Letztes Wochenende und ein Urlaubserlebnis

Letztes Wochenende fand unsere Herbst-Pfahlkonferenz in Leipzig und Böhlen statt. Ich möchte mich, auch im Namen meiner Mitarbeiter, bei allen Mitgliedern unseres Pfahles bedanken, die in irgendeiner Weise zum Gelingen der Konferenz beigetragen haben. Wir hatten eine sehr gute Zeit.

Neben den üblichen Konferenzgottesdiensten fanden weitere Veranstaltungen wie Jugendaktivitäten und eine Jugendkonferenz statt. Dabei waren unsere Jugendlichen kreativ 🙂

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und betätigten sich sportlich (übrigens ein großer Spaß – Live Tischfußball).

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In allen Versammlungen hatten wir mehr Besucher als jemals zuvor.

Am Samstagabend habe ich über Glauben gesprochen, die wichtigste Grundlage von allem, was wir tun und worauf wir hoffen. Aber nicht nur das, Glaube an Christus und Sein Evangelium ist auch ein Antrieb für die Entwicklung von Charaktereigenschaften, die sich an dem Wirken von Jesus Christus orientieren.
Im Buch Mormon gibt es eine Reihe von sehr guten Erläuterungen wie man z.B. Glauben entwickeln (siehe Alma, Kapitel 32) und was durch Glauben bewirkt werden kann (siehe Ether, Kapitel 12).
Ich werde die Ansprache posten, sobald das Transkript fertig ist.

Im Oktober war ich mit Esther wieder im Zion National Park in Utah. Der Canyon inspiriert mich immer zu bildhaften Vergleichen. Diesmal kletterten wir nicht nach oben, sondern haben die Narrows erkundet. Dabei musste ich an meinen Glauben denken, wie ich ihn gewonnen habe und wie er sich weiterentwickelt.

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Die Narrows beginnen dort wo sich der Zion Canyon verengt und es keinen Fußweg mehr gibt. Man bewegt sich fortan entweder im Virgin River oder auf Sand- und Schotterbänken flussaufwärts. Es ist absolut faszinierend.

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Es ist eine Entdeckungsreise, die ich mit der Entdeckungsreise in die Tiefen des Evangeliums Jesu Christi vergleichen möchte. Je mehr man sich die Mühe macht, weiter vorzudringen, umso mehr gibt es zu entdecken, zu verstehen und zu staunen. Logischerweise ist es nur ein Vergleich, der nicht alle Facetten aus beiden Erfahrungen berühren kann.

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Manchmal geht es leichter voran …

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… manchmal ist es mühsam (Wasser hatte 13 Grad) und man kommt nur langsam voran.

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Wir hatten uns ein Zeitlimit gesetzt, denn wir mussten natürlich den Rückweg einplanen und waren nicht auf eine längere Exkursion vorbereitet. Allerdings haben wir unser Zeitlimit mehrmals verlängert, denn an jeder Flussbiegung gab es neue, atemberaubende Eindrücke.

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Je mehr wir sahen und lernten, umso mehr hatten wir Freude an der Wanderung.

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Wir hatten in den Jahren davor oft darüber gesprochen, dass wir den Trip in die Narrows einmal machen wollten. Als der Wunsch und die Neugier groß genug waren, haben wir es getan. Wir hatten uns vorher gut informiert, aber unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.

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Wir sind bis an diesen Punkt gegangen, dann mussten wir leider aufgrund der fortgeschrittenen Zeit umkehren – aber mit dem festen Vorsatz zurückzukommen und weiterzugehen.

