Archiv der Kategorie: Teenager

Sister und Elders Part 26

Gestern Abend habe ich Elder James Vogel aus der Gemeinde Hohenstein-Ernstthal als Vollzeitmissionar eingesetzt. Er wird morgen in das MTC nach Chorley bei Preston reisen und danach zwei Jahre in der Alpenländischen Mission dienen. Ich freue mich sehr über James‘ Entschluss. Er hat sich so mit der Herausforderung auseinandergesetzt, wie es notwendig ist, um eine Entscheidung zu treffen, zu der man steht und Opfer zu bringen, ohne sich zu beklagen. Lieber James, dafür meinen vollen Respekt. Damit setzt du ein Zeichen für alle, die darüber nachdenken, eine Mission zu erfüllen. 

Die Fireside zur Einsetzung gestern Abend war sehr schön. Ich hoffe, sie hat dir noch einen zusätzlichen Schub an Kraft und Mut gegeben. 

Viel Spaß beim Erlernen der vielfältigen Dialekte in deinem Missionsgebiet. 🙂

Alles Gute für dich sowie den Schutz und Segen des Himmlischen Vaters wünschen dir alle, die dich kennen. 

Freiberg Tempel – Cultural Celebration

Esther und ich sind vor ein paar Minuten aus Dresden gekommen, immer noch voller Eindrücke von dem, was wir heute Abend erlebt haben. Die ganze Rückfahrt musste ich an das Wunder des Freiberg Tempels denken und wie die Ereignisse rund um die Errichtung und Weihung dieses, auch in der Kirche einzigartigen, Gebäudes unsere Jugend, ja unser ganzes Leben geprägt haben.

Esther and I just came back from Dresden, a few minutes ago, still full of impressions of what we´ve seen and heard tonight. On the way back, I pondered about the miracle of the Freiberg Temple and the influence of the events around this, also in the Church, unique buildings and its construction and dedication on our lifes.

Heute habe ich mir gewünscht, noch einmal 30, 35 Jahre jünger zu sein und alles noch einmal zu erleben. Wir haben damals zahllose Wunder gesehen. Dinge, die niemand für möglich gehalten hat, sind geschehen. Wir waren ein Teil davon. Wir haben hinter dem eisernen Vorhang gelebt. Wir haben mitgeholfen, die Kirche zu stärken und schließlich konnten wir alle Segnungen erhalten, nach denen man als ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage strebt. Wir haben miterlebt, wie in einem kommunistischen Land ein Tempel Gottes gebaut wurde, einem Land, in dem Atheismus Staatsdoktrin war und lokale Kirchenführer als Agenten der CIA verunglimpft wurden.

Tonight, I wished I was 30, 35 years younger and could experience all these things once again. We have seen countless miracles. Things nobody expected to happen. We were a part of it. We lived behind the Iron Curtain. We helped to strengthen the Church and eventually we could receive all blessings a member of the Church of Jesus Christ of Latter Day Saints is striving for. We have experienced that a Temple of God was built in a communist country, a country with atheism as state doctrine and which Church leaders were denounced as CIA agents.

Deshalb ist der Freiberg Tempel ein einzigartiger Tempel und wird es immer sein, weil die Umstände, dass er errichtet und 1985 geweiht werden konnte, einzigartig sind und eigentlich nur richtig von denen nachvollzogen werden können, die den eisernen Vorhang und Kommunismus miterlebt haben. Vier Jahre später fiel die Mauer.

That´s why, the Freiberg Temple is a unique temple and always will be – because the circumstances leading to its construction and dedication in 1985 are unique and can probably only be fully understood by those who experienced the Iron Curtain and communism. Four years later, the Berlin wall fell.

Für einen Moment habe ich mir heute Abend auch gewünscht, jung zu sein und an diesem Programm mitwirken zu können, aber wir haben unseren Teil erlebt, unfassbare Dinge. Heute habe ich mich so sehr für die Jugendlichen gefreut, für die das Erlebnis noch viel unvergesslicher sein wird als für uns Zuschauer.

