.
Wie baut man nun ein Fundament, das etwas taugt? Noch mehr Bälle? Noch mehr du sollst, du sollst, du sollst? Das ist nicht die Lösung. Woraus sollte dieses Fundament bestehen? Dies ist eine sehr individuelle Frage aber ich glaube, es gibt einige grundlegende Prinzipien. In unser Fundament packen wir nur Dinge, die wir wollen und die uns in Fleisch und Blut übergegangen sind. Was wir nicht wollen, bleibt ein Ball in der Luft, der uns mehr oder weniger Mühe macht. Wir müssen uns möglicherweise oft entscheiden, ob wir ihn überhaupt behalten wollen und so wird er schnell zur Last. Destruktive Dinge, die uns anhaften, schwächen unser Fundament und verringern auch nicht die Turbulenzen. Es liegt auf der Hand, dass es besser wäre, sie loszuwerden. Leider sehe ich oft in meiner Berufung, dass die Auswahlkriterien unklar sind, dass Bequemlichkeit mehr zählt als Nachhaltigkeit.
Ein paar Beispiele: das tägliche persönliche Gebet und das Familiengebet, sowie das regelmäßige Nutzen der Heiligen Schriften – so lange, wie sie Bälle in der Luft sind, die häufig zur Disposition stehen, können wir nur sporadisch oder gar nicht die Segnungen erfahren, die folgen würden, wenn wir eine dauerhafte Gewohnheit daraus machen, weil wir es wollen (nicht sollen) und diese Komponenten als einen starken Block in unser Fundament packen.
Wenn wir diesem Prinzip folgen, bauen wir Schritt für Schritt ein besseres Fundament, in dem wir lernen und verstehen, was uns und den Menschen um uns herum (ausdrücklich NICHT NUR UNS SELBST) mehr Stabilität und Schutz vor destruktiven Einflüssen verleiht.
In meiner kirchlichen Berufung, aber nicht nur dort, erlebe ich zu häufig, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen Dinge abwählen, die sie eigentlich in ihrem Fundament brauchen – in der Regel, weil sie unbequem und vielleicht auch unpopulär sind oder den Glauben attackieren. Tempel, Zehnter und Fastopfer, Gebote, Bibel, Buch Mormon, regelmäßige Teilnahme am Abendmahl, Umkehr, Nächstenliebe, Selbstlosigkeit, Familie, Joseph Smith, Jesus Christus etc. Wenn diese und andere Dinge, die ins Fundament gehören, immer Bälle in der Luft bleiben, werden sie schwerer und schwerer und dann lassen wir sie irgendwann fallen. Es ist mühsam, Hass zu besiegen, eine Sucht, ein zwanghaftes oder unakzeptables Verhalten, Egoismus, Unverbindlichkeit, etc. etc. Aber diese Dinge und andere haben im Fundament nichts zu suchen, weil sie den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft nicht standhalten. Sie sollten noch nicht mal Bälle in der Luft sein, für die wir Kraft, Energie und Konzentration aufwenden und damit verschwenden. Wir sollten sorgfältig aussortieren.
Ein gutes Fundament ist die Basis, um uns selbst, unsere Familie, unsere Gemeinde oder Gemeinwesen vor Turbulenzen und Erschütterungen zu schützen bzw. die Auswirkungen derselben zu minimieren. Gleichzeitig habe ich ein Dach gezeichnet, dass nicht suggerieren soll, dass man Schutz nur durch Abkapselung erhält. Der Schutz besteht darin, sich vorzubereiten und Vorkehrungen zu treffen, einen Ort der Zuflucht zu schaffen, vor allem im geistigen Sinne.
Kürzlich las ich eine Kolumne von einem dieser jungen Journalisten, mit sicherlich noch begrenzter Lebenserfahrung, die die Meinungen in unserer Gesellschaft sehr stark prägen. Er meinte, was wir definitiv nicht brauchen, ist eine Rückbesinnung auf christliche Werte. Aha. Junger Mann, dachte ich, du weißt nicht wirklich, wovon du sprichst. Diese fragwürdige Aussage hat mich so beschäftigt, dass ich ihr möglicherweise einen weiteren Post widmen werde.
