Schlagwort-Archive: Missionare

Sisters & Elders in September

Der vergangene Sonntag war ein sehr ereignisreicher Tag. Am frühen Morgen bin ich nach Berlin gefahren, um mich mit unserem zuständigen Gebietssiebziger und den anderen Pfahlpräsidenten sowie dem Missionspräsident der Berlin Mission zu treffen. Es war eine aufbauende Zeit. Ich liebe es, mit diesen guten Leuten zusammen zu sein. Man braucht das ab und zu, wenn man selbst am Ende einer Eskalationskette von Problemen steht und vieles auf einem abgeladen wird.

Danach bin ich nach Zwickau gefahren, wo ich die Ehre hatte, Elder Jared Müller und Elder Marius Vogel (beide aus der Gemeinde Zwickau) als Missionare einzusetzen. Elder Müller wird in der Moskau Russland Mission dienen, Elder Vogel in der Alpenländischen Mission.

Gestern, am Montagabend konnte ich Elder Kilian Böhm aus der Gemeinde Leipzig 2 als Missionar einsetzen. Er wird ebenfalls in der Alpenländischen Mission dienen.

Alle drei Einsetzungen waren etwas besonderes. Ich hatte das Gefühl, jedem ein paar sehr persönliche Dinge zu sagen.

Jared, Marius und Kilian, ihr habt euch eure Entscheidungen nicht leicht gemacht und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt, die nur diejenigen machen, die sich entschließen, sich selbst und eigene Interessen für eine Zeit lang zurückzustellen und stattdessen anderen Menschen und einer großartigen Sache zu dienen. Was für eine große Gelegenheit zu wachsen.

Danke für euer Vorbild für andere, die nach euch kommen.

Ich wünsche euch den Schutz und Segen des Himmlischen Vaters in den nächsten zwei Jahren.

Sisters & Elders again

Sonntag vor einer Woche hatte ich die schöne Aufgabe Sister Rosa Merkel aus der Gemeinde Hof als Missionarin in die Adria Süd Mission der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage zu berufen.

Rosa ist jetzt im MTC in Chorley, England und lernt fleißig Griechisch.

Für jeden unserer jungen Leute, die sich entscheiden, auf Mission zu dienen, ist dieser Entschluss von großer Tragweite. Es bedeutet für eineinhalb oder zwei Jahre auf viele Annehmlichkeiten zu verzichten, um etwas größeres zu erlangen. Ich bin stolz, auf jede junge Frau und jeden jungen Mann, die die dafür notwendigen inneren Auseinandersetzungen führen und sich dabei bemühen, den Rat Gottes für sich persönlich zu spüren. Das geschieht durch den Einfluss des Heiligen Geistes. Rosa hat damit besondere Erfahrungen machen dürfen, wovor ich großen Respekt habe.

Liebe Rosa, alles Gute auf deiner Mission in einem Gebiet mit so reicher Geschichte.

In den letzten Tagen und Wochen hatte ich die Ehre, Sister Linda Bauerfeind (Gemeinde Leipzig 2, gedient in der Madrid Spanien Mission), Elder James Vogel (Gemeinde Hohenstein-Ernstthal, gedient in der Alpenländischen Mission) und Elder Danilo Neukamm (Gemeinde Köthen, gedient in der Manchester England Mission) zu entlassen. Alle haben vorbildlich gedient und sind an ihre Limits gegangen. Herzlichen Dank an euch alle. Ich wünsche euch eine glückliche Zukunft und den Segen des Himmlischen Vaters.

Sisters, Elders und anderes

Etliche Leser haben sich schon bei mir „beschwert“, dass so lange nichts neues zu lesen war. Tatsächlich habe ich eine Menge Themen, aber in den letzten Monaten war einfach nicht genügend Zeit. So nach und nach möchte ich aber wieder in den Rhythmus der vergangenen Jahre zurückfinden.

Es gab genügend erwähnenswerte Ereignisse, z.B. das wunderbare Konzert des Utah Baroque Ensembles in unserem umgebauten Pfahlzentrum vor einigen Wochen. Es war die allererste Veranstaltung, noch vor Abschluss aller Restarbeiten.