For a moment tonight, I wished to be young again and be part of the performance but we have experienced our part, have seen incredible things happening. I felt a deep joy for our youth tonight. The experience will be unforgettable for them – even more than it was for us in the audience.

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Liebe junge Leute: Das war heute euer Tag ! Es war toll euch anzuschauen, ihr wart einfach großartig. Es war auch etwas besonderes, wie Präsident Uchtdorf und seine Frau unter euch gewesen sind und für euch Kirchenführer zum Anfassen waren.
Es war toll, wie mehr als 400 Jugendliche aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Deutschland zusammen harmoniert haben. Vielen, vielen Dank euch und die Verantwortlichen für diesen Abend.

Dear young people: Today was your day ! It was great to watch your performance. You were awesome. It was special to see President Uchtdorf and his wife among you. It was great that more than 400 boys and girls from Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary and Germany worked together. Many, many thanks to you and your leaders.

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Eine kulturelle Festveranstaltung, gestaltet von der Jugend eines Tempeldistriktes, findet in der Regel am Vorabend einer Tempelweihung statt. Der Freiberg Tempel wird morgen am 4. September 2016 nach seiner Rekonstruktion wiedergeweiht. Mehr als 21.000 Besucher haben den Tempel während des offenen Hauses besichtigt. Esther und ich hatten die Gelegenheit an mehreren Tagen, Besucher durch den Tempel zu führen. Wir konnten spüren, wie die meisten Besucher über die Kraft unserer Botschaft erstaunt waren, ob sie nun daraus Konsequenzen für sich selbst ziehen oder nicht.
(siehe http://www.presse-mormonen.de/artikel/freiberg-tempel-besucher-video)

A Temple Cultural Celebration, performed by the youth of a temple district, usually takes places the night before a temple dedication. The Freiberg Temple will be rededicated after a reconstruction tomorrow, September 4th, 2016. More than 21.000 people visited the temple at the open house. Esther and I had the opportunity to guide visitors through the temple on several days. We could feel how many of them were impressed by the power of our message, whether it will have consequences on them or not.

Die Festveranstaltung heute stand unter dem Motto „Press Forward“ – „Strebt vorwärts“. In vielen Bildern, Musik, Tänzen und Videos wurden Szenen aus der Geschichte der ehemaligen DDR, Westberlins und der anderen Länder des Tempeldistriktes (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn) erzählt. Ich habe ein paar Fotos und kurze Videoclips gemacht, die ich hier einfüge. Ich fand es einfach wunderbar, wie die kulturelle Vielfalt der einzelnen Länder berücksichtigt wurde, dass an die Opfer des Holocaust gedacht wurde und dass es starke Botschaften gab.

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Jüdischer Tanz

The Cultural Celebration today had the theme „Press Forward“. Scenes from the history of the East Germany, Westberlin and the other countries in the temple district (Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary) were shown in pictures, music, dancing and videos. I have taken a few pictures and short videoclips and inserted some of them here.

It was wonderful how the cultural diversity of each single country was considered, that the victims of the Holocaust were remembered and that powerful messages were delivered.

Die Begeisterung im Saal war groß. Es flossen viele Tränen, für die man sich nicht schämen muss. Es gab Standing Ovations, lang anhaltenden Beifall und anschließend gingen Präsident Uchtdorf und seine Gattin unter die Jugendlichen. Das war ein besonders schöner Teil dieses Abends, der lang andauerte und hoffentlich für immer in Erinnerung bleiben wird.

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The audience was excited. Many tears were shed. After standing ovations and very long applause, President Uchtdorf and his wife were surrounded by the youth. This was a particular wonderful part of the event. It will hopefully always be remembered.

Ich hoffe, dass das Programm heute Abend in Dresden allen, die es miterlebt haben, den Tempel näher bringt, auch denen, die sich in der Vergangenheit davon distanziert haben.

I hope that tonights performance will bring all who saw it closer to the temple, also those who have distanced themselves from it in the past.

