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Das Abendmahl. Danke, Elder Holland.

Es ist erstaunlich, welch allerlei merkwürdige Dinge vor und zu Ostern in deutschen Medien über Jesus Christus geschrieben wurden. Einige Autoren schaffen sich einen Jesus, der ihrem eigenen (und mit Jesus Christus nur schwerlich kompatiblen) Weltbild entspricht. Andere orakeln darüber, was Jesus wohl heute gut und weniger gut finden würde.

Das alles hat wenig mit Jesu Christi Aussage gleich zu Beginn seines Hohepriesterlichen Gebetes im Garten Gethsemane zu tun: „Und das ewige Leben zu haben heißt, dich zu kennen, den einzigen wahren Gott, und den zu kennen, den du gesandt hast, Jesus Christus.
Johannes 17:3 NGU2011
https://bible.com/bible/108/jhn.17.3.NGU2011

comeuntochrist.org

Um zu erkennen, was Jesus heute gut finden würde, muss man nicht orakeln, sondern man muss eigentlich nur die vier Evangelien im Neuen Testament lesen, die (auch durchaus unbequemen) Lehren auf sich selbst beziehen und Schritt für Schritt im persönlichen Leben anwenden.

Der daraus folgende Prozess ist mit dem Weg des geringsten Widerstandes, dem Abwählen dringendst notwendiger Werte und der sich leider ausbreitenden Einstellung, Eigenverantwortung und die Schuld an gesellschaftlichen Problemen an Regierungen, Organisationen oder irgendjemand anderen abzuschieben, nicht vereinbar. Er kann mühsam sein und erfordert persönliche Konsequenzen, aber es gibt unzählige Hilfen und einzigartige Perspektiven, die sich erschließen, wenn man wirklich daran arbeitet, Gott und Seinen Sohn Jesus Christus zu erkennen.

Elder Jeffrey R. Holland vom Rat der Zwölf hat vor zwei Wochen zur Generalkonferenz eine weitere seiner epochalen Ansprachen gegeben, in der er auf beeindruckende Art und Weise die Bedeutung des Sühnopfers Jesu Christi und des Abendmahls erläutert hat. Er hat ebenfalls darüber gesprochen, wie wir teilweise oberflächlich, leichtfertig und unangebracht mit der Heiligkeit und Würde des Sühnopfers und dem Gedenken daran beim Abendmahl umgehen.

Diese Worte waren wirklich überfällig und sollten ständig wiederholt werden, bis sie wirklich in unseren Gemeinden verstanden werden.

Ansprache im Original:

https://youtu.be/9xq2pVi9FTE

Deutsche Übersetzung:

https://youtu.be/QBbRmeRaTec

Elder Holland:

Am Ende seines kurzen irdischen Wirkens bereitete dieses reinste aller Paschalämmer seine Jünger auf seinen Tod vor. Dazu führte der Herr das Abendmahl ein, eine persönlichere Form der heiligen Handlung, die gleich nach Verlassen des Gartens von Eden eingeführt worden war. Es sollte nach wie vor eine Opfergabe dargebracht werden, etwas, was wirklich ein Opfer darstellte, doch dies sollte eine viel tiefere symbolische Bedeutung haben, viel mehr zur inneren Einkehr anregen und persönlicher sein als das Vergießen des Blutes eines erstgeborenen Lammes. Den Nephiten sagte der Erretter nach seiner Auferstehung:
„Ihr sollt mir nicht länger Blutvergießen opfern …
Ihr sollt mir als Opfer ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist darbringen. Und wer mit reuigem Herzen und zerknirschtem Geist zu mir kommt, den werde ich mit Feuer und mit dem Heiligen Geist taufen …
Darum kehrt um … und lasst euch erretten.

Ich finde es sehr wohltuend, dass das Abendmahl jetzt noch mehr Betonung in unseren Gottesdiensten findet. Ich erinnere mich an einen Gottesdienst in Leipzig mit beiden Gemeinden zusammen, wo das Abendmahl fast die Hälfte der Zeit eingenommen hat. Ich habe selten mehr Andacht und Ehrfurcht erlebt.