Ich denke auch an die Abendmahlsversammlung, die ich mit dem Ensemble durchführen durfte. Es war die letzte Versammlung im Institutszentrum in der Hainstraße 6 in Leipzig (wir ziehen mit dem Zentrum in das Pfahlhaus in der Oeserstraße). Der Gottesdienst war für mich ein absolutes Highlight und hat mich sehr gestärkt.

In diesem Post möchte ich zwei junge Frauen erwähnen, die ich als Missionaren berufen durfte.

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Mit Sister Prisca Staiger (links) und Sister Janina Unger (rechts)

Die Berufung von Sister Staiger aus der Gemeinde Köthen liegt schon etliche Wochen zurück. Sie hat inzwischen das Missionary Training Center in Provo absolviert und dient nun in der Novosibirsk Russland Mission. Sie tritt damit in die Fussstapfen ihres Bruders, der vorher in dieser Mission gedient hat.
Prisca ist eine begnadete Fussballerin, die zugunsten ihrer Mission auf gute Angebote von Fussballvereinen verzichtet hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit, genauso wie ihr Verzicht, an Sonntagen Fussball zu spielen, weil ihr die Sabbatheiligung wichtiger ist, als der Sport. Dahinter steckt eine Haltung, die Respekt verdient.
Alles Gute in Russland, Prisca. Du wirst die Sprache packen und auch den sibirischen Winter. 🙂

Sister Unger aus der Gemeinde Zwickau wurde in die Jekaterinburg Russland Mission berufen. Ich habe sie vergangenen Sonntag eingesetzt. Es war eine „Outdoor“ Einsetzung bei wunderschönem Wetter und erträglichen Temperaturen. Sister Unger wird aus Visumsgründen zuerst für sechs Wochen in der Frankfurt Mission arbeiten,  danach ans MTC nach Provo und anschließend nach Russland gehen.
Janina hat viele Talente und ergreift oft die Initiative, um Dinge aktiv zu beeinflussen. Das wird ihr unter den besonderen Bedingungen in Russland helfen, wo Einfallsreichtum mindestens genauso wichtig ist wie feste Überzeugungen. Ich habe zur Einsetzung etwas über meine beruflichen Erfahrungen in Russland gesprochen, über die Wichtigkeit, die russische Seele zu verstehen – ein Schlüssel, um dauerhafte Freundschaften zu schließen und Herzen zu erreichen.
Liebe Janina, auch dir alles Gute in den kommenden 18 Monaten.

Möge der Herr euch beide reich segnen.

Auf Grund der DSVGO habe ich die Kommentarfunktion im Blog deaktiviert. Ich habe die Zustimmung der Personen auf den veröffentlichten Fotos.
Kommentare oder Fragen können mir gern per Email geschickt werden an thomas.hengst@t-online.de oder thhengst64@gmail.com.

 

Sisters & Elders Part 30

Die Pfahlkonferenz am vergangenen Wochenende war ein echter Höhepunkt. Ich war danach etwas geschafft, habe aber sehr viel gelernt und tiefe Eindrücke gewonnen. Vielen Dank an alle, die mich und meine Ratgeber unterstützt haben.

Ein weiteres schönes Ereignis fand am Montag letzte Woche statt. Ich hatte die Ehre, Sister Linda Bauerfeind als Missionarin in die Madrid Spanien Mission zu berufen. Sie wird dort in den nächsten 18 Monaten dienen und lernt jetzt bereits im MTC in Madrid fleißig Spanisch.

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Wir hatten eine gute Zeit im Heim von Asnath und Björn Bauerfeind, den Eltern von Linda. Wir sind seit acht Jahren, in denen Björn als mein Ratgeber mit mir zusammenarbeitet, eng verbunden. Ich liebe das Gemälde hinter uns auf dem Foto.

Linda, wir sind stolz auf dich und wünschen dir alles Gute und den Segen des Himmlischen Vaters.

Sisters and Elders Part 27 – 29

In den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit zum Bloggen. Es ist jetzt nicht wirklich besser geworden aber trotzdem ist es an der Zeit, drei junge Leute aus unserem Pfahl zu erwähnen, die kürzlich ihre Vollzeitmission begonnen bzw. beendet haben.

