“ Siehe, ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig, und doch seid ihr es nicht. Aber siehe, Jesus Christus hat euch mir gezeigt, und ich weiß, was ihr tut“ (Buch Mormon, Mormon 8:35)
Es ist ratsam, diese Schriftstelle bei der Lektüre dieses Posts im Sinn zu behalten. Die Sätze wurden von Moroni geschrieben, dem Mann, der den Untergang seines Volk mit ansehen musste und danach das Buch Mormon vollendete und für die Nachwelt für mehr als 1400 Jahre verbarg. Moroni warnt mit seinen Worten alle zukünftigen Leser vor den gleichen Fehlern, die zum Niedergang einer Hochkultur innerhalb einer historisch relativ kurzen Zeit führten. Die nephitische Hochkultur war nach heutigen Maßstäben regional eng begrenzt. Allerdings wusste Moroni, dass Geschichte sich immer wieder wiederholt und offensichtlich hat Gott ihm gezeigt, welche Auswirkungen diese Fehler in einer Gesellschaft wie der unseren haben würden.
Wenn man das Buch Mormon zu Ende liest, findet man noch einmal eine hervorragende Zusammenfassung von Ratschlägen, wie man den Willen Gottes erkennen und verheerenden Entwicklungen, die Familien und Gesellschaften nachhaltig schaden, entgegenwirken kann.
Am 24. Januar fand in Langenhessen bei Werdau unser alljährliches Hallen-Fussball- und -Volleyballturnier statt. Das Turnier erfreut sich großer Beliebtheit und hat mittlerweile eine beachtliche Tradition.
Die Organisation war wieder hervorragend und es wurde sehr fair gespielt.
Vormittags kämpften 6 Mannschaften um den Sieg im Fussball, dieses Jahr erstmals mit einer Ü40 Mannschaft (die eigentlich im Schnitt Ü50 war 🙂 ) und der die jungen Kerle den Namen All-Star-Team verpassten. Gewinner war dieses Jahr die Mannschaft aus Köthen, vor Hohenstein-Ernstthal und Leipzig 2. Die alten Herren konnten die jungen zwar nicht besiegen, waren aber in einigen Spielen nah dran und hatten einen grandiosen Torhüter. Wir hatten großen Spaß.
Nachmittags trafen sich die Volleyballer. Ich hatte leider keine Zeit, auch daran teilzunehmen, aber auch hier gab es gute Spiele und mit Bernburg einen überraschenden Sieger.
Hier noch einige Bilder, die ich während des Turniers gemacht habe.
Der Höhepunkt des Buches Mormon ist der Besuch des auferstandenen Jesus Christus bei den Bewohnern des Landes Überfluss. Dabei gab er ihnen die Gelegenheit, ihn zu sehen und zu berühren. Das Buch Mormon bestätigt den Bericht des Neuen Testaments von Seinem Wirken in Palästina und ist damit neben der Bibel ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.
Ähnlich wie seinen Freunden in Jerusalem, gab Jesus auch dem Volk Nephi nicht nur einen Beweis seiner Auferstehung und physischen Existenz, sondern während der Dauer seines Aufenthaltes diente er ihnen geistlich auf einzigartige Weise.
Unter anderem tat er das wie folgt, nachzulesen im Buch 3. Nephi ab Kapitel 11:
– Er gab ihnen ein vollständiges Verständnis seines Sühnopfers und der Lehre Christi.
– Er berief zwölf Apostel und etablierte seine Kirche.
– Er wiederholte die Bergpredigt sowie weitere Evangeliumsgrundsätze wie die christliche Moral- und Glaubenslehre sowie die Notwendigkeit und Art und Weise der Taufe.
– Er erklärte inwieweit er das Gesetz Mose erfüllt hat und seine Lehren deshalb darüber hinausgehen und wie die zukünftige Sammlung Israels vor sich gehen wird. – Er heilte ihre Kranken, segnete die Kinder und betete für die Menschen auf eine Weise, die nicht mit Worten wiedergegeben werden kann.
– Er zeigte ihnen Nächstenliebe und forderte sie auf, diesem Grundsatz zu folgen und einander zu dienen. – Außerdem führte er das Abendmahl ein, erklärte seine Bedeutung und bevollmächtigte die Zwölf, die Gabe des Heiligen Geistes zu übertragen. Damit wurden grundlegende Pflichten des Priestertums definiert. – Er bestätigte die Schriften Jesajas über die Zeit vor Seinem Zweiten Kommen und schilderte Ereignisse und Zustände, die diesem Kommen vorausgehen werden. Er legte alles aus, vom Anfang bis zum Ende. – Jesus erneuerte auch das Gesetz des Zehnten und forderte die Menschen auf, es zu befolgen und dadurch gesegnet zu werden. – Bevor er das Volk Nephi verließ, stellte er sicher, dass sie das Evangelium Jesu Christi und die damit verbundenen ewigen Perspektiven verstanden hatten.
Der Bericht im 3. Nephi endet mit folgendem Vers, der eine Aufforderung an die Menschen in unserer Zeit enthält und worauf ich später noch zurückkommen werde:
„Wendet euch, all ihr Andern, von euren schlechten Wegen ab, und kehrt von euren Übeltaten um, von eurem Lügen und Täuschen und von eurer Hurerei und von euren geheimen Greueln und eurem Götzendienst und von euren Morden und eurer Priesterlist und eurem Neid und eurem Hader und von all eurer Schlechtigkeit und euren Greueltaten, und kommt zu mir und laßt euch in meinem Namen taufen, damit ihr Vergebung für eure Sünden empfangen und vom Heiligen Geist erfüllt werden könnt, damit ihr meinem Volk zugezählt werden könnt, das vom Haus Israel ist.“ (3. Nephi 30:2)
Danach verließ er die Nephiten.