Dabei sind diese beiden Punkte leider zu oft ein wunder Punkt, wie Elder Holland zutreffend formuliert hat. The Ox is too often in the mire.

Elder Holland:

Meine lieben Brüder und Schwestern, wir haben jetzt den spannenden neuen Schwerpunkt, verstärkt das Evangelium zuhause zu lernen, aber wir dürfen keinesfalls vergessen, dass uns ebenso nach wie vor geboten ist, „an meinem heiligen Tag ins Haus des Betens [zu] gehen und deine heiligen Handlungen dar[zu]bringen“. Die Veränderungen an den Sonntagsversammlungen sollen uns nicht nur Zeit für mehr Anleitung im Evangelium daheim verschaffen, sie sollen auch den Versammlungsablauf dahingehend vereinfachen, dass das Abendmahl des Herrn als der heilige, herausragende Höhepunkt unserer wöchentlichen Gottesverehrung entsprechend in den Mittelpunkt rückt. Wir sollen auf die persönlichste Art, die uns möglich ist, daran denken, dass Christus an einem gebrochenen Herzen starb, als er ganz allein die Sünden, den Kummer und das Leid der gesamten Menschheit auf sich nahm.
Und da auch wir diese verhängnisvolle Last mitverschuldet haben, verlangt ein solcher Augenblick unsere Achtung. Deshalb halten wir Sie dazu an, rechtzeitig und andächtig zum Gottesdienst zu kommen und sich passend für die Teilnahme an einer heiligen Handlung zu kleiden. …

Was die Pünktlichkeit anbelangt: Die lieben Mütter, die mit Kindern, Knabberkram und Windeltaschen beladen etwas chaotisch ankommen und froh sind, dass sie es überhaupt geschafft haben, werden stets liebevoll etwas später eingelassen werden. Außerdem wird es einige geben, die unweigerlich am Sonntagmorgen feststellen, dass ihr Ochse in den Brunnen gefallen ist. Dieser Gruppe sagen wir jedoch: Wenn Sie deshalb gelegentlich zu spät kommen, ist das verständlich, doch wenn der Ochse jeden Sonntag in den Brunnen fällt, empfehlen wir Ihnen dringend, entweder den Ochsen zu verkaufen oder den Brunnen aufzufüllen.

Mit der gleichen Absicht möchten wir als Apostel darum bitten, den Lärmpegel in den heiligen Räumen unserer Gebäude zu senken. Wir unterhalten uns gerne miteinander, und das sollen wir auch – das ist mit das Schöne am Kirchenbesuch –, doch dies darf nicht in Räumen stattfinden, die speziell der Gottesverehrung gewidmet sind. Ich fürchte, dass Besucher, die nicht unserer Kirche angehören, entsetzt sind angesichts unserer zuweilen lautstarken Ehrfurchtslosigkeit an einem Ort, der Gebet, Zeugnisgeben, Offenbarung und Frieden vorbehalten sein sollte. Vielleicht ist der Himmel auch ein wenig entsetzt.

Als altgedienter Organist, der versucht, vor dem Beginn des Gottesdienstes eine ehrfurchtsvolle Atmosphäre, die den Heiligen Geist einlädt, zu schaffen, sehe ich es mit einem weinenden Auge, wie viele diese Atmosphäre durch Gedankenlosigkeit verpassen oder gar stören.

Vor einigen Monaten war ich im Rahmen der Wiedereinweihung des Gemeindehauses in Leipzig für eine Orgelandacht eingeteilt. Als ich die Kapelle betrat, saßen etliche Leute aus der Umgebung still und erwartungsfroh in den Reihen. Unruhe haben nur unsere Mitglieder verbreitet. Einige, die zu spät waren, kamen sogar zu mir an die Orgel, um mir die Hand zu schütteln. Es war gut gemeint und irgendwie auch symptomatisch, aber leider unangebracht. Es ist genau das, was Elder Holland angesprochen hat. Das wiederhergestellte Evangelium hat eine enorme Kraft. Leider schwächen wir sie manchmal unnötigerweise oder nehmen davon weniger in Anspruch als wir könnten – nicht in schlechter Absicht, sondern aus Gedankenlosigkeit und manchmal auch einer Portion Ignoranz.