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President and Sister Uchtdorf going to thank the youth

Ein besonderer Dank an alle Verantwortlichen, die Ideen gesammelt und das Skript geschrieben haben. Es hat mir aus dem Herzen gesprochen. Ich fühle mich von unserer Geschichte jedesmal stark berührt. Natürlich auch ein großer Dank an die vielen Hände, die sich um tausende Dinge gekümmert haben. Ihr habt es alle sehr, sehr gut gemacht. 

A special thanks to the team who collected ideas and wrote the script. It has touched my heart. Our history moves me a lot. Of course, thank you very much to the team who cared for a thousand things. You did a really great job.

Nach der Veranstaltung haben uns die Jugendlichen aus Ungarn mit ihrem Temperament und ihrer Frische weiter begeistert. Ihr seid Klasse. Sok köszönet 🙂

The youth from Hungary continued to excite us even after the event. You´re great. Sok köszönet 🙂

 

Himmelfahrt 2016

Zu Himmelfahrt haben die jungen Damen und die jungen Männer unseres Pfahles immer eine besondere Aktivität. Die Jungs trafen sich in Wulfen bei Köthen für eine längere Radtour, die an zwei Tagen über 160 km führte – sicher sehr strapaziös für untrainierte Gesäße. 🙂

Die Mädchen waren im Schullandheim in Netzschkau im Vogtland mit dieser tollen Aussicht auf die Göltzschtalbrücke, die größte, aus Ziegeln erbaute Eisenbahnbrücke der Welt.

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Beide Gruppen hatten mich eingeladen, über ein wichtiges Thema zu sprechen. Das habe ich Mittwochabend vor Himmelfahrt in Wulfen und Freitagabend nach Himmelfahrt in Netzschkau getan.

Wir können nicht tatenlos zusehen, wie schlechte Dinge in der Gesellschaft „normalisiert“ werden, nur weil es vielen Menschen an Disziplin, Verantwortungsbewusstsein, Glauben oder auch nur schlicht an der Einsicht fehlt, etwas dagegen zu tun. Zu viele unserer jungen Leute sind suchterzeugenden Einflüssen ausgesetzt, viele schon im Kindesalter in der Schule oder im Freundeskreis. Wir adressieren alle Dinge, die zum Wort der Weisheit gehören, durchaus deutlich, so dass jedes Kind in der Primarvereinigung die Gefahren von Alkohol, Nikotin und Drogen kennt und nicht unwissend diesen Gefahren ausgesetzt wird.
Ganz anders sieht die Sache bei anders gearteten Drogen aus, die man nicht trinkt, raucht oder kifft, die aber viel leichter zu bekommen sind und genau die gleichen oder noch schlimmere Abhängigkeiten erzeugen können. Sie ziehen Folgen nach sich, die Kinder oder Jugendliche, wenn sie damit konfrontiert werden, nicht im Geringsten einschätzen können.

Einige dieser leicht zugänglichen „Drogen“ sind Pornographie, Spielsucht und Flucht in virtuelle Welten.

Eltern haben oft keine Ahnung, was wirklich passiert oder sind unsicher, wie sie solche Probleme ansprechen oder lösen können. Auch in unseren Gemeinden wird oft nicht klar genug darüber aufgeklärt und Hilfe angeboten.

Ich habe in beiden Vorträgen kein Blatt vor den Mund genommen und an den Reaktionen gemerkt (sowohl von Jugendlichen als auch von Eltern, die sich danach bei mir bedankt haben), dass es erstens richtig war, Klartext zu reden – auch wenn es anstrengend ist und zweitens, dass wir noch viel konsequenter an dem Thema dran bleiben müssen. Das werden wir auch tun.

Am wichtigsten ist aber, dass wir die Betroffenen bedingungslos lieben. Dazu ist das Evangelium Jesu Christi sehr klar. Ohne Liebe kann nichts bewirkt werden.

Am Beispiel der Pornographie habe ich eine Präsentation zusammengestellt, die ich nach einer Anti-Pornographie Website „Fight the new drug“ genannt habe. Man kann sicher daran noch einiges verbessern. Ich habe bei den Vorträgen einiges gelernt, wie man sich noch klarer ausdrücken kann (die Mädchen haben als erste davon profitiert) und welches Material man noch benutzen könnte.