Uns fehlt nämlich in unserem Bild noch der wichtigste Teil, der wichtigste Bestandteil unseres Fundamentes – Jesus Christus. Man könnte unzählige Schriftstellen zitieren, warum das so ist. Ich habe nur zwei gewählt. Die erste hat Präsident Kearon erwähnt, als wir kürzlich in Offenbach mit der Gebietspräsidentschaft Europa zusammen waren. Sie steht im Buch Mormon in Omni 1:26:
„Und nun, meine geliebten Brüder [und Schwestern], möchte ich, daß ihr zu Christus kommt, der der Heilige Israels ist, und an seiner Errettung und an der Macht seiner Erlösung teilhabt. Ja, kommt zu ihm und opfert ihm eure ganze Seele als Opfer, und fahrt fort mit Fasten und Beten, und harrt aus bis ans Ende; und so wahr der Herr lebt, werdet ihr errettet werden.“
Durch das Sühnopfer Jesu Christi wird uns hinzugefügt, was wir selbst nicht tun können – wenn wir es für uns annehmen. Wichtige Voraussetzungen dafür sind Glaube, Hoffnung und Demut. Demut führt zum Verständnis des Sühnopfers und ebnet den Weg für die Herzensänderungen, die für den oben besprochenen Prozess erforderlich sind. Es lohnt sich auf jeden Fall, mehr darüber zu lernen und selbst zu erfahren, wie Lasten tatsächlich leichter werden können (wie in der Schriftstelle oben) – nicht weil sie notwendigerweise verschwinden, sondern weil sich die Art und Weise, wie wir damit umgehen, ändert. Ich denke, selbst viele Christen haben davon nur ein unvollständiges Verständnis.
Diese Schriftstelle zum Abschluss ist selbsterklärend.
„Darum müßt ihr mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen. Wenn ihr darum vorwärtsstrebt und euch am Wort von Christus weidet und bis ans Ende ausharrt, siehe, so spricht der Vater: Ihr werdet ewiges Leben haben.
Und nun siehe, meine geliebten Brüder, dies ist der Weg; und es ist kein anderer Weg noch Name unter dem Himmel gegeben, wodurch der Mensch im Reich Gottes errettet werden kann. Und nun siehe, dies ist die Lehre von Christus und die einzige und wahre Lehre vom Vater und vom Sohn und vom Heiligen Geist, die ein Gott sind ohne Ende. Amen.“ Buch Mormon, 2. Nephi 31:20, 21
Christus Statue im Besucherzentrum auf dem Tempelplatz in Salt Lake City
Ein Blog muss leben :). Für den nächsten substantiellen Post brauche ich noch etwas Zeit, deshalb habe ich gedacht, mal ein paar Bilder aus meiner Heimatstadt reinzuhängen. Ich habe in den letzten Wochen einige Fotos beim Joggen, Wandern oder auf dem Arbeitsweg gemacht (ja, ich gehe manchmal zu Fuss in die Firma).
Ich lebe gern in meiner Heimatstadt, bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und war mehr als die Hälfte meines Arbeitslebens bei Firmen in Hohenstein-Ernstthal unter Vertrag. Durch meinen Job wissen Leute in vielen Ländern mit dem langen Stadtnamen etwas anzufangen – also nicht nur durch Karl May (für die Amerikaner ein Buch mit sieben Siegeln :)) oder den Sachsenring. (www.hohenstein-ernstthal.de)
Neujahrstag im HüttengrundwaldAltmarkt am NeujahrstagRathausNochmal AltmarktBergmann am alten LampertusschachtBlick vom PfaffenbergAuf dem PfaffenbergKnüppelbrücke auf dem PfaffenbergStausee Obercallenberg – das war im Herbst 2015Am Arbeitsweg diese WocheMein Arbeitsweg diese WocheBlick auf meinen Arbeitsplatz – Meyer Burger (Germany) AG (früher Roth & Rau AG)Freie Presse vom 16. Dezember 2015 – der Firmenname sollte natürlich Meyer Burger lauten 🙂Blick von meinem Büro diese Woche
Gestern war es wieder soweit – im Sportzentrum in Groitzsch fand das Fussball- und Volleyballturnier unseres Pfahles statt. Das ist das Ereignis, wo keiner zu spät kommt – interessanterweise :-D.
Vormittags trafen sich die Fussballer – dieses Jahr insgesamt 8 Mannschaften, einschließlich (wie letztes Jahr) unseres Oldie-Teams mit einem Altersdurchschnitt von über 50 !!!
Alle Spiele waren sehr fair und hatten oft einen knappen Ausgang. Die Stimmung war super. Zwischendurch gab es zwei Spiele der Kinder gegen die Väter, die die Kinder haushoch für sich entschieden 🙂
Am Ende hatte dieses Jahr die Mannschaft Hohenstein-Ernstthal 2 das bessere Ende für sich und gewann das Turnier vor Köthen und Hohenstein-Ernstthal 1. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass wir Oldies den 5. Platz belegten und mit etwas mehr Puste hätte es vielleicht auch noch zu etwas mehr reichen können :).
Am Nachmittag fand das Volleyballturnier statt. Wie ich hörte, legten dabei junge Kampfrichter ihre Prüfung ab. Ich hatte leider keine Zeit zu bleiben, aber auch hier war die Stimmung toll und neben gutem Sport war die gemeinsame Zeit für alle ein Gewinn. 9 Mannschaften traten an. Sieger wurden die Gastgeber aus Groitzsch, vor Leipzig 2 und Werdau.
Ich möchte mich bei allen Organisatoren herzlich bedanken. Ihr habt das wieder super gemacht. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.
Danke auch allen Beteiligten für fairen Sport und die tolle Stimmung.