Vielen Dank, Elder Holland, für die klaren Worte.

Auf heiligem Boden, Ölberg vor 10 Jahren.

Karfreitag 2018 – Impressionen

Ich habe nächsten Dienstag beruflich in Barcelona zu tun. Esther und ich haben die Gelegenheit genutzt, sind schon gestern Abend geflogen und verbringen das Osterwochenende gemeinsam hier. Wir haben ein kleines, preisgünstiges aber trotzdem gutes Hotel, abseits vom Trubel der Innenstadt gefunden und genießen die Zeit zusammen, von der es dieses Jahr noch nicht viel gab.

Unsere erste Station heute morgen war die Sagrada Familia – ein sehr passender Ort am Karfreitag und für das Gedenken an das Sühnopfer Jesu Christi.

Für mich gehört diese seit über 120 Jahren im Bau befindliche Kirche zu den großartigsten Bauwerken auf der gesamten Welt. (Eigentlich ist es meine Nummer 1.) Ich habe heute zum dritten Mal davorgestanden und jedes Mal packt es mich wieder mit voller Wucht. Antoni Gaudi, du Genius, hätten doch mehr Menschen deine Ehrfurcht vor dem Erretter und deinen Weitblick. Wie hat er so schön gesagt, auf die Frage, wann denn sein Bauwerk einmal fertiggestellt sein wird und wohlwissend, dass er es bei weitem nicht erleben würde: Mein Auftraggeber da oben hat alle Zeit und Geduld der Welt …

Seine Nachfolger leisten exzellente Arbeit. Es wird noch Jahre brauchen, bevor alle 18 Türme stehen werden, die Jesus Christus, seine Mutter Maria, die vier Evangelisten und die zwölf Apostel symbolisieren. Ich hoffe, wir können von Zeit zu Zeit zurück kommen und uns wieder inspirieren lassen.

Danke, Antoni Gaudi.

Hier sind noch ein paar Impressionen. Viel Freude damit.

Ostern 2018

Wann war Christus für mich da? Die Kirche regt an, jetzt vor Ostern, über diese Frage nachzudenken und andere zum Nachdenken einzuladen.

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http://www.kirche-jesu-christi.org/eine-botschaft-zu-ostern-jesus-christus-ist-immer-fur-dich-da?lang=deu-de

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Ich habe darüber nachgedacht und fühle mich ihm deshalb umso näher. Wann war er für mich und meine Frau und unsere Familie da?

Als wir um unsere Väter getrauert haben. Als zwei unserer Kinder nicht lebend geboren wurden. Als wir uns gefunden haben. Als wir entschieden haben, unser Leben gemeinsam zu gestalten. Als wir Bündnisse eingegangen sind. Bei unzähligen wichtigen Entscheidungen. Wenn wir für unsere Kinder und Enkel beten. Wenn wir für viele andere beten, an die wir denken und für die wir etwas tun möchten. Wenn wir es dann auch tun. Wenn es uns nicht gut geht. Wenn es uns gut geht. Wenn wir uns freuen. Wenn wir traurig sind. Wenn wir ihn spüren. Wenn es Probleme zu lösen gibt. Wenn wir versuchen, seinem Beispiel zu folgen. Wenn wir Fehler korrigieren und umkehren wollen. Wenn wir unseren Gott verehren und Ihm dienen. Wenn wir uns bemühen, Liebe zu geben.