Elder Andreas Freitag aus der Gemeinde Erfurt hat im August seinen Dienst in der London England Mission angetreten. Ein kluger junger Mann mit dem ich interessante Gespräche hatte. Er wird in seiner Mission Menschen aus der ganzen Welt begegnen und viel Gelegenheit haben, sein Wissen und Zeugnis zu teilen.

Viel Erfolg, Elder Freitag. 

Ebenfalls im August kam Elder Bastian Staiger aus der Gemeinde Köthen aus der Novosibirsk Russia zurück. Vor zwei Jahren hatte er seinen Dienst in der Vladivostok Russia Mission angetreten. Während seiner Zeit traten in Russland Gesetze in Kraft, die den Schwerpunkt der Arbeit von Missionaren verändern und an die sich die jungen Volunteers genau halten müssen. 

Vielen Dank, Bastian für deinen ehrenvollen Dienst unter diesen veränderten Bedingungen. Du wirst die Zeit immer in Erinnerung behalten. Alles Gute für dein Studium und den Segen Gottes für deine Zukunft.

Schon seit einigen Monaten auf Mission ist Sister Eva Kallenborn aus der Gemeinde Jena. Sie dient in der London South England Mission. 

Ich erinnere mich gern an unsere Gespräche und die Einsetzung als Missionarin in ihrem Elternhaus in Lübbenau. Das war ein besonderes und schönes Erlebnis für mich, das ich nicht vergessen werde.

Alles Gute und viel Erfolg in England, Sister Kallenborn. 

Sisters und Elders Part 25

Ich bin gerade am Frankfurter Airport und habe noch etwas Zeit bis mein Flug nach Singapur startet. Ich möchte deshalb noch etwas nachholen, das längst überfällig war. Als ich Sister Elisa Jakobi am 13. Februar nach ihrer Mission aus ihrer Berufung entlassen habe, haben wir vergessen, ein Foto zu machen. Ich möchte aber diese Tradition beibehalten. Es ist mir wichtig, unseren Missionaren für ihren Dienst zu danken. Heute war ich in ihrer Gemeinde und wir haben mit 6 Wochen Verspätung das Foto gemacht. 🙂

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Elisa hat 18 Monate in der Calgary Alberta Mission in Kanada gedient und ihre Mission ehrenvoll beendet. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch bei dem es für mich sehr interessant war, von Elisa´s Erfahrungen in einem Gebiet zu hören, in dem die Kirche sehr stark ist. Es hat mir viel Ansporn gegeben.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Mitglieder dort mit den Missionaren zusammen arbeiten. Ich denke, wir können davon einiges lernen.

Elisa, ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensweg. Der Vater im Himmel möge dich reich segnen bei der Umsetzung deiner Lebensziele. Die Pfahlpräsidentschaft wird immer ein offenes Ohr für dich haben. Herzlichen Dank – auch dafür, dass du dich jetzt auch wieder im Pfahl engagierst.

 

Sister und Elders Part 26

Gestern Abend habe ich Elder James Vogel aus der Gemeinde Hohenstein-Ernstthal als Vollzeitmissionar eingesetzt. Er wird morgen in das MTC nach Chorley bei Preston reisen und danach zwei Jahre in der Alpenländischen Mission dienen. Ich freue mich sehr über James‘ Entschluss. Er hat sich so mit der Herausforderung auseinandergesetzt, wie es notwendig ist, um eine Entscheidung zu treffen, zu der man steht und Opfer zu bringen, ohne sich zu beklagen. Lieber James, dafür meinen vollen Respekt. Damit setzt du ein Zeichen für alle, die darüber nachdenken, eine Mission zu erfüllen. 

Die Fireside zur Einsetzung gestern Abend war sehr schön. Ich hoffe, sie hat dir noch einen zusätzlichen Schub an Kraft und Mut gegeben. 

Viel Spaß beim Erlernen der vielfältigen Dialekte in deinem Missionsgebiet. 🙂

Alles Gute für dich sowie den Schutz und Segen des Himmlischen Vaters wünschen dir alle, die dich kennen. 

Sisters und Elders Part 24

Gestern hatte ich die Ehre, Elder Alexander Plettig aus meiner Heimatgemeinde Hohenstein-Ernstthal von seiner Vollzeitmission zu entlassen.

Alex hat zwei Jahre in der Samara Russland Mission gedient, unter anderem in den Städten Kasan, Saratov, Orenburg und Togliatti. Keine leichte Aufgabe unter den speziellen Bedingungen in Russland, aber er hat es richtig gut gemacht. Wir haben uns in einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Russisch unterhalten. 🙂

Heute waren wir als Gemeinde im Freiberg Tempel – ein guter Ort für einen zurückgekehrten Missionar.

Lieber Alex, vielen Dank für deinen selbstlosen Dienst und alles Gute für das Masterstudium.

Sisters und Elders Part 23

Letzte Woche am Donnerstag habe ich Elder Samuel Jakobi aus der Gemeinde Leipzig 2 nach zwei Jahren ehrenvollen Dienstes in der Alpenländischen Mission als Missionar entlassen. 

Da ich zum Zeitpunkt seiner Berufung schon geblogt habe, gibt es also auch einen Post von diesem Ereignis. Siehe https://thomashengst.com/2014/08/31/sisters-und-elders-part-04/

Ich habe gerade noch einmal gelesen, was ich vor zwei Jahren geschrieben habe – und ja, er hat die Herausforderungen hervorragend gemeistert und ist mit ihnen, wie ich finde, enorm gewachsen.

Ein Missionars-Entlassungsgespräch ist auf vielfältige Weise eine interessante und sehr oft inspirierende Erfahrung. Mit Elder Jakobi war das am Donnerstag auf jeden Fall so. Wir haben uns relativ lange unterhalten und dabei sind mir viele Ideen für meine Arbeit in der Kirche gekommen. Besonders gut gefallen haben mir Elder Jakobi’s gut durchdachte Analysen und Schlussfolgerungen aus den Erfahrungen seiner Mission. Wir werden sicher einiges davon umsetzen. Es gibt nichts besseres als mit Herz und Verstand zu arbeiten und Überzeugungen auf diesen Grundlagen zu errichten. Schaltet man eines von beiden ab, fangen Dinge an, in falsche Richtungen zu laufen. 

Jeder zurückgekehrte Missionar steht vor der Herausforderung, so viele wie möglich der erworbenen Fähigkeiten weiterhin zu pflegen und nützliche Gewohnheiten beizubehalten, auch wenn sie Disziplin erfordern und nicht wirklich mit dem Zeitgeist kompatibel sind. Alte Probleme werden sich zu einem gewissen Grad mit der Zeit wieder melden, manche mit großem Nachdruck. Neue kommen dazu, aber ein Missionar sollte von Mission eine große Auswahl an Werkzeugen mitbringen, die man nach der Entlassung nicht weg wirft sondern benutzt.

Als Führungskraft in der Kirche ist es eine meiner wichtigsten Aufgabe, unsere jungen Leuten dabei zu unterstützen. Auch damit ist ein Lernprozess verbunden und man muss sich Zeit dafür nehmen, was nicht immer einfach ist.

Lieber Sammy, vielen Dank für deinen vorbildlichen Dienst in der Schweiz, Österreich und Süddeutschland. Viel Erfolg und Gottes Segen für deine Zukunft. 

Sisters und Elders Part 22 und ein Hochzeitstag 

Vergangenen Dienstag, am 16. August 2016, hatte ich wieder das Vorrecht, einen Missionar zu berufen. 

Elder Danielo Neukamm aus der Gemeinde Köthen wird die nächsten zwei Jahre in der Manchester England Mission dienen. Diese Mission ist uns sehr vertraut. Unser Sohn Dennis hat dort vor einigen Jahren seine Mission erfüllt.

Elder Neukamm ist ein toller junger Mann, gut vorbereitet, voller Enthusiasmus. Wir hatten eine wunderbare Zeit am Dienstagabend im Gemeindehaus in Köthen. 

Alles Gute und viel Erfolg, Elder Neukamm. Ich freue mich auf unser Wiedersehen in zwei Jahren. 

Zufällig war am 16. August unser 31. Hochzeitstag. Die Einsetzung eines Missionars war dabei ein schöner Abschluss dieses Tages, den wir zuvor in Dresden verbracht haben. 

Nach wie vor möchte ich alle Leser zum Besuch des offenen Hauses des Freiberg Tempels einladen. Er ist noch bis zum 27. August geöffnet. Weitere Informationen finden sich in meinem Blog.