Hier sind einige Auszüge. Am Schluss gibt es einen Link für alle, die die Präsentation downloaden wollen.

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Link zum Video: http://www.overcomingpornography.org/individuals?lang=deu

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Link zum Video: http://www.overcomingpornography.org/spouses-and-families?lang=deu

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Es gibt Hilfe und Umkehr

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Download der Präsentation (im Powerpoint Format):

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Wochenende in Elend (nicht im Elend :D) mit unseren Jugendlichen

Letztes Wochenende fand wieder (zum 3. Mal) die alljährliche Fahrt der Pfahlpräsidentschaft mit den Jugendlichen unseres Pfahles statt. Ziel war diesmal der Brocken im Harz. Gezeltet wurde im Waldbad in Elend, ein Ort, der sich als super geeignet für unsere Zwecke erwiesen hat. Die Unterstützung durch die Betreiber des Waldbades war unübertrefflich. Es war wirklich hervorragend. So viel Zuvorkommen habe ich selten erlebt. Vielen Dank dafür.
14°C Wassertemperatur im Bad konnten nicht wirklich abschrecken. Vor allem nicht nach ca. 22 km Wanderung von Elend auf den Brocken und zurück.
Die Strecke hat uns alle einigermaßen geschafft, aber alle sind wohlbehalten hoch und auch wieder runter gekommen. Ich habe auch gut geschwitzt. War erst am Tag vorher von einer Dienstreise mit 12 Stunden Flug zurück gekommen. Da hat die Bewegung richtig gut getan.
Es ist schon wichtig, sich regelmäßig richtig zu fordern. Erfahrungsgemäß haben Jugendliche (aber auch jeder andere), die erfolgreich dem Impuls, aufzugeben oder Versuchungen widerstehen und sich beherrschen können, weniger Probleme in ihrem Leben.

Bemerkenswert war, dass die Gewitter und Starkregenfälle, die es an dem Wochenende im Harz gab, einen ausreichenden Bogen um uns gemacht haben 🙂

Ein Freiluftgottesdienst war auch gleichzeitig der Startschuss für das neue Seminarjahr. Wir hatten da wirklich eine besondere Atmosphäre.

Ich möchte mich bei allen Jugendlichen für die sehr gute Disziplin bedanken. Keine Eskapaden, keine Drogen, kein Alkohol, keine Obszönitäten, kein Ausgrenzen, absolut keine Schwierigkeiten. Mit euch kann man sich sehen lassen ! Ihr habt gezeigt, dass Anstand und seinen Glauben leben keine Spaßbremsen sind. Dieses Vorurteil ist sowieso völliger Quatsch.
Ihr seid uns wichtig, und es ist uns nicht egal, wie es euch geht und was ihr tut.
Vielen Dank auch an meine Ratgeber und alle Betreuer, die sich um alles gekümmert und sich ebenfalls den Berg rauf „gequält“ haben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Hier sind ein paar meiner Pics:

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Das Camp in Elend (Harz)

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Brockenbahn, die wir selbstverständlich nicht benutzt haben

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rgendwann mussten Höhenmeter her

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Auf dem Brocken

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Lektion in deutscher Geschichte

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14 Grad waren keine Abschreckung

Sisters und Elders – Part 01

Ich bin heute von einer Dienstreise aus Taiwan zurückgekommen und sofort nach der Landung in Dresden nach Leipzig gefahren, um eine schöne Aufgabe zu erledigen.
Sister Elisabeth Schmidt, die für 18 Monate in der Leeds England Mission unserer Kirche gedient hat, hat ihre Mission ehrenhaft beendet und ist wieder nach Hause zurückgekehrt.
Es ist meine Aufgabe als Pfahlpräsident, Missionare in ihre Berufung einzusetzen und nach ihrer Rückkehr wieder zu entlassen. Es sind jedes Mal besondere Erlebnisse, die mich sehr bewegen.
Auch heute war es so.  Ich kann mich sehr gut an meine Gespräche mit Sister Schmidt vor ihrer Mission und den Segen, den ich ihr bei ihrer Einsetzung gegeben habe, erinnern. Heute habe ich eine selbstbewusste junge Frau wieder gesehen, die begeistert von ihrer Mission und den Menschen, die sie in England kennengelernt und mit den sie gearbeitet hat, erzählte; die in ihrer geistigen Reife gewachsen ist und eine große Liebe für das Land und die Menschen dort entwickelt hat. Ich dachte, wie gut würden solche Erfahrungen vielen jungen Menschen tun. Einfach mal 1-2 Jahre den Fokus von sich selbst wegnehmen und einer guten Sache dienen und dabei automatisch zu wachsen, wie man es eigentlich nicht kann, wenn man hauptsächlich auf sich selbst fixiert ist.