Ich bin dankbar für mein Verständnis vom Sühnopfer Jesu Christi und dass es darüber noch viel zu lernen gibt.

https://www.mormon.org/deu/ostern

Ich lade alle Leser und Freunde ein, diese Botschaft zu teilen. Heute im Radio habe ich jemanden darüber reden hören, wie sehr unsere, aus den Fugen geratene, Welt die wahre Bedeutung von Ostern braucht. Er thematisierte das Paradoxon, dass sich viele Menschen von dem abwenden, was ihnen eigentlich helfen kann, ein ausgeglicheneres Leben mit mehr Hoffnung und weniger Zynismus zu führen.

Ein frohes Osterfest und am Osterwochenende eine gute Generalkonferenz.

Veranstaltungen mit dem Autorenpaar Terryl und Fiona Givens

Am 16., 17. und 18. März haben wir im Pfahl Leipzig das Autorenehepaar Terryl und Fiona Givens zu Gast und laden zu Veranstaltungen in Leipzig (16.3., 19:30 RIZ Hainstraße 6), Zwickau (17.3., 11:00 Gemeindehaus Gellertstraße) und Chemnitz (18.3., 18:00 Gemeindehaus Stelzendorfer Straße) ein.

Ich möchte dafür ausdrücklich Werbung machen und die Leser zum Teilen der Information auffordern. Ich habe mich mit der Literatur der beiden ziemlich intensiv beschäftigt und verspüre eine überaus große Übereinstimmung, wie sie sich, wie ich meine, äußerst wichtigen Themen der Religiösität nähern.

Mit großem Einfühlungsvermögen und Verständnis für die vielfältigen Fragen und Probleme, denen man im Glauben an Gott begegnet, geben sie Antworten oder regen einfach zum Nachdenken an. Das alles in einer wunderbaren Ausdrucksform, gewiss anspruchsvoll, aber sehr berührend und ansprechend sowohl für jung und alt.

Der Untertitel zu ihrem Buch „The God Who Weeps“ (Der Gott der weint) lautet: „How Mormonism makes sense of life“ – also wie unsere Religion in unserem Leben einen tiefen Sinn ergibt. Es ist eine Einladung, Aspekte des Glaubens zu entdecken oder wiederzuentdecken, die im Alltagsstress oder der allgemeinen Informations- und Meinungsflut oft verloren gehen

Viele Rezensenten schreiben, dass die Bücher hervorragend für die Lehrprogramme der Kirche geeignet sind. Dem möchte ich zustimmen.

Vor kurzem hatte ich ein längeres Telefongespräch mit Schwester Givens (die übrigens sehr gut deutsch spricht), das uns beiden viel Freude gemacht hat. Ich freue mich auf die Veranstaltungen, die zu den Höhepunkten in unserem Pfahl dieses Jahr gehören.

Herzlich willkommen. Ich würde mich freuen, wenn viele unserer Einladung folgen.

Selbstverständlich wird alles ins Deutsche übersetzt, und es wird auch einen Imbiss geben.

Weihnachts- und Neujahrsbotschaft

Weihnachts- und Neujahrsbotschaft des Pfahlpräsidenten
Pfahl Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

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Hohenstein-Ernstthal, Weihnachten 2017

An alle Mitglieder des Pfahles Leipzig
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde,

dieses Jahr ist es spät geworden, Beruf und Berufung haben ihren Tribut an Kraft und Zeit gefordert. Ich möchte es trotzdem nicht versäumen, mich persönlich mit einigen Gedanken an Sie zu wenden.

Zuerst möchte ich meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, für die vielen großartigen Dinge, die in unserem Pfahl geschehen und für die Menschen, die dahinter stehen. Ich müsste eine lange Liste füllen, um jedem gerecht zu werden. Danke für alle, die sich um Frieden und Geistigkeit in den Gemeinden sorgen; für die, die ihre Zeit und Talente einsetzen, um lebendige Gemeinden und einen lebendigen Pfahl zu pflegen; alle, die im Tempel dienen; alle, die mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und unseren älteren Geschwistern zusammenarbeiten; alle, die wertvolle Arbeit leisten, die oft nicht gesehen wird. Ich möchte den Besuchslehrerinnen und Heimlehrern danken, die sich um die ihnen anvertrauten Familien kümmern. Danke an alle, die zuhören, vergeben, da sind wenn sie gebraucht werden, Liebe zeigen, Zeugnis geben, die Missionsarbeit unterstützen, gedankenvoll am Abendmahl teilnehmen und mit frohem Herzen dienen. Nicht die Menge an Zeit, Mitteln und Fähigkeiten, die wir für den Herrn und unseren Nächsten aufwenden, ist entscheidend, sondern vielmehr unsere Gefühle, unser Herz, unsere Beweggründe.