Ich wünsche allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016.
I wish you all a happy and successful year 2016.
Zuerst möchte ich die Neujahrsbrief unserer Pfahl-Frauenhilfsvereinigungs-Leitung teilen. Ich finde ihre Botschaft sehr wichtig und hoch aktuell.
First, I would like to share the New Year letter of our Stake Relief Society Presidency. Their message is very important and relevant. (I didn´t have time to translate it into English yet but it contains a story of the former mayor of New York, La Guardia, who sometimes acted as a judge on court. The story can be found here: https://bible.org/illustration/mayor-laguardia. It´s worthwhile to read it.)
Ich möchte zum Beginn des Jahres einige Einladungen wiederholen, die ich zur letzten Pfahlkonferenz in der Versammlung am Sonntag, den 8. November 2015 ausgesprochen habe.
(Die komplette Ansprache ist unter www.pfahl-leipzig.de, <Berichte von der Pfahlkonferenz> zu finden)
I would like to repeat some invitations I have expressed at the last stake conference in the Sunday morning session on November 8th, 2015. (Full talk can be found at www.pfahl-leipzig.de)
Punkt 1 war, das Evangelium in unser Herz zu lassen und unsere Wünsche mit Gott in Einklang zu bringen.
Point 1 was to let the Gospel into our hearts and to align our desires with God.
„Am Eingang des Herzzentrums in Leipzig gibt es ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Was nicht von Herzen kommt, das geht nicht zu Herzen“. Der Pfahlpräsident sagt: „Geschwister, über unser Herz tun wir viel in dieser Kirche! Es ist der Schlüssel für unsere Motivation, zu dem, was wir tun!“ Er hat eine Schriftstelle gefunden, in der beschrieben wird, was geschieht, wenn das Herz in unserer Arbeit, unserem Leben, eine zu geringe Rolle spielt: Im 2 Nephi 27:25 heißt es: „Darum, dass dieses Volk sich mir mit dem Munde naht und mich mit den Lippen ehrt, aber sie ihr Herz weit von mir entfernt haben und ihre Furcht vor mir durch Menschenweisung erlernt ist …“ Es ist ein Problem, wenn unsere Herzen nicht mit dem Herrn verbunden sind, wenn wir zwar eine Frömmigkeit an den Tag legen, aber nicht an ihre Wirkung glauben. Darüber können wir in der Lebensgeschichte von Joseph Smith nachlesen. Hier sagt der Himmlische Vater zu ihm: „Sie nahen sich mir den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir und sie verkünden Menschengebote als Lehre. Sie haben zwar eine Form von Gottesfurcht, aber sie leugnen deren Macht.“ Der Pfahlpräsident ermahnt uns: „Richten Sie Ihr Herz nach dem Herrn aus!“ und zitiert 2 Nephi 32:3-6: „Engel reden durch die Macht des Heiligen Geistes; darum reden sie die Worte von Christus. Darum habe ich zu euch gesagt: Weidet euch an den Worten von Christus; denn siehe, die Worte von Christus werden euch alles sagen, was ihr tun sollt. Darum, wenn ihr nun, nachdem ich diese Worte gesprochen habe, sie nicht verstehen könnt, so deshalb, weil ihr nicht bittet und auch nicht anklopft; darum werdet ihr nicht ins Licht geführt, sondern müsst im Finstern zugrunde gehen. Denn siehe, abermals sage ich euch, wenn ihr auf dem Weg eintretet und den Heiligen Geist empfangt, wird er euch alles zeigen, was ihr tun sollt. Siehe, dies ist die Lehre von Christus, und es wird keine weitere Lehre gegeben werden, …“
At the entrance of the heart center in Leipzig is a quote from Johann Wolfgang von Goethe which says that only things that come from the heart can touch other hearts.
The heart is a key for our service in the Church and our motivation. 2 Nephi 27:25 speaks about a lack of influence of the heart: „Forasmuch as this people draw near unto me with their mouth, and with their lips do honor me, but have removed their hearts far from me, and their fear towards me is taught by the precepts of men—“
It is a problem if our hearts are not aligned with God. The Lord addressed Joseph Smith as follows (see Pearl of Great Price, Joseph Smith – History 1:19): “they draw near to me with their lips, but their hearts are far from me, they teach for doctrines the commandments of men, having a form of godliness, but they deny the power thereof.”
2 Nephi 32:3-6 speaks about the importance of aligning our hearts with God: „Angels speak by the power of the Holy Ghost; wherefore, they speak the words of Christ. Wherefore, I said unto you, feast upon the words of Christ; for behold, the words of Christ will tell you all things what ye should do. Wherefore, now after I have spoken these words, if ye cannot understand them it will be because ye ask not, neither do ye knock; wherefore, ye are not brought into the light, but must perish in the dark. For behold, again I say unto you that if ye will enter in by the way, and receive the Holy Ghost, it will show unto you all things what ye should do. Behold, this is the doctrine of Christ, and there will be no more doctrine given …“
Punkt 2: Nächstenliebe und die Bereitschaft zu vergeben.