Und was geschah dann?
Diejenigen, die Zeugen des Besuches von Jesus Christus waren, fingen an, ihre Erlebnisse mit anderen zu teilen. Das Teilen des Evangeliums und das damit verbundene Streben nach Übereinstimmung mit dessen Grundsätzen, müssen eine riesige Dynamik entwickelt haben, die die Menschen mitgerissen hat. Warum sonst hätten sie glauben, umkehren, sich taufen lassen und den Heiligen Geist erhalten sollen. Warum hätten sie sich jemals ändern und rechtschaffen werden sollen, wenn es nicht etwas gegeben hätte, das ihr Verständnis und ihre Gefühle so erweitert hat, dass sie sich bekehren wollten.
Die Wirkung seines Besuches, der Belehrungen und seines Dienstes war also in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Im Laufe einer historisch kurzen Zeit entwickelte sich eine Gesellschaft, die uns eine konkrete Vorstellung davon gibt, was geschehen kann, wenn das Evangelium Jesu Christi von großen Teilen eines Volkes verstanden und seine Grundsätze konsequent angewandt werden. Im ersten Teil des Buches 4. Nephi im Buch Mormon wird beschrieben, wie sich diese Entwicklung vollzog.
„… und siehe, die Jünger Jesu hatten in allen Ländern ringsum eine Kirche Christi gebildet. Und alle, die zu ihnen kamen und von ihren Sünden wahrhaftig umkehrten, wurden im Namen Jesu getauft, und sie empfingen auch den Heiligen Geist.“ (4. Nephi 1:1)
Das sind die ersten Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi: Glaube, Umkehr, Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes als Basis für alles weitere. Bekehrung ist ein persönlicher und vor allem freiwilliger Prozess. Erzwungene Bekehrung ist keine Bekehrung und wird auch nie dauerhafte Früchte hervorbringen.
„Und es begab sich: Im sechsunddreißigsten Jahr wurde alles Volk zum Herrn bekehrt, auf dem ganzen Antlitz des Landes, sowohl die Nephiten als auch die Lamaniten, und es gab keine Streitigkeiten und Auseinandersetzungen unter ihnen, und jedermann handelte gerecht, einer mit dem anderen.“ (4. Nephi 1:2)
Was lernen wir hier? Bei echter Bekehrung zum Evangelium hören Streitigkeiten und Auseinandersetzungen mit der Zeit auf, weil der Glaube dazu motiviert und sich positive Erfahrungen einstellen, die wiederum die Kraft zu Selbstdisziplin und Selbstlosigkeit geben. Wenn das nicht geschieht und Ungerechtigkeit ebenfalls nicht abgeschafft wird, hat es demzufolge keine echte Bekehrung zum Evangelium Jesu Christi gegeben.
„Und sie hatten alles unter sich gemeinsam; darum gab es keine Reichen und Armen, Geknechteten und Freien, sondern sie waren alle frei geworden und hatten teil an der himmlischen Gabe.“ (4. Nephi 1:3)
Die Überwindung von Egoismus, Macht- und Habgier, Neid und Missgunst, aber auch Faulheit und Müßiggang ermöglicht es den Menschen, Unterschiede in Gemeinsamkeiten zu verwandeln und den Fluch, Besitzstände zu vergleichen zu beseitigen. Es bedeutet nicht Uniformismus oder gleichgeschaltete Gehirne, wie manche Zeitgenossen vermuten.
Voraussetzungen für den Erfolg sind echte Nächstenliebe und Menschlichkeit, wie von Jesus propagiert, Rechtschaffenheit, Selbstlosigkeit, Disziplin, Fleiß, Solidarität und Toleranz, die Anerkennung von objektiv gültigen moralischen Gesetzen und deren Befolgung sowie weitere edle Eigenschaften.
Und es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht; ja, sie heilten die Kranken und erweckten die Toten auf und machten, daß die Lahmen gingen und die Blinden ihr Augenlicht empfingen und die Tauben hörten; und allerart Wundertaten vollbrachten sie unter den Menschenkindern; und in nichts bewirkten sie Wundertaten, außer allein im Namen Jesu. (4. Nephi 1:5)
Und nun, siehe, es begab sich: Das Volk Nephi wurde stark und mehrte sich überaus schnell und wurde ein überaus anmutiges und angenehmes Volk. (4. Nephi 1:10)
Einigkeit und Rechtschaffenheit machten dieses Volk nicht nur wirtschaftlich erfolgreich (was nachzulesen ist, aber hier nicht zitiert), sondern auch gesellschaftlich.
Was kennzeichnet ein starkes, anmutiges und angenehmes Volk? Die folgenden Verse fassen es eigentlich recht gut zusammen.
„Und es begab sich: Wegen der Gottesliebe, die dem Volk im Herzen wohnte, gab es im Land keinen Streit. Und es gab weder Neid noch Hader, noch Aufruhr, noch Hurerei, noch Lüge, noch Mord, noch irgendeine Art von Sittenverderbnis; und gewiß konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben, das von der Hand Gottes erschaffen worden war. Es gab weder Räuber noch Mörder, noch gab es Lamaniten, noch sonst irgendwelche -iten; sondern sie waren eins, die Kinder Christi und Erben des Reiches Gottes. Und wie gesegnet waren sie! Denn der Herr segnete sie in allem, was sie taten; ja, sie wurden gesegnet, und es erging ihnen wohl …“ (4. Nephi 1:15-18)
Das alles kann durch die