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Gedanken zu Weihnachten

In der Adventszeit waren wir aufgefordert der Welt ein Licht zu sein, siehe https://www.mormon.org/christmas/deu.
Manche haben gefragt: Wie kann man der Welt ein Licht sein? Ist das nicht etwas vermessen? Ist es nicht, wenn man die Bedeutung des Anliegens versteht. Wir haben es versucht und die Erfahrung gemacht, dass sich im Alltag viele, viele Gelegenheiten ergeben, mehr Licht und Freude in das Leben anderer Menschen zu bringen. Wir haben dabei ein größeres Maß an Zufriedenheit und Glück verspürt.

Kann man es sich heute, in einer wettbewerbsorientierten Welt, überhaupt noch leisten, anderen selbstlos beizustehen, die Ellenbogen einzufahren und zu dienen? Ja, man kann und man sollte.
Ich-Bezogenheit oder drastischer ausgedrückt, Egoismus, gehören zu den Hauptkrankheiten unserer Epoche, die zu vielen weiteren Auswüchsen und Krankheiten in der Gesellschaft und damit zu Streit, Leid, Vereinsamung und Gleichgültigkeit führen. Exzessive Ich-Bezogenheit und die überwiegende Fokusierung auf eigene Bedürfnisse bewirken Konsensunfähigkeit und machen den Einzelnen und die Gesellschaft nicht glücklicher. Viele Menschen wollen oft nur noch Beiträge zu ihren eigenen Bedingungen leisten.  Diese Haltung ist ein gesellschaftlicher Trend geworden und hält leider auch Einzug in unsere Gemeinden. Es ist aber dem, was wir glauben und was wir in der Kirche erreichen wollen, diametral entgegengesetzt.

Elder Uchtdorf vom Rat der Zwölf Apostel hat zur letzten Generalkonferenz folgendes gesagt:

„Kommen Sie, helfen Sie uns, eine Kultur aufzubauen und zu stärken, in der alle Kinder Gottes Heilung, Güte und Barmherzigkeit erfahren. Denn wir alle sind bestrebt, „eine neue Schöpfung“ zu werden, in der „das Alte“ vergangen und „Neues“ geworden ist.  Der Erretter zeigt uns, in welche Richtung wir uns bewegen sollen: vorwärts und aufwärts. Er sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ Arbeiten wir doch alle gemeinsam daran, die Art Mensch zu werden, die wir nach Gottes Absicht werden sollen!

Das ist die Art Evangeliumskultur, die wir in der gesamten Kirche Jesu Christi pflegen möchten. Wir wollen die Kirche als einen Ort stärken, wo wir einander vergeben. Wo wir der Versuchung widerstehen, Fehler zu finden, zu tratschen und andere herabzusetzen. Wo wir aufrichten, anstatt Schwachstellen aufzuzeigen, und einander helfen, das Beste zu werden, was aus uns werden kann.

Ich lade Sie nochmals ein: Kommen Sie und sehen Sie. Schließen Sie sich uns an. Wir brauchen Sie.“

Esther und ich haben vor kurzem auf unserer Reise durch das Buch Mormon die Stellen im Buch Mormon gelesen, die in diesem kleinen Video beschrieben werden.

Diese Begebenheit und die nachfolgende Geschichte (siehe Helaman Kapitel 13 bis 3. Nephi Kapitel 9) berichten von einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft, die ihre Probleme nicht mehr dauerhaft und nachhaltig lösen wollte und am Ende auch nicht mehr konnte. Aus der Lektüre können wir sehr viel lernen.

Zu Weihnachten wünsche ich uns allen, dass wir Jesus Christus als Geschenk annehmen und eine besonders große Portion der Bergpredigt (siehe Neues Testament, Matthäus Kapitel 5-7 oder im Buch Mormon, 3. Nephi Kapitel 12 bis 14) auf unserem Gabentisch zulassen.

Sind diese Werte heute noch haltbar? Selbstverständlich. Sie sind elementar wichtig und sollten ständig wiederholt werden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sie von vielen als unpopulär oder zu anstrengend empfunden werden. Nachhaltigkeit ist immer anstrengender als der Weg des geringsten Widerstandes. Im Gegensatz zum Minderwertigen, das sich mit großem Erfolg laut plärrend im 24/7 Modus anbiedert, setzt sich Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Lebens nicht von selbst durch. Man muss sie suchen, sich kümmern, seinen Geist und die Sinne arbeiten lassen und sich verändern. Das ist das große Anliegen der Lehren von Jesus Christus.

