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Himmelfahrt 2016

Zu Himmelfahrt haben die jungen Damen und die jungen Männer unseres Pfahles immer eine besondere Aktivität. Die Jungs trafen sich in Wulfen bei Köthen für eine längere Radtour, die an zwei Tagen über 160 km führte – sicher sehr strapaziös für untrainierte Gesäße. 🙂

Die Mädchen waren im Schullandheim in Netzschkau im Vogtland mit dieser tollen Aussicht auf die Göltzschtalbrücke, die größte, aus Ziegeln erbaute Eisenbahnbrücke der Welt.

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Beide Gruppen hatten mich eingeladen, über ein wichtiges Thema zu sprechen. Das habe ich Mittwochabend vor Himmelfahrt in Wulfen und Freitagabend nach Himmelfahrt in Netzschkau getan.

Wir können nicht tatenlos zusehen, wie schlechte Dinge in der Gesellschaft „normalisiert“ werden, nur weil es vielen Menschen an Disziplin, Verantwortungsbewusstsein, Glauben oder auch nur schlicht an der Einsicht fehlt, etwas dagegen zu tun. Zu viele unserer jungen Leute sind suchterzeugenden Einflüssen ausgesetzt, viele schon im Kindesalter in der Schule oder im Freundeskreis. Wir adressieren alle Dinge, die zum Wort der Weisheit gehören, durchaus deutlich, so dass jedes Kind in der Primarvereinigung die Gefahren von Alkohol, Nikotin und Drogen kennt und nicht unwissend diesen Gefahren ausgesetzt wird.
Ganz anders sieht die Sache bei anders gearteten Drogen aus, die man nicht trinkt, raucht oder kifft, die aber viel leichter zu bekommen sind und genau die gleichen oder noch schlimmere Abhängigkeiten erzeugen können. Sie ziehen Folgen nach sich, die Kinder oder Jugendliche, wenn sie damit konfrontiert werden, nicht im Geringsten einschätzen können.

Einige dieser leicht zugänglichen „Drogen“ sind Pornographie, Spielsucht und Flucht in virtuelle Welten.

Eltern haben oft keine Ahnung, was wirklich passiert oder sind unsicher, wie sie solche Probleme ansprechen oder lösen können. Auch in unseren Gemeinden wird oft nicht klar genug darüber aufgeklärt und Hilfe angeboten.

Ich habe in beiden Vorträgen kein Blatt vor den Mund genommen und an den Reaktionen gemerkt (sowohl von Jugendlichen als auch von Eltern, die sich danach bei mir bedankt haben), dass es erstens richtig war, Klartext zu reden – auch wenn es anstrengend ist und zweitens, dass wir noch viel konsequenter an dem Thema dran bleiben müssen. Das werden wir auch tun.

Am wichtigsten ist aber, dass wir die Betroffenen bedingungslos lieben. Dazu ist das Evangelium Jesu Christi sehr klar. Ohne Liebe kann nichts bewirkt werden.

Am Beispiel der Pornographie habe ich eine Präsentation zusammengestellt, die ich nach einer Anti-Pornographie Website „Fight the new drug“ genannt habe. Man kann sicher daran noch einiges verbessern. Ich habe bei den Vorträgen einiges gelernt, wie man sich noch klarer ausdrücken kann (die Mädchen haben als erste davon profitiert) und welches Material man noch benutzen könnte.

Hier sind einige Auszüge. Am Schluss gibt es einen Link für alle, die die Präsentation downloaden wollen.

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Link zum Video: http://www.overcomingpornography.org/individuals?lang=deu

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Link zum Video: http://www.overcomingpornography.org/spouses-and-families?lang=deu

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Es gibt Hilfe und Umkehr

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Download der Präsentation (im Powerpoint Format):

Fight the new drug

Pornography is harmful

Vielen Dank, Robert, für diesen Link:
http://www.fightthenewdrug.org/

Die Message auf diesen Seiten ist sehr wichtig. Ich habe in meiner kirchlichen Arbeit leider viel zu häufig mit den Folgen dieses Übels zu tun – mit Leuten in allen Altersgruppen, denen bewusst geworden ist, dass sie unter einem zwanghaften Verhalten leiden, das ihre Fähigkeit, Liebe und Mitgefühl für andere zu empfinden sehr oft stark beeinträchtigt und das sich nicht einfach abschalten lässt, weil es eben eine Sucht ist.
Das ist nur die Spitze des Eisberges. Die Zerstörung von Familien, der Verlust von Glaube und der Führung durch den Heiligen Geist, Gewalt, Verschwendung von Zeit und Geld, die meist unbewusste Unterstützung krimineller Organisationen und vieles mehr haben wir damit noch nicht einmal ansatzweise erwähnt.
Es ist mir unbegreiflich, dass dieses Problem zunehmend verharmlost wird, was aber offensichtlich mehr und mehr mit vielen Übeln (einschließlich der Legalisierung von Drogen) geschieht, die extrem hohe Profite abwerfen.
Rechtfertigungen und Beschönigungen werden uns als Gesellschaft leider nicht von den langfristigen Folgen befreien. Klingt etwas fatalistisch, ist aber nicht vermeidbar, es sei den viele Menschen beginnen umzudenken.
Jeder einzelne, dem klar wird, dass sich daran etwas ändern muss und  der Hilfe sucht, tut sich, seiner Familie und seiner Umgebung einen großen Gefallen.
In der Kirche machen wir gute Erfahrungen mit dem Genesungsprogramm für Suchtkranke (Addicition Recovery Program – ARP). Dieses Programm adressiert den geistigen Teil von Süchten auf wirkungsvolle Weise. In vielen Fällen sind sicher zusätzliche Therapien notwendig, aber ARP ist ein guter Begleiter für jeden, der sich von einer Sucht befreien möchte oder muss.

Links zum ARP:
http://addictionrecovery.lds.org/addiction-recovery-program-guide?lang=eng

http://www.lds.org/church/news/addiction-recovery-program-brings-individuals-to-christ?lang=deu

http://www.lds.org/church/news/addiction-recovery-program-calls-for-stories-of-recovery-and-healing?lang=deu

Vortrag Silvester-Jugendtagung 2013 in Zwickau

Ich habe zum Auftakt der diesjährigen Silvester-Jugendtagung für die 14-18-jährigen in Zwickau einen Vortrag gehalten (oder wie wir es in der Kirche nennen – eine Fireside abgehalten 🙂 ), in dem ich ein paar schwierige Themen angesprochen habe, die zu selten direkt adressiert werden.

Die Reaktionen haben mir gezeigt, dass diese Probleme sehr ernst genommen werden sollten, auch wenn sie unbequem sind.

Für alle Interessierten habe ich die Folien als PPTX und PDF unter www.pfahl-leipzig.de im Ordner Jugend abgelegt. Es fehlt zwar der verbale Kontext, z.B. warum ich am Anfang das Beispiel aus dem 2. Weltkrieg gewählt habe etc., aber wer möchte, kann bei mir nachfragen.