Point 2: Charity and the willingness to forgive.
„Präsident Hengst wendet sich direkt an jeden von und: „Geschwister, ich möchte Sie ermahnen, dass Sie helfen, Konflikte zu lösen, statt welche zu schaffen! Und das sage ich zu ALLEN! Lassen Sie uns mehr Nächstenliebe entwickeln. Wenn wir Beispiele von mangelnder Nächstenliebe finden, dann geht dem ein Mangel im Studium der Heiligen Schriften, ein Mangel beim Pflegen des persönlichen Gebetes voraus! Vielleicht gibt es auch einen Mangel an Tempelbesuchen.“ und zitiert aus Galater 5:13-17: „Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! Denn das ganze Gesetz ist in dem einen einzigen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Wenn ihr einander beißt und verschlingt, dann gebt acht, dass ihr euch nicht gegenseitig umbringt. Darum sage ich: Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, so dass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt.“
Brothers and sisters, please help solving problems, instead of causing them. Let us have more charity. Lack of charity can often be attributed to lack of reading in the scriptures and lack of meaningful personal prayer, maybe also if we don´t go to the temple regularly. See Galatians 5:13-17: „For, brethren, ye have been called unto liberty; only usenot liberty for an occasion to the flesh, but by love serveone another. For all the law is fulfilled in one word, even in this; Thou shalt love thy neighbour as thyself. But if ye bite and devour one another, take heed that ye be not consumed one of another. This I say then, Walk in the Spirit, and ye shall not fulfil the lust of the flesh. For the flesh lusteth against the Spirit, and the Spirit against the flesh: and these are contrary the one to the other: so that ye cannot do the things that ye would.“
Punkt 3: Ein tieferes Vertrauen in die Macht Gottes entwickeln.
Point 3: Develop a deeper trust in the power of God.
„Lassen Sie uns auf die Macht Gottes vertrauen, indem wir säen, Saat ausschütten durch unsere Werke. Lassen Sie uns darauf vertrauen, dass der Herr diese Saat wachsen lässt.“
Let us have trust in the power of God by sowing good works. Let us trust that the Lord will take care of the seed.
Im Jahr 2016 wird in der Sonntagschule das Buch Mormon besprochen. Zusätzlich zu den Punkten oben möchte alle einladen, das Buch Mormon ernsthaft zu studieren. Es wird eine große Hilfe sein, die anderen Einladungen mit Leben zu erfüllen; die Herausforderungen, die wir zur Zeit erleben, besser zu verstehen und angemessen damit umzugehen; und näher zu Jesus Christus zu kommen.
In 2016, the Book of Mormon will be discussed in Sunday School. In addition to the points above, I would like to invite everyone to study the Book of Mormon. It will be a great support to fill the other invitations with life; to better understand our current challenges and respond to them appropriately and to come closer to Jesus Christ.
Vielen Dank allen Lesern für das Interesse an meinem Blog und das umfangreiche Feedback. 2015 kamen sie aus folgenden Ländern (nach Häufigkeit): Deutschland, USA, Schweiz, Österreich, United Kingdom, Dänemark, Kanada, Brasilien, Italien, Russland, Tschechien, Indien, Niederlande, Australien, Thailand, Neuseeland, Indonesien, Frankreich, Südafrika, Portugal, Ungarn, Taiwan, Mexiko, Spanien, Malaysia, Norwegen, China, Griechenland, Japan, Argentinien, Finnland, Türkei, Kolumbien, Vereinigte Arabische Emirate, Belgien, Kambodscha, Irland, Venezuela, Schweden, Kroatien, Rumänien, Polen, Litauen, Ecuador, Peru und Mazedonien.
Ich denke, ich werde deshalb in Zukunft etwas mehr ins Englische übersetzen. 🙂
Als Gedanke zum Jahreswechsel möchte ich meine Ansprache zur Priestertums-Führerschaftsversammlung, wie sie Bruder Geiler im Report der Pfahlkonferenz zusammen gefasst hat, verwenden und damit an das darin besprochene, äußerst wichtig Prinzip erinnern.
Den kompletten Report kann man von www.pfahl-leipzig.de unter dem Ordner Berichte von der Pfahlkonferenz herunterladen.
Orchester des Pfahles Leipzig beim Vorspiel vor der Konferenz
Auszug aus der Versammlung vom 7. November 2015:
Präsident Thomas Hengst ergreift das Wort.
Zu Beginn seiner Ausführungen gibt er seiner Dankbarkeit für die Hingabe, Zeit und Arbeit der Brüder im Pfahl Ausdruck und resümiert, dass Zion in unserem Pfahl in einem guten Zustand ist.