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Unsere kleine Lichterwelt zu Hause 🙂

Esther und ich hatten dieses Jahr den Auftrag, die Weihnachtsfeier in unserer Gemeinde zu gestalten. Wir waren uns einig, dass wir den Besuchern etwas geben wollen, dass viele in der Weihnachtszeit paradoxerweise vermissen – Ruhe, Besinnlichkeit, Gemütlichkeit, Freude an einfachen, unspektakulären Dingen, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt, Geschichtenerzählen, Weihnachtsliedersingen und Dankbarkeit für die Geburt des Sohnes Gottes, Jesus Christus.
Esther hat es wunderbar vorbereitet und mich mächtig mit eingespannt. Es hat Freude gemacht.
Nach 15 Jahren, habe ich die Wasserfarben wieder herausgeholt und in der Kürze der Zeit einige Abende damit verbracht, ein paar großformatige Dekorationen zu klecksen. Esther wollte, dass es heimelig wirkt und so habe ich mir ein paar Vorlagen gesucht, die rein künstlerisch nicht meine Sache wären, aber den Zweck voll erfüllt haben. Das Malen empfand ich als sehr entspannend. Es wäre zeitlich nicht möglich gewesen, als ich noch Pfahlpräsident war. 🙂

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Der Bischof unserer Gemeinde hatte mich vor ein paar Wochen gebeten, für den gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst am 23.12. einen gemeinsamen Chor der Gemeinden Hohenstein-Ernstthal und Chemnitz zu bilden – etwas, das ich noch nie in meinem ganzen Leben gemacht habe. Ich hatte damit gerechnet, dass wir 10-12 Sängerinnen und Sänger mobilisieren könnten, da in der Vorweihnachtszeit jeder sehr beschäftigt ist. Zu meiner großen Freude waren wir mehr als 25 und, was ich besonders gut fand – im Prinzip alle haben den Wunsch geäußert, wieder regelmäßig zu singen. Das Weihnachtslied klang sehr schön und mir taten die Arme weh. 🙂
Geistliche Musik ist eine großartige Medizin zur Heilung der Seele.

Am vierten Adventssamstag haben wir unseren traditionellen Trip ins Weihnachtsdorf Seiffen gemacht. Das Wetter war wirklich nicht schön – die meiste Zeit kalter Regen. Dennoch hatten wir eine sehr schöne Zeit, die uns auf die Weihnachtstage eingestimmt hat.

Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.

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Besuch in Seiffen

Weihnachts- und Neujahrsbotschaft

Weihnachts- und Neujahrsbotschaft des Pfahlpräsidenten
Pfahl Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

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Hohenstein-Ernstthal, Weihnachten 2017

An alle Mitglieder des Pfahles Leipzig
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde,

dieses Jahr ist es spät geworden, Beruf und Berufung haben ihren Tribut an Kraft und Zeit gefordert. Ich möchte es trotzdem nicht versäumen, mich persönlich mit einigen Gedanken an Sie zu wenden.

Zuerst möchte ich meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, für die vielen großartigen Dinge, die in unserem Pfahl geschehen und für die Menschen, die dahinter stehen. Ich müsste eine lange Liste füllen, um jedem gerecht zu werden. Danke für alle, die sich um Frieden und Geistigkeit in den Gemeinden sorgen; für die, die ihre Zeit und Talente einsetzen, um lebendige Gemeinden und einen lebendigen Pfahl zu pflegen; alle, die im Tempel dienen; alle, die mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und unseren älteren Geschwistern zusammenarbeiten; alle, die wertvolle Arbeit leisten, die oft nicht gesehen wird. Ich möchte den Besuchslehrerinnen und Heimlehrern danken, die sich um die ihnen anvertrauten Familien kümmern. Danke an alle, die zuhören, vergeben, da sind wenn sie gebraucht werden, Liebe zeigen, Zeugnis geben, die Missionsarbeit unterstützen, gedankenvoll am Abendmahl teilnehmen und mit frohem Herzen dienen. Nicht die Menge an Zeit, Mitteln und Fähigkeiten, die wir für den Herrn und unseren Nächsten aufwenden, ist entscheidend, sondern vielmehr unsere Gefühle, unser Herz, unsere Beweggründe.