Ich musste an eine Ansprache von Elder Bednar vom Rat der Zwölf denken, die ich diese Woche gelesen habe:

„… Es genügt auch nicht, dass wir vom Evangelium überzeugt sind, sondern wir müssen so handeln und denken, dass wir uns bekehren. Im Gegensatz zu den weltlichen Institutionen, die uns lehren, etwas zu wissen, fordert uns das Evangelium Jesu Christi dazu auf, etwas zu werden. …
Es genügt nicht, alles nur pro forma zu tun. Die Gebote, Verordnungen und Bündnisse des Evangeliums sind keine Liste von Beträgen, die in irgendein himmlisches Konto eingezahlt werden müssen. Das Evangelium Jesu Christi ist ein Plan, der uns zeigt, wie wir das werden können, was der himmlische Vater für uns vorgesehen hat. …“
(David A. Bednar, „Ein Missionar werden“, Generalkonferenz Oktober 2010)

Hier ist der Link zu dieser Ansprache:
https://www.lds.org/general-conference/2005/10/becoming-a-missionary?lang=deu

Sister Schmidt blieb nach ihrer Rückkehr aus England noch knapp zwei Tage länger Vollzeitmissionarin, um zu warten, bis meine Dienstreise beendet ist und ich sie persönlich entlassen konnte.
Vielen Dank, liebe Elisabeth, für deine Geduld. Alles Gute für deine Zukunft. Du hättest dich nicht besser darauf vorbereiten können.

Mobbing

Ich finde, das ist ein sehr wichtiges Video – nicht nur für Jugendliche.

http://www.youtube.com/watch?v=FYVvE4tr2BI

Sehr nachdenkenswert. Es geht ja nicht nur um die Zeitgenossen, denen es nichts ausmacht, andere bewusst zu verletzen oder zu erniedrigen, egal ob ihnen die Folgen klar sind oder nicht. Es leiden viele erheblich darunter und deshalb ist es richtig, deutlich zu machen, dass dieses Verhalten absolut nicht akzeptabel ist.

Das ist der Link zur Ansprache von Präsident Dieter F. Uchtdorf, die im Video verwendet wird.
https://www.lds.org/general-conference/2012/04/the-merciful-obtain-mercy?lang=deu

Ich musste aber auch darüber nachdenken, ob es mir vielleicht manchmal passiert, dass ich durch Gedankenlosigkeit oder weil mir eine Sache so wichtig erscheint, dass ich auf Befindlichkeiten anderer keine Rücksicht nehmen möchte oder kann, jemanden in meiner Umgebung verletze.

Wenn man Verantwortung trägt, kommt man unweigerlich in solche Zwickmühlen.

Die Beschäftigung mit dem Video hat mich daran erinnert, dass es zu meinen Zielen gehört, Menschen mit denen ich in Kontakt bin, mehr Wertschätzung zu zeigen und ihnen mehr Selbstwertgefühl zu geben. Es ist gut, regelmäßig daran erinnert zu werden.

Andere zu verletzen ist nach der Definition des Evangeliums eine Sünde für die uns aber Gott Vergebung gewährt, wenn wir davon ablassen und uns bemühen, die angerichteten Schäden wieder gut zu machen.