Ich diene jetzt im neunten Jahr in meiner Berufung und erhalte von Ihnen unzählige wertvolle Impulse, die es mir leichter machen, meine Aufgaben zu erfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Liebe.

Ich möchte allen Mut machen, die in diesen Tagen voller Sorgen sind, sich allein oder nicht verstanden fühlen, an sich selbst, an Gott oder der Welt zweifeln. Ich möchte Ihnen bezeugen, dass der Erretter, an dessen Geburt wir in diesen Tagen besonders denken, für diesen besonderen Zweck auf die Erde gekommen ist, um die Schmerzen, Sorgen, Krankheiten, den Kummer, das Elend und auch die Fehler und Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen. Oft verbinden wir Sein Sühnopfer nur mit Schuld und Sünde, vergessen dabei jedoch leicht, dass Sein Opfer einen viel größeren, allumfassenden Umfang hat und jeden von uns erreicht. Wir sind nicht allein. Jesus Christus gibt uns Hoffnung, wenn wir sein Opfer annehmen. Dies geschieht durch Glaube und Werke. Es geschieht, indem wir uns gegenseitig dienen, indem wir Hilfe leisten, aber auch Hilfe suchen und annehmen, wenn wir sie benötigen. Die Wolken um uns herum verdunkeln sich manchmal, aber es gibt immer ein Licht der Hoffnung.

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Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit einem Buch des großartigen Mormonengelehrten Stephen R. Covey beschäftigt, in dem es um die geistigen Wurzeln menschlicher Beziehungen geht und wie uns das Evangelium Jesu Christi dabei unterstützt, diese Wurzeln zu stärken.
Wir alle sehnen uns nach mehr innerer Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit. Diese Sehnsucht wird in Zukunft aller Voraussicht nach unter den Menschen weiter stark zunehmen.
Ich habe sieben Punkte gefunden, die uns auf der Suche danach helfen können.