Kürzlich flog er im Rahmen einer Dienstreise von Budapest nach Istanbul. Während des Flugs machte er sich Gedanken, die zu seiner heutigen Ansprache führen. Er bittet alle Anwesenden, während seiner Botschaft darüber nachzudenken, welche Menschen in ihrem Bekannten- und Verantwortungskreis das Evangeliumsprinzip, das Präsident Hengst uns jetzt nahebringen möchte, brauchen.
Vor sechs Jahren wurde Präsident Hengst als Pfahlpräsident berufen. Er verweist auf den damaligen Gebietspräsidenten Elder Kopischke, der in dem Segen, den der Pfahlpräsident bei seiner Einsetzung erhalten hat, sagte: „Nutzen Sie die Zeit, in der Sie Pfahlpräsident sein werden, dazu, so zu werden, wie Sie der Himmlische Vater haben möchte!“
Präsident Hengst denkt, dass er einiges im Evangelium bereits verstanden hat in diesen 6 Jahren. Manches hat er noch nicht völlig verstanden. Sein Ziel ist, die bereits identifizierten Schwächen abzulegen. Er sagt: „Ich habe eines gelernt, – und dafür bin ich sehr dankbar, denn dadurch wurde mein Leben bereichert: Ich habe meine Fähigkeit entwickelt, zu lieben!“
Die gegenwärtige Zeit stellt Mitgefühl, die Geduld mit anderen Menschen, die Liebe auf die Probe. „Wutbürger“ verbreiten ihre Ansichten auf inakzeptable Weise.
Der Sprecher warnt uns davor, diese „Kultur“, diese Denk- und Verhaltensweise in unsere Räte einziehen zu lassen und verweist auf die Worte des Herrn in Lehre und Bündnisse 121. Über die Anwendung dieser Worte müssen wir alle nachdenken, denn sie sind die Handlungsanweisung für jeden Priestertumsträger.
In jeder Gemeinde gibt es Mitglieder, die eine etwas größere Portion Nächstenliebe brauchen – und die brauchen sie auch von ihren Priestertumsführern! Wir alle haben die richtigen Gedanken, die wir brauchen, Herzen zu heilen und Menschen zu stärken, die sich in schwierigen Situationen befinden.
Präsident Thomas Hengst zitiert Lehre und Bündnisse 121:34-36: „Siehe, viele gibt es, die berufen sind, aber wenige werden erwählt. Und warum werden sie nicht erwählt? Weil sie ihr Herz so sehr auf die Dinge dieser Welt gesetzt haben und nach den Ehren der Menschen streben, dass sie diese eine Lehre nicht lernen wollen, nämlich: Die Rechte des Priestertums sind mit den Himmelskräften untrennbar verbunden, und die Himmelskräfte können nur nach den Grundsätzen der Rechtschaffenheit beherrscht und gebraucht werden.“
Wenn wir als Priestertumsträger wirkungsvoll tätig sein wollen, müssen wir verstehen, dass wir im Namen des Himmlischen Vaters handeln – so, wie der Herr handeln würde.
In Lehre und Bündnisse 121:39 heißt es: „Traurige Erfahrung hat uns gelehrt: Fast jedermann neigt von Natur aus dazu, sogleich mit dem Ausüben ungerechter Herrschaft anzufangen, sobald er meint, ein wenig Vollmacht erhalten zu haben.“
Lassen Sie uns nicht in diese Falle tappen! Wir dürfen nicht eine HERRSCHAFT anstreben, sondern uns bemühen, zu DIENEN! Im Evangelium geht es nie darum, wer BESTIMMT, sondern immer darum, wer DIENT!
In Lehre und Bündnisse 121:40-41 lesen wir weiter: „Daher sind zwar viele berufen, werden aber wenige erwählt. Kraft des Priestertums kann und soll keine Macht und kein Einfluss anders geltend gemacht werden als nur mit überzeugender Rede, mit Langmut, mit Milde und Sanftmut und mit ungeheuchelter Liebe,…“
Manchmal fällt es uns schwer, zu lieben. Manchmal machen es uns auch andere Menschen schwer, sie zu lieben. Präsident Hengst bezeugt, dass Liebe und ungeheuchelte Nächstenliebe starke, ausfüllende Gefühle sind.
Er sagt: „Ich bin oft mit dem Auto in die Gemeinden unterwegs. Wenn ich fahre, erlebe ich heilige Momente, in denen ich versuche, nichts Weltliches an mich heran zu lassen. Ich denke oft über Menschen in den Gemeinden nach, die ich besuche. Diese Momente sind Momente der Offenbarung, in denen ich fühle und spüre, was Menschen brauchen!“
Der Pfahlpräsident bezeugt uns, dass solche Gefühle so stark sind, dass sie ihm Schauer über den Rücken laufen lassen, dass sie eine alles erfüllende Liebe hervorrufen.