Elder David L. Bednar, vom Rat der Zwölf Apostel hat zur Herbst-Generalkonferenz 2007 den Prozess noch besser erklärt:

„Zum Evangelium Jesu Christi gehört viel mehr, als Sünden zu vermeiden, zu überwinden und von ihnen und den schlechten Einflüssen in unserem Leben gereinigt zu werden; ein wesentliches Element besteht auch darin, Gutes zu tun, gut zu sein und besser zu werden. Es ist geistig gesehen notwendig, dass wir immer bedacht sind, von unseren Sünden umzukehren und nach Vergebung zu trachten. Aber die Sündenvergebung ist nicht der einzige und schon gar nicht der Endzweck des Evangeliums. Die Bündnispflicht, die wir auf uns genommen haben, besteht darin, den Heiligen Geist in uns eine Herzenswandlung bewirken zu lassen, sodass wir wie das Volk König Benjamins „keine Neigung mehr haben, Böses zu tun, sondern ständig Gutes zu tun“ (Mosia 5:2). Diese mächtige Wandlung ist nicht einfach ein Ergebnis dessen, dass wir härter arbeiten oder mehr Disziplin entwickeln. Es ist vielmehr die Folge einer grundlegenden Wandlung unserer Wünsche, Beweggründe und unseres Wesens – ermöglicht durch das Sühnopfer Christi, des Herrn. Unser geistiges Ziel ist es, sowohl die Sünde als auch den Wunsch nach Sünde zu überwinden, sowohl den Makel als auch die Tyrannei der Sünde.“

Es lohnt sich, mal die ganze Ansprache zu lesen. Ich bin bei der Lektüre von Elder Bednar´s Buch „Increase in Learning“ darauf gestoßen.

Hier ist der Link:

https://www.lds.org/general-conference/2007/10/clean-hands-and-a-pure-heart?lang=deu

Pornography is harmful

Vielen Dank, Robert, für diesen Link:
http://www.fightthenewdrug.org/

Die Message auf diesen Seiten ist sehr wichtig. Ich habe in meiner kirchlichen Arbeit leider viel zu häufig mit den Folgen dieses Übels zu tun – mit Leuten in allen Altersgruppen, denen bewusst geworden ist, dass sie unter einem zwanghaften Verhalten leiden, das ihre Fähigkeit, Liebe und Mitgefühl für andere zu empfinden sehr oft stark beeinträchtigt und das sich nicht einfach abschalten lässt, weil es eben eine Sucht ist.
Das ist nur die Spitze des Eisberges. Die Zerstörung von Familien, der Verlust von Glaube und der Führung durch den Heiligen Geist, Gewalt, Verschwendung von Zeit und Geld, die meist unbewusste Unterstützung krimineller Organisationen und vieles mehr haben wir damit noch nicht einmal ansatzweise erwähnt.
Es ist mir unbegreiflich, dass dieses Problem zunehmend verharmlost wird, was aber offensichtlich mehr und mehr mit vielen Übeln (einschließlich der Legalisierung von Drogen) geschieht, die extrem hohe Profite abwerfen.
Rechtfertigungen und Beschönigungen werden uns als Gesellschaft leider nicht von den langfristigen Folgen befreien. Klingt etwas fatalistisch, ist aber nicht vermeidbar, es sei den viele Menschen beginnen umzudenken.
Jeder einzelne, dem klar wird, dass sich daran etwas ändern muss und  der Hilfe sucht, tut sich, seiner Familie und seiner Umgebung einen großen Gefallen.
In der Kirche machen wir gute Erfahrungen mit dem Genesungsprogramm für Suchtkranke (Addicition Recovery Program – ARP). Dieses Programm adressiert den geistigen Teil von Süchten auf wirkungsvolle Weise. In vielen Fällen sind sicher zusätzliche Therapien notwendig, aber ARP ist ein guter Begleiter für jeden, der sich von einer Sucht befreien möchte oder muss.

Links zum ARP:
http://addictionrecovery.lds.org/addiction-recovery-program-guide?lang=eng

http://www.lds.org/church/news/addiction-recovery-program-brings-individuals-to-christ?lang=deu

http://www.lds.org/church/news/addiction-recovery-program-calls-for-stories-of-recovery-and-healing?lang=deu