Ich diene jetzt im neunten Jahr in meiner Berufung und erhalte von Ihnen unzählige wertvolle Impulse, die es mir leichter machen, meine Aufgaben zu erfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Liebe.

Ich möchte allen Mut machen, die in diesen Tagen voller Sorgen sind, sich allein oder nicht verstanden fühlen, an sich selbst, an Gott oder der Welt zweifeln. Ich möchte Ihnen bezeugen, dass der Erretter, an dessen Geburt wir in diesen Tagen besonders denken, für diesen besonderen Zweck auf die Erde gekommen ist, um die Schmerzen, Sorgen, Krankheiten, den Kummer, das Elend und auch die Fehler und Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen. Oft verbinden wir Sein Sühnopfer nur mit Schuld und Sünde, vergessen dabei jedoch leicht, dass Sein Opfer einen viel größeren, allumfassenden Umfang hat und jeden von uns erreicht. Wir sind nicht allein. Jesus Christus gibt uns Hoffnung, wenn wir sein Opfer annehmen. Dies geschieht durch Glaube und Werke. Es geschieht, indem wir uns gegenseitig dienen, indem wir Hilfe leisten, aber auch Hilfe suchen und annehmen, wenn wir sie benötigen. Die Wolken um uns herum verdunkeln sich manchmal, aber es gibt immer ein Licht der Hoffnung.

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Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit einem Buch des großartigen Mormonengelehrten Stephen R. Covey beschäftigt, in dem es um die geistigen Wurzeln menschlicher Beziehungen geht und wie uns das Evangelium Jesu Christi dabei unterstützt, diese Wurzeln zu stärken.
Wir alle sehnen uns nach mehr innerer Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit. Diese Sehnsucht wird in Zukunft aller Voraussicht nach unter den Menschen weiter stark zunehmen.
Ich habe sieben Punkte gefunden, die uns auf der Suche danach helfen können.

  1. Ein geistig reiches Leben führen
    Viele Einflüsse, denen wir freiwillig oder auch unfreiwillig ausgesetzt sind, erreichen oft nicht einmal den Anspruch von Mittelmäßigkeit und unterstützen uns nicht, eine größere Nähe zu unserem Vater im Himmel aufzubauen. Wir können dafür sorgen, dass wir uns lieber mit Dingen umgeben, die unseren Sinn auf den wahren Zweck unseres Lebens lenken, uns erbauen und unseren Glauben stärken. Ein wichtiger Bestandteil dabei sind die Heiligen Schriften, das Gebet, die regelmäßige Teilnahme am Abendmahl und die Sabbatheiligung.
  2. Die Familie
    Wir können uns alle bewusster emotionale Sicherheit geben, sowohl in der Familie als auch in unserem Umfeld, indem wir versuchen viel besser zu verstehen, bevor wir uns Urteile bilden, indem wir lernen zu lieben und zu vergeben und nicht zu richten. Der ideale Ort das zu lernen, ist die Familie.
  3. Kraft in der Schöpfung Gottes finden
    Die Natur lehrt uns machtvolle Lektionen. Es ist erstrebenswert, lieber einmal öfter Fernseher, Computer oder Smartphone auszuschalten und stattdessen Zeit im Freien zu verbringen, uns zu bewegen, dabei nachzudenken und zu staunen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu innerer Ausgeglichenheit und Gesundheit.
  4. Neues Wissen erwerben
    Wir verlieren viel innere Sicherheit, wenn wir uns den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr gewachsen fühlen. Es ist nicht notwendig, dass wir mit allen Entwicklungen Schritt halten. Es wird uns aber helfen, wenn wir uns vornehmen, etwas Neues zu lernen, das für uns nützlich ist, z.B. eine Fremdsprache zu vertiefen, eine neue Fähigkeit zu entwickeln oder Wissen zu erweitern. Wir sollten es aber auf strukturierte Weise tun, damit wir Fortschritt erleben können, der uns motiviert nicht aufzugeben.
  5. Glauben wirklich leben
    Wenn wir genötigt sind, Dinge zu tun, die uns nicht am Herzen liegen, laufen wir Gefahr irgendwann auszubrennen. Im Gegensatz dazu bringen uns oft Dinge, die durchaus mit großer Mühe verbunden sind, große Freude, weil wir sie lieben. Wir können sorgfältiger entscheiden, welche Dinge uns heiligen und welche uns ausbrennen lassen. Damit wir dabei nicht in Beliebigkeit abdriften, ist es wichtig, dass wir dem Heiligen Geist gestatten, uns zu dabei zu führen.
  6. Durch inneres Wachstum Sicherheit gegenüber ständig wechselnden äußeren Umständen gewinnen
    Die Summe der genannten Punkte, wenn beständig angewandt, wird unseren Seelenfrieden unabhängiger von Ereignissen in der Welt oder dem Verhalten anderer Menschen machen. Wir können dadurch für viele Menschen ein Segen sein, weil wir optimistischer durch das Leben gehen.
  7. Das Leben und die eigenen Überzeugungen an Jesus Christus ausrichten
    Jesus Christus ist unser Erlöser. Er hat Sein Leben für uns alle gegeben. Niemand anders konnte das tun. Was braucht es mehr, um Ihn in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns zu stellen – Tag für Tag? Es ist wichtig, dass wir uns mit Ihm vertrauter machen, Ihm nachfolgen und Ihn nicht nach unserem Belieben umdefinieren.

Ich möchte Sie einladen, über diese Punkte in Ruhe nachzudenken und zu Ihren eigenen Entschlüssen zu kommen. Ich möchte Sie weiterhin einladen, auch im neuen Jahr im Werk des Herrn mitzuarbeiten. Lassen wir keinen Tag vergehen, an dem wir unsere Seelen nicht vor dem Herrn ausschütten für unser persönliches Wohlergehen und das unserer Nächsten, für die Führung, die wir in unserem Leben brauchen, um unserer Verantwortung gerecht zu werden und zu erkennen, wann und wie wir dem Herrn dienen können. Ich weiß aus eigenem Erleben und bin davon überzeugt, dass wir unschätzbar wertvolle Erfahrungen sammeln werden, wenn wir unseren Glauben beständig und konsequent leben – nicht als eine Bürde sondern als eine Lebenshaltung.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2018.

Liebe Grüße

Thomas Hengst
Pfahlpräsident

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Der Welt ein Licht

Ich finde diese Initiative unserer Kirche toll. Als ich mir die Anregungen für die Adventszeit durchgelesen habe, habe ich mir vorgenommen, so viel wie möglich davon umzusetzen und das Leben anderer Menschen auf positive Weise zu berühren.

Hier geht es zum Adventskalender: Der Welt ein Licht – 2017
Es ist eine gute Sache.

Ich war diese Woche auf Dienstreise in Dubai und China. Normalerweise ist es da nicht einfach, an solche Dinge zu denken. Man steht unter Stress in den Verhandlungen, hat zu wenig Schlaf und ist erschöpft von den Flügen und Autofahrten zwischen Kunden und Hotels.
Dennoch, so habe ich auch diese Woche wieder festgestellt, ist es trotzdem möglich, bewusst Gutes zu tun und dadurch jemand froher und ein wenig glücklicher zu machen.
Vor meiner Verhandlung mit einem Kunde in Dubai habe ich zum Vater im Himmel gebetet, mir zu helfen, geduldig und unverstellt freundlich zu bleiben, auch wenn diese Eigenschaften auf eine harte Probe gestellt würden. Es war eine harte Verhandlung und es ist noch nicht sicher, ob wir einen Auftrag gewinnen, aber alles lief in einer freundlichen und respektvollen Atmosphäre ab.
In Chengdu in China traf ich gestern unverhofft meinen guten alten Freund Professor Zhang Fengming wieder. Bei meinem allerersten Besuch in China in 2003 waren wir zusammen in Shanghai unterwegs. Daraus hat sich über die Jahre eine Freundschaft entwickelt. Es war sehr schön, gestern miteinander eine Weile zu sprechen – ein schönes Erlebnis in der Adventszeit. Wir haben beschlossen, uns demnächst wieder zu treffen.
Noch ein Erlebnis vom Rückflug von Shanghai nach München heute Nacht. Aus irgendwelchen Gründen funktionierte im Flugzeug das Entertainment System nicht, was leider bei vielen Passagieren zu Missstimmungen und bei einigen zu anmaßendem Verhalten führte. Man konnte die Anspannung der Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen mit Händen greifen. Als es Essen gab, machte eine Flugbegleiterin bei mir einen für mich unangenehmen Fehler. Ich konnte sehen, dass sie auf eine negative Reaktion von mir gefasst war. Es tat ihr und auch mir gut, dass ich positiv reagiert, mich bei ihr für ihre Arbeit und ihre Freundlichkeit bedankt und ihr versichert habe, dass es kein Problem gibt. Es ist oft so einfach, unfreundlich und aufgebracht auf Fehler, die nun mal passieren können zu reagieren und sie damit noch schlimmer zu machen. Aber es ist viel besser, einen Unterschied zu machen. Es war in der Folge schön zu sehen, dass viele Passagiere, ebenfalls freundlich waren und die Atmosphäre nicht von den Nörglern bestimmt werden konnte. Irgendwann funktionierte dann auch das Entertainment System wieder, was mir herzlich egal war. Ich benutze es sehr selten. 🙂