Diese Gefühle können wir alle haben! Präsident Thomas Hengst sagt: „Nächstenliebe ist ein besonderes Merkmal unserer Kirche, darauf ist das Evangelium Jesu Christi aufgebaut! Es gibt nichts Größeres!“
Und es ist möglich, alle Gefühle des Unwohlwollens und der Ärgernisse, nichtkonstruktive Kritik, Streit und Auseinandersetzungen in den Räten zu überwinden!
Manchmal kommt es zu besonderen Herausforderungen in unseren Versammlungen.
„Aber“, fordert uns Präsident Hengst auf, „lassen Sie nie zu, dass eine Atmosphäre entsteht, in der der Heilige Geist nicht empfangen werden kann! DAFÜR IST JEDER EINZELNE VERANTWORTLICH! Manchmal muss man etwas zurücktreten, vielleicht einen Kompromiss akzeptieren.“
Weil wir in einer Welt leben, in der diese Kultur wirkt, und die Gefahr besteht, dass sie in unser Leben, in unsere Räte, in uns eindringt, spricht Präsident Hengst so eindringlich über dieses Prinzip und verweist auf Lehre und Bündnisse 121:42-46: „…mit Wohlwollen und mit reiner Erkenntnis, wodurch sich die Seele sehr erweitert – ohne Heuchelei und ohne Falschheit. Alsbald mit aller Deutlichkeit zurechtweisend, wenn dich der Heilige Geist dazu bewegt, wirst du danach aber demjenigen, den du zurechtgewiesen hast, vermehrte Liebe erweisen, damit er nicht meint, du seiest sein Feind, damit er weiß, dass deine Treue stärker ist als die Fesseln des Todes. Lass dein Inneres auch erfüllt sein von Nächstenliebe zu allen Menschen und zum Haushalt des Glaubens, und lass Tugend immerfort deine Gedanken zieren; dann wird dein Vertrauen stark werden in der Gegenwart Gottes, und die Lehre des Priestertums wird dir auf die Seele träufeln wie Tau vom Himmel. Der Heilige Geist wird dir ein ständiger Begleiter sein und dein Zepter ein unwandelbares Zepter der Rechtschaffenheit und Wahrheit, und deine Herrschaft wird eine immerwährende Herrschaft sein, und ohne Nötigung wird sie dir zufließen für immer und immer.“
Unser Pfahlpräsident schließt mit seinem Zeugnis: „Ich weiß, dass wir viel mehr Liebe brauchen und dass wir Liebe empfangen können, wenn wir den Wunsch haben, dieses Gefühl zu haben. Ich weiß, dass es ein machtvolles Gefühl ist, dass es so stark ist, dass es alle Differenzen überwinden kann. Ich lade Sie ein, zu versuchen, dieses Prinzip anzuwenden. Es ist so wichtig!
Im Namen Jesu Christi
Amen!“
Den letzten Satz dieses Jahr möchte ich meiner Familie widmen. Ich liebe sie alle von ganzem Herzen. Sie sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben.
Als ich am Dienstagabend spät auf dem Rückweg von einer Dienstreise im Flugzeug saß, las ich in der „Zeit“ einen Artikel in dem sinngemäß stand: „2015 ist das Jahr, in dem die Welt über Deutschland hereingebrochen ist …“. Das erinnerte mich an einen Satz in meinem Patriarchalischen Segen, den ich dieses Jahr in einigen Gemeinden zitiert habe: „Du wirst die Zeit erleben, … wenn große Dinge über die Welt kommen werden, wie sie der Herr offenbart hat, wegen der Gottlosigkeit.“ Daran glaube ich.
When I was on my way back from a business trip Tuesday night, sitting in an airplane, I read an article in the „Zeit“ which said something like this: „2015 was the year when the world has befallen Germany …“. This reminded me on a sentence in my Patriarchal Blessing I have quoted in some wards this year: „You will see a time, … when great things will happen on earth as revealed by the Lord due to ungodliness.“ I believe this.
Es scheint in der Tat, als ob unser Leben eine Folge von Problemen ist – sowohl in der Gesellschaft als auch im Privaten, die uns belasten, den Frieden bedrohen – den inneren als auch den äußeren – und uns große Sorgen machen. Unser Land verändert sich, sowohl zum Guten aber leider auch zum Schlechten.
It seems indeed that our live is a succession of problems – in the society as well as privately – that burden us and threaten the peace – both, our inner and the outer peace. Our country is changing for both, good and unfortunately also for bad.
Bei einigen Problemen fragen wir uns, wie sie jemals wieder geheilt werden können.
For some problems we ask ourselves, how can this ever be healed.
Sie können. Nämlich durch das Sühnopfer von Jesus Christus. Ich glaube, es wird immer wichtiger, dass wir uns zurückbesinnen auf diese große Gabe Gottes und richtige Schlussfolgerungen daraus ziehen.
It can – through the atonement of Jesus Christ. I believe it becomes more and more important, to reflect on this great gift of God and draw the right conclusions.
In der Adventszeit habe ich im Auto oft dieses wunderbare Werk von Georg Friedrich Händel angehört, in dem Jesaja 9:5 uns auf einzigartige Weise nahe gebracht wird. Es ist Teil des Oratoriums „Der Messias“, das Händel selbst als seine Auferstehung bezeichnete.
During the Christmas season I have listened a lot to the wonderful hymn written by Georg Friedrich Handel, which brings us closer to Isaiah 9:6. It is part of „The Messiah“ which Handel himself called his resurrection.
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;“
In the King-James Bible, Isaiah 9:6:
„For unto us a child is born, unto us a son is given: and the government shall be upon his shoulder: and his name shall be called Wonderful, Counsellor, The mighty God, The everlasting Father, The Prince of Peace.“
Ein weiteres Lied, dass ich mir ständig angehört habe, beschreibt die Feierlichkeit der Geburt von Jesus Christus – die Heilige Nacht. Geist und Zeugnis dieses Liedes sprechen für sich selbst.
Another hymn I have listened to a lot describes the solemnity of the birth of Jesus Christ – the Holy Night. Spirit and Testimony of this hymn speak for itself.
Ich musste dabei auch an eine Schriftstelle in Lehre und Bündnisse Abschnitt 88 denken.
I also thought about a scripture in Doctrine and Covenants, section 88.
Auszug aus Vers 104: „—denn jedes Ohr wird vernehmen, und jedes Knie wird sich beugen, und jede Zunge wird bekennen, wenn sie den Ton der Posaune hören, nämlich: Fürchtet Gott, und gebt ihm die Ehre, der auf dem Thron sitzt, für immer und immer; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“
From verse 104: „—for every ear shall hear it, and every knee shallbow, and every tongue shall confess, while they hear the sound of the trump, saying: Fear God, and give glory to him who sitteth upon the throne, forever and ever; for the hour of his judgment is come.“
Wir alle werden Ihm begegnen, denn Er ist für alle Menschen in die Welt gekommen, hat für alle gelitten und ist für alle auferstanden. Sein Sühnopfer ist nicht selektiv und deshalb ist auch Seine Botschaft für jedermann gültig.
We all will encounter Him for He came into the world for all of us, suffered for all of us and he is risen from the dead. His antonement is not selective as thus, His message is valid for all of us.
Ich liebe die Beschreibung vom Erscheinen Jesu Christi bei den Nephiten, wie es im Buch 3. Nephi im Buch Mormon zu lesen ist.
I love the record of Jesus Christ´s appearance among the Nephites as we read it in 3rd Nephi, in the Book of Mormon.
3. Nephi 11:9-17: „Und es begab sich: Er streckte seine Hand aus und sprach zum Volk, nämlich:
Siehe, ich bin Jesus Christus, von dem die Propheten bezeugt haben, er werde in die Welt kommen.
Und siehe, ich bin das Licht und das Leben der Welt; und ich habe aus jenem bitteren Kelch getrunken, den der Vater mir gegeben hat, und habe den Vater verherrlicht, indem ich die Sünden der Welt auf mich genommen habe; und darin habe ich den Willen des Vaters in allem von Anfang an gelitten.
Und es begab sich: Als Jesus diese Worte gesprochen hatte, fiel die ganze Menge zur Erde; denn sie erinnerten sich, daß es unter ihnen prophezeit worden war, Christus werde sich ihnen nach seiner Auffahrt in den Himmel zeigen.
Und es begab sich: Der Herr sprach zu ihnen, nämlich:
Erhebt euch, und kommt her zu mir, daß ihr eure Hände in meine Seite legen und auch, daß ihr die Nägelmale in meinen Händen und in meinen Füßen fühlen könnt, damit ihr wißt, daß ich der Gott Israels und der Gott der ganzen Erde bin und für die Sünden der Welt getötet worden bin.
Und es begab sich: Die Menge ging hin und legte ihre Hände in seine Seite und fühlte die Nägelmale in seinen Händen und in seinen Füßen; und dies taten sie und gingen einer nach dem anderen hin, bis sie alle hingegangen waren und mit eigenen Augen sahen und mit eigenen Händen fühlten und mit Gewißheit wußten und Zeugnis gaben, daß er es war, von dem die Propheten geschrieben hatten, er werde kommen.
Und als sie alle hingegangen waren und sich selbst überzeugt hatten, riefen sie einmütig aus, nämlich:
Hosanna! Gesegnet sei der Name des Allerhöchsten Gottes! Und sie fielen nieder zu Jesu Füßen und beteten ihn an.“
3 Nephi 11:9-17: „And it came to pass that he stretched forth his hand and spake unto the people, saying: Behold, I am Jesus Christ, whom the prophets testified shall come into the world. And behold, I am the light and the life of the world; and I have drunk out of that bitter cup which the Father hath given me, and have glorified the Father in takingupon me the sins of the world, in the which I have suffered the will of the Father in all things from the beginning. And it came to pass that when Jesus had spoken these words the whole multitude fell to the earth; for they remembered that it had been prophesied among them that Christ should show himself unto them after his ascension into heaven. And it came to pass that the Lord spake unto them saying: Arise and come forth unto me, that ye may thrust your hands into my side, and also that ye may feel the prints of the nails in my hands and in my feet, that ye may know that I am the God of Israel, and the God of the whole earth, and have been slain for the sins of the world. And it came to pass that the multitude went forth, and thrust their hands into his side, and did feel the prints of the nails in his hands and in his feet; and this they did do, going forth one by one until they had all gone forth, and did see with their eyes and did feel with their hands, and did know of a surety and did bear record, that it was he, of whom it was written by the prophets, that should come. And when they had all gone forth and had witnessed for themselves, they did cry out with one accord, saying: Hosanna! Blessed be the name of the Most High God! And they did fall down at the feet of Jesus, and didworship him.“
Jedes Mal, wenn ich das lese, spüre ich wie der Heilige Geist mir Bestätigung gibt und ich bin tief bewegt.
Wie werden wir uns fühlen, wenn wir ihm begegnen? Wie verändert uns diese Erkenntnis? Was werden wir in Zukunft tun?
Every time I read this I feel the witness of the Holy Ghost, and I am deeply moved. How will we feel when we meet Him? How this knowledge change us? What are we going to do in the future?
Ich habe diese Woche den zynischen Kommentar eines deutschen Kabarettisten gelesen, der sich darüber lustig machte, wie einfältig Menschen sein müssen, die an ein Zweites Kommen von Jesus Christus glauben oder gar an ein Sühnopfer und eine Auferstehung. Nun, ich nehme es ihm nicht übel. Woher soll er es besser wissen? Es ist nicht die Botschaft, die wir in der Prime Time in den Nachrichten hören oder sehen. Man muss danach suchen, nachdenken, beten und anwenden, dann wird man sie finden.
I read some cynical remarks of a German comedian this week, ridiculing people who have faith in Jesus Christ, His second coming, His atonement and resurrection. I don´t feel offended by the guy´s position. How could he know better? It´s not the message we see or hear in the prime time news. One has to seek, ponder, pray and apply – then it can be found.
Zu Weihnachten gebe ich Zeugnis von der heilenden Macht des Sühnopfers Jesu Christi. Sie bewirkt in der Regel nicht, dass Sorgen und Probleme auf magische Weise verschwinden (obwohl das ab und zu geschieht). Die heilende Macht des Sühnopfers bewirkt, dass Menschen mit Glauben, Nächstenliebe und Rechtschaffenheit handeln. Sie hilft, mit Problemen umzugehen, sie zu verstehen, zu heilen und weniger neue Probleme zu schaffen.
At Christmas, I bear witness of the healing power of the atonement of Jesus Christ. It usually doesn´t make problems disappear in a magic way (well, it sometimes happens). The healing power of the atonement changes individuals to act with faith, charity and in righteousness. It helps to deal with problems, understand them, to heal and not to create new problems.
Herzlichen Dank allen Freunden, Kollegen und meiner Familie für die Unterstützung, Freundschaft, Liebe und Zuneigung, von der ich dieses Jahr mehr empfangen habe, als ich geben konnte. Ich bin dafür sehr dankbar.
Christmas music with family and friends in our home last night
I would like to thank all friends, co-workers and my family for all the support, friendship, love and affection I have received much more this year than I could give back. I´m very grateful for it.
Letzten Samstag ist Sister Sophie Merkel aus der Gemeinde Hof von ihrer Mission aus Laie, Hawaii zurückgekehrt.
Ich war am Sonntag in der Gemeinde, um ihre Homecoming Ansprache zu hören und sie natürlich ehrenvoll von ihrer Berufung zu entlassen.
Es war ein tolles Erlebnis. Sister Merkel´s Gedanken und Erlebnisse haben mich stark beeindruckt und bewegt, vor allem ihr Zeugnis von Jesus Christus. Selbstverständlich begann sie ihre Ansprache mit einem „Aloha“ 🙂
Der Gottesdienst fand zweisprachig statt. Für mich war es eine Premiere, meine Ansprache sowohl in Deutsch als auch in Englisch zu geben. Für die Hofer ist es schon fast Routine, und es hilft den anwesenden Flüchtlingen, die Englisch sprechen, dem Gottesdienst zu folgen.
Sophie, alles Gute, viel Erfolg und den Segen Gottes für deinen weiteren Lebensweg.
The Merkel Family reunited – vielen Dank für alles, was ihr für eure kleine Gemeinde tut !
Eine unserer Traditionen in der Weihnachtszeit ist ein Besuch in Seiffen. Wir machen das schon sehr viele Jahre und es ist immer wieder schön. Seiffen ist für uns einfach das Weihnachtsdorf.
Heute war es wieder soweit und wir hatten viel Freude.
Hier sind ein paar Impressionen.
Umgebung von Seiffen Blick auf die Kirche Unsere Enkelin hat sich Freunde gesucht 🙂