  1. Ein geistig reiches Leben führen
    Viele Einflüsse, denen wir freiwillig oder auch unfreiwillig ausgesetzt sind, erreichen oft nicht einmal den Anspruch von Mittelmäßigkeit und unterstützen uns nicht, eine größere Nähe zu unserem Vater im Himmel aufzubauen. Wir können dafür sorgen, dass wir uns lieber mit Dingen umgeben, die unseren Sinn auf den wahren Zweck unseres Lebens lenken, uns erbauen und unseren Glauben stärken. Ein wichtiger Bestandteil dabei sind die Heiligen Schriften, das Gebet, die regelmäßige Teilnahme am Abendmahl und die Sabbatheiligung.
  2. Die Familie
    Wir können uns alle bewusster emotionale Sicherheit geben, sowohl in der Familie als auch in unserem Umfeld, indem wir versuchen viel besser zu verstehen, bevor wir uns Urteile bilden, indem wir lernen zu lieben und zu vergeben und nicht zu richten. Der ideale Ort das zu lernen, ist die Familie.
  3. Kraft in der Schöpfung Gottes finden
    Die Natur lehrt uns machtvolle Lektionen. Es ist erstrebenswert, lieber einmal öfter Fernseher, Computer oder Smartphone auszuschalten und stattdessen Zeit im Freien zu verbringen, uns zu bewegen, dabei nachzudenken und zu staunen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu innerer Ausgeglichenheit und Gesundheit.
  4. Neues Wissen erwerben
    Wir verlieren viel innere Sicherheit, wenn wir uns den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr gewachsen fühlen. Es ist nicht notwendig, dass wir mit allen Entwicklungen Schritt halten. Es wird uns aber helfen, wenn wir uns vornehmen, etwas Neues zu lernen, das für uns nützlich ist, z.B. eine Fremdsprache zu vertiefen, eine neue Fähigkeit zu entwickeln oder Wissen zu erweitern. Wir sollten es aber auf strukturierte Weise tun, damit wir Fortschritt erleben können, der uns motiviert nicht aufzugeben.
  5. Glauben wirklich leben
    Wenn wir genötigt sind, Dinge zu tun, die uns nicht am Herzen liegen, laufen wir Gefahr irgendwann auszubrennen. Im Gegensatz dazu bringen uns oft Dinge, die durchaus mit großer Mühe verbunden sind, große Freude, weil wir sie lieben. Wir können sorgfältiger entscheiden, welche Dinge uns heiligen und welche uns ausbrennen lassen. Damit wir dabei nicht in Beliebigkeit abdriften, ist es wichtig, dass wir dem Heiligen Geist gestatten, uns zu dabei zu führen.
  6. Durch inneres Wachstum Sicherheit gegenüber ständig wechselnden äußeren Umständen gewinnen
    Die Summe der genannten Punkte, wenn beständig angewandt, wird unseren Seelenfrieden unabhängiger von Ereignissen in der Welt oder dem Verhalten anderer Menschen machen. Wir können dadurch für viele Menschen ein Segen sein, weil wir optimistischer durch das Leben gehen.
  7. Das Leben und die eigenen Überzeugungen an Jesus Christus ausrichten
    Jesus Christus ist unser Erlöser. Er hat Sein Leben für uns alle gegeben. Niemand anders konnte das tun. Was braucht es mehr, um Ihn in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns zu stellen – Tag für Tag? Es ist wichtig, dass wir uns mit Ihm vertrauter machen, Ihm nachfolgen und Ihn nicht nach unserem Belieben umdefinieren.

Ich möchte Sie einladen, über diese Punkte in Ruhe nachzudenken und zu Ihren eigenen Entschlüssen zu kommen. Ich möchte Sie weiterhin einladen, auch im neuen Jahr im Werk des Herrn mitzuarbeiten. Lassen wir keinen Tag vergehen, an dem wir unsere Seelen nicht vor dem Herrn ausschütten für unser persönliches Wohlergehen und das unserer Nächsten, für die Führung, die wir in unserem Leben brauchen, um unserer Verantwortung gerecht zu werden und zu erkennen, wann und wie wir dem Herrn dienen können. Ich weiß aus eigenem Erleben und bin davon überzeugt, dass wir unschätzbar wertvolle Erfahrungen sammeln werden, wenn wir unseren Glauben beständig und konsequent leben – nicht als eine Bürde sondern als eine Lebenshaltung.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2018.

Liebe Grüße

Thomas Hengst
Pfahlpräsident

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Der Welt ein Licht

Ich finde diese Initiative unserer Kirche toll. Als ich mir die Anregungen für die Adventszeit durchgelesen habe, habe ich mir vorgenommen, so viel wie möglich davon umzusetzen und das Leben anderer Menschen auf positive Weise zu berühren.

Hier geht es zum Adventskalender: Der Welt ein Licht – 2017
Es ist eine gute Sache.