Allen Lesern eine schöne Adventszeit.

Frohe Weihnachten – Merry Christmas

Ich wünsche allen Freunden und Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Ich hoffe, jeder von euch wird etwas Ruhe und Besinnung vom Alltag finden und Freude im Kreis eurer Lieben verspüren.

I wish all friends and readers a merry and blessed Christmas. I hope each of you will find peace and time for reflection from everyday life. May you feel joy with your loved ones.

Ich wünsche auch jedem einige Momente, in denen die Bedeutung der Geburt von Jesus Christus ins Herz dringen möge. Wir hatten solche Momente vorgestern Abend, wo wir uns um das Klavier versammelt und ein bisschen Hausmusik gemacht haben. Es war sehr schön (auch wenn wir alle Laien sind 🙂 ).

I also wish everyone some moments, in which the significance of the birth of Jesus Christ may fill your hearts. We had those moments Thursday night, when we gathered around the piano and sang Christmas carols and hymns. It was wonderful (even though we aren´t professional 🙂 ). 

Ich habe im Oktober begonnen, wieder das Neue Testament zu lesen. Es war eine gute Erfahrung, während der Adventszeit die Evangelien zu lesen und mehr über Jesus Christus zu lernen. Es gibt viele Stellen, an denen man hängen bleibt. Stellvertretend für viele möchte ich eine erwähnen, die mich besonders berührt hat.

In October, I started reading the New Testament again. It was a good experience to read the four Gospels during the Christmas season and learn more about Jesus Christ. There´re many verses to stop reading and ponder. I would like to mention just one that has touched me a lot.

In Johannes 5 finden wir diese Begebenheit:

„Einige Zeit später war wieder ein jüdisches Fest, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf.
In Jerusalem befindet sich in der Nähe des Schaftors eine Teichanlage mit fünf Säulenhallen; sie wird auf hebräisch Betesda genannt.
In diesen Hallen lagen überall kranke Menschen, Blinde, Gelähmte und Verkrüppelte. Sie alle warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet.
Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel des Herrn in den Teich hinunter und brachte das Wasser in Bewegung. Wer als Erster in das Wasser hineinstieg, nachdem es in Bewegung geraten war, der wurde gesund, ganz gleich, an welcher Krankheit er litt.
Unter ihnen war ein Mann, der seit achtunddreißig Jahren krank war.
Jesus sah ihn dort liegen, und es war im klar, dass er schon lange leidend war.
Willst du gesund werden?, fragte er ihn.
Der Kranke antwortete: Herr, ich habe niemand, der mir hilft, in den Teich zu kommen, wenn das Wasser sich bewegt. Und wenn ich es allein versuche, steigt ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Matte und geh!
Im selben Augenblick war der Mann gesund; er nahm seine Matte und ging.“

In John 5 we find the following:

„After this there was a feast of the Jews; and Jesus went up to Jerusalem. 
Now there is at Jerusalem by the sheep market a pool, which is called in the Hebrew tongue Bethesda, having five porches. 
In these lay a great multitude of impotent folk, of blind, halt, withered, waiting for the moving of the water. 
For an angel went down at a certain season into the pool, and troubled the water: whosoever then first after the troubling of the water stepped in was made whole of whatsoever disease he had. 
And a certain man was there, which had an infirmity thirty and eight years. 
When Jesus saw him lie, and knew that he had been now a long time in that case, he saith unto him, Wilt thou be made whole? 
The impotent man answered him, Sir, I have no man, when the water is troubled, to put me into the pool: but while I am coming, another steppeth down before me. 
Jesus saith unto him, Rise, take up thy bed, and walk. 
And immediately the man was made whole, and took up his bed, and walked: and on the same day was the sabbath.

Das Wunder der Heilung ist das eine. Ich habe mir einige andere Fragen gestellt.
Wie konnte es passieren, dass 38 Jahre lang niemand die Barmherzigkeit hatte oder überhaupt daran dachte, diesem Mann ins Wasser zu helfen, wenn es sich bewegte?
Wie oft übersehe oder ignoriere ich das Leiden von Menschen in meiner Umgebung?
Wie oft berührt es mich nicht, vielleicht weil ich glaube, nichts tun zu können oder andere Prioritäten habe?
Ich kann nicht jedem helfen, der Hilfe braucht. Aber ich könnte Empathie zeigen.
Manchmal kann ich der sein, der jemand hilft, zum Wasser zu kommen. Manchmal kann ich machen, dass sich das Wasser bewegt. Und manchmal kann ich das Wasser sein, das heilt.
Jeder kann. Jeder kann barmherzig sein, Mitgefühl entwickeln und damit einen Unterschied schaffen zu Gleichgültigkeit, Gefühlslosigkeit oder gar Hass. Wenn es etwas gibt, um Menschenverachtung entgegen zu treten, dann ist es das.

The miracle of the healing is one thing. I have asked myself some other questions.
How could it happen that nobody had the compassion or even thought of it to help this man into the water for 38 years?
How often do I fail to see or ignore the suffering of people I know?
How often doesn´t it touch me, because I think I can´t do anything or have other priorities?
I can´t help everyone in need. But I could show empathie.
Sometimes I could be the one to help the other to make it into the water. Sometimes I could make the water moving. And sometimes I can be the water that heals.
Everyone can. Everyone can be compassionate, develop empathie and make a difference to indifference, insensitivity or hate. If there´s anything to counter hate, then this is it.

Frohe Weihnachten.
Merry Christmas.

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Weihnachtsbotschaft

Weihnachtsbotschaft der Präsidentschaft des Pfahles Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

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Liebe Schwestern und Brüder,

wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in das neue Jahr 2017. Wir haben im vergangenen Jahr besondere Dinge erlebt, die uns aufbauten und stärkten, wie zum Beispiel die erneute Weihung des Freiberg Tempels und andere Höhepunkte in den Gemeinden und im Pfahl. Wir möchten Ihnen herzlich für Ihre unermüdliche Arbeit und die Opfer, die Sie dabei bringen, danken.

Es gab aber leider auch viele Ereignisse, die uns beunruhigen. Wir leben in einer Zeit, in der es vielen Menschen immer schwerer fällt, Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken und Konflikte einvernehmlich zu lösen. Dies findet sowohl im großen wie auch im kleinen Maßstab statt. Es verursacht Risse und Spaltungen in der Gesellschaft, in Staaten, Gemeinwesen, Arbeitsumgebungen sowie Familien und extrem viel Leid. Es scheint heute viel leichter zu sein, Zusammenhalt zwischen Menschen zu zerstören als ihn zu schaffen.

In der Gesellschaft beschleunigt sich diese Entwicklung und sie scheint, getrieben durch Gier, Egoismus und den Verlust von Nächstenliebe, unaufhaltsam vorzudringen. Wir wissen aus den Schriften, dass dies ein Zeichen der Zeit, in der wir leben, ist und dass sich der Trend nur durch eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der Rechtschaffenheit umkehren lässt. (Siehe Neues Testament, 2. Timotheus 3:1-5; Buch Mormon, 3. Nephi 7:2-8)

Es erfüllt uns mit Sorge, dass wir solche Entwicklungen leider auch vereinzelt in unserer Mitte sehen. Wenn auch das Ausmaß, die Intensität und die Geschwindigkeit der Ausbreitung wesentlich geringer sind, als in der Gesellschaft um uns herum, sollten wir nicht zulassen, dass dies unter uns lediglich langsamer geschieht.

Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi haben wir einen völlig anderen Auftrag, an den wir uns gemeinsam – besonders in dieser Weihnachtszeit – erinnern wollen. Viele von Ihnen haben sich die Aufforderung der Ersten Präsidentschaft, der Welt durch selbstlosen Dienst ein Licht zu sein, zu Herzen genommen. Wir möchten Sie einladen, damit auch im neuen Jahr fortzufahren oder damit zu beginnen. Wir können einen Unterschied bewirken. Durch Ihr Beispiel werden Sie in den Gemeinden für mehr Nächstenliebe, Toleranz und Verständnis sorgen. Helfen Sie mit, Gemeinden zu schaffen, denen der Vater im Himmel voll und ganz vertrauen kann.

Wir möchten Sie ebenfalls einladen, regelmäßig am Abendmahl teilzunehmen und mehr über die Bedeutung des Sühnopfers von Jesus Christus in Ihrem Leben zu lernen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute und den Segen unseres Himmlischen Vaters.

In aufrichtiger Verbundenheit,

Thomas Hengst
Pfahlpräsident

Björn Bauerfeind
1. Ratgeber

Mark Schütze
2. Ratgeber

 

3. Advent in Seiffen 

Auch dieses Jahr sind Esther und ich unserer Tradition treu geblieben und sind vergangenen Samstag nach Seiffen gefahren.

Der Andrang war wegen der Bergparade sehr groß aber das störte uns nicht so sehr. Wir haben einfach die Zeit im erzgebirgischen Weihnachtsland genossen. Meine Vorfahren väterlicherseits stammen aus der Gegend zwischen Zschopau und Olbernhau. Ich fahre nie den kürzesten Weg sondern biege immer an der Heinzebank links ab, am alten Kalkwerk vorbei, hinunter nach Pockau und dann durch das Flusstal der Flöha Richtung Olbernhau und von dort nach Seiffen.

Mein Vater und viele Vorfahren waren Bergleute. Dadurch weckt die Bergparade immer besondere Assoziationen. Es ist schön, dass diese Traditionen immer noch gepflegt werden. Hoffentlich noch recht lange. 

Jedes Jahr entdecken wir etwas Besonderes. Diesmal war es dieser phantastische Schwibbogen – ein richtiges Kunstwerk. Ich habe lange davor gestanden. Es war sehr schön, inmitten des Trubels inne zu halten und auf diese Weise inspiriert, an Christi Geburt zu denken und zu staunen.

Der Welt ein Licht

Die Adventszeit hat wieder begonnen. Es ist eine Zeit, in der wir uns jedes Jahr wieder in einem Zwiespalt befinden – zwischen Konsumstress, beruflichen Belastungen, die häufig am Jahresende besonders groß sind sowie oft nicht nur gefühlt größerer Hektik als im Rest des Jahres auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit dem Bedürfnis nach Ruhe, Frieden, Zeit für Familie und Freunde.

Während der Adventszeit richten wir unsere Sinne aber auch besonders auf Jesus Christus, an dessen Geburt wir uns zu Weihnachten erinnern und dessen Vorbild in unserem Leben entscheidende Unterschiede bewirken kann.

Jesus hat während seines irdischen Wirkens das Leben vieler Menschen berührt. Er sagte über sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt.“ (Johannes 8:12).
Uns hat er aufgefordert: „Ihr seid das Licht der Welt.“ (Matthäus 5:14)

Dieses Video bringt uns diese Aussagen sehr gut näher.
(https://www.mormon.org/deu/weihnachten)

In Englisch: www.mormon.org

Der Vorschlag, jeden Tag während der Adventszeit (und hoffentlich auch darüber hinaus) das Leben eines Menschen mit Liebe und Güte zu bereichern, gefällt mir sehr gut. Ich werde es versuchen und lade alle Leser ein, trotz aller Geschäftigkeit dem Beispiel von Jesus Christus zu folgen.

Hier sind die Vorschläge für die ersten 5 Tage.

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Hier sind alle Vorschläge:

25 Vorschläge – Der Welt ein Licht