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Hat es sich gelohnt? Natürlich. Wissen wir jetzt alles? Natürlich nicht. Es gibt noch viel mehr zu entdecken und zu lernen.
So ist es mit dem Glauben an Jesus Christus und den Plan der Erlösung. Es ist jedem selbst überlassen, wie tief er vordringen möchte. Es braucht aber ein bestimmtes Maß an Mühe, Opfer und Ausdauer, damit man genügend versteht, um Konsequenzen aus dem Gelernten zu ziehen und beständig in Christus vorwärtszustreben. Siehe Buch Mormon, 2. Nephi 31:20:
„Darum müsst ihr mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen. Wenn ihr darum vorwärtsstrebt und euch am Wort von Christus weidet und bis ans Ende ausharrt, siehe, so spricht der Vater: Ihr werdet ewiges Leben haben.“

So mancher lässt sich auch von Schwierigkeiten zum Aufgeben bewegen. Manchmal hält das Fundament nicht, gibt es Irritationen, Zweifel oder andere Gründe. Oft werden dabei wertvolle Dinge weggeworfen, vergessen oder durch etwas anderes überlagert. Das kann sehr bedauerlich sein, aber es sind immer sehr persönliche Entscheidungen und deshalb zu akzeptieren.

Ich möchte jeden Leser einladen, sich auf diese Entdeckungsreise des Glaubens zu begeben. Ich bin in meinem Leben auf dieser Reise mit unzähligen prägenden, schönen und manchmal auch schwierigen Erfahrungen belohnt worden. Und noch immer gibt es unzählige Dinge zu entdecken.

3 Kommentare zu „Letztes Wochenende und ein Urlaubserlebnis“

  1. Sehr beeindruckende Bilder und der damit verbundene Vergleich ermuntert mich und fordert mich auf inne zu halten und an dem was wirklich wichtig ist zu arbeiten, lieben Dank ,es gefällt mir sehr gut! Liebe Grüße aus Schwarzenberg Susi Wagner

  2. Lieber Bruder Hengst,

    es ist immer wieder phantastisch, wie wunderschön Gottes Schöpfung ist! Er liebt uns wirklich sehr, dass er solche beeindruckenden Landschaften geschaffen hat!
    Als ich diese Bilder sah, kam mir der enge und schmale Weg der zu Gott führt in den Sinn. Anfangs ist es dort vielleicht nicht einfach, aber je weiter wir darauf vorwärts schreiten, umso mehr Schönheit und Wunder begegnen uns. Und wir sind dort nicht allein, Jesus ist auf diesem Weg und geht mit uns!
    Ich bin sehr dankbar für die geistvolle Pfahlkonfernz! Ich habe so viel mitgeschrieben wie noch nie. Es ist wirklich wichtig, mit Liebe zu lehren und zu führen! Und wie Sie so treffend gesagt haben: „In die Quelle reinen Wassers nicht Schmutzwasser zu gießen!“ Es wird die Liebe in den Gemeinden sein, die die Menschen hierher führt, eine Gemeindeoase als Ort der Liebe, Achtung und Anerkennung.
    Ich bin in dieser Konferenz in der Liebe gewachsen und versuche seitdem den Menschen die mir begegnen mehr Liebe und Freundlichkeit zu zeigen und ihnen mehr von der großen Liebe Gottes für sie zu erzählen.
    Am Sonntag setzte sich eine blinde alte gebückt gehende Frau neben mich. Auch sie war vom Geist der Pfahlkonferenz sehr bewegt. Sie erzählte, dass sie nach dem Krieg vertrieben wurde, aber sie hatte in dieser Zeit die Kirche kennengelernt und das war all das Leid, das sie erfahren hatte wert! Sie liess sich damals im November im kalten Fluß taufen und es war wunderbar! Auch „heute“ hat sie dieses Gefühl wieder!
    Ich denke alle Anwesenden sind in ihrem Zeugnis gestärkt worden!

    Wir lieben Sie und wir beten für Sie, Elder Phillips und seinen kleinen „Vulkan“ indem er das große Potential zum Guten sieht, so, wie der himmlische Vater in uns allen!

    Herzliche Grüße Schwester Petra Schmidt, Gemeinde Erfurt

    P.S. Die versprochene DVD habe ich leider noch nicht erhalten. Br. M.
    Kalmring lies mir aufgrund meiner Nachfrage durch seine Frau ausrichten, dass er davon nichts weiß und keine hätte.

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