Ich war diese Woche auf Dienstreise in Dubai und China. Normalerweise ist es da nicht einfach, an solche Dinge zu denken. Man steht unter Stress in den Verhandlungen, hat zu wenig Schlaf und ist erschöpft von den Flügen und Autofahrten zwischen Kunden und Hotels.
Dennoch, so habe ich auch diese Woche wieder festgestellt, ist es trotzdem möglich, bewusst Gutes zu tun und dadurch jemand froher und ein wenig glücklicher zu machen.
Vor meiner Verhandlung mit einem Kunde in Dubai habe ich zum Vater im Himmel gebetet, mir zu helfen, geduldig und unverstellt freundlich zu bleiben, auch wenn diese Eigenschaften auf eine harte Probe gestellt würden. Es war eine harte Verhandlung und es ist noch nicht sicher, ob wir einen Auftrag gewinnen, aber alles lief in einer freundlichen und respektvollen Atmosphäre ab.
In Chengdu in China traf ich gestern unverhofft meinen guten alten Freund Professor Zhang Fengming wieder. Bei meinem allerersten Besuch in China in 2003 waren wir zusammen in Shanghai unterwegs. Daraus hat sich über die Jahre eine Freundschaft entwickelt. Es war sehr schön, gestern miteinander eine Weile zu sprechen – ein schönes Erlebnis in der Adventszeit. Wir haben beschlossen, uns demnächst wieder zu treffen.
Noch ein Erlebnis vom Rückflug von Shanghai nach München heute Nacht. Aus irgendwelchen Gründen funktionierte im Flugzeug das Entertainment System nicht, was leider bei vielen Passagieren zu Missstimmungen und bei einigen zu anmaßendem Verhalten führte. Man konnte die Anspannung der Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen mit Händen greifen. Als es Essen gab, machte eine Flugbegleiterin bei mir einen für mich unangenehmen Fehler. Ich konnte sehen, dass sie auf eine negative Reaktion von mir gefasst war. Es tat ihr und auch mir gut, dass ich positiv reagiert, mich bei ihr für ihre Arbeit und ihre Freundlichkeit bedankt und ihr versichert habe, dass es kein Problem gibt. Es ist oft so einfach, unfreundlich und aufgebracht auf Fehler, die nun mal passieren können zu reagieren und sie damit noch schlimmer zu machen. Aber es ist viel besser, einen Unterschied zu machen. Es war in der Folge schön zu sehen, dass viele Passagiere, ebenfalls freundlich waren und die Atmosphäre nicht von den Nörglern bestimmt werden konnte. Irgendwann funktionierte dann auch das Entertainment System wieder, was mir herzlich egal war. Ich benutze es sehr selten. 🙂

Allen Lesern eine schöne Adventszeit.

Fireside mit Savannah Stevenson

Am Freitag, den 15. September 2017 hatten wir die Freude, Savannah Stevenson aus London zu einer musikalischen Fireside in der Gemeinde Halle zu begrüßen.

Savannah Stevenson ist eine britische Schauspielerin und eine der bekanntesten Darstellerinnen des Londoner West Ends. Zuletzt spielte sie als Glinda in der Londoner Musicalproduktion von Wicked. Sie stellte außerdem Maria, die Mutter von Jesus, in den Bibelvideos der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dar.

Schwester Stevenson kam zusammen mit ihrem Ehemann Nathan Copier, der vor 15 Jahren als Missionar in der Leipzig Mission und unter anderem auch in Halle gedient hat. Nathan Schaumann, ein junger, begabter Pianist aus den USA, begleitete die Gesangsdarbietungen am Klavier. Als Gastgeber hatte ich die Ehre für Schwester Stevenson zu übersetzen.

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Im Namen der zahlreichen Besucher möchte ich mich für einen sehr schönen und vor allem auch bewegenden Abend bedanken. Es war ein besonderes geistiges Erlebnis – nicht nur wegen der hervorragenden Musik, sondern auch wegen der gesprochenen Worte. Besonders Schwester Stevenson´s Zeugnis vom Erretter hat mich sehr berührt.

Herzlichen Dank, Savannah Stevenson. 

Bedanken möchte ich mich auch bei Darren Ehlert und Bischof Jentzsch für die Organisation des Abends.

Für alle, die die Bibel Videos nicht kennen – sie sind auf Youtube, in der App Archiv Kirchenliteratur sowie auf Internetseiten der Kirche zu finden.

Bibel Videos der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in chronologischer Reihenfolge

Mehr unter www.mormonchannel.org

https://www.mormonchannel.org/watch/series/bible-videos/mary-the-mother-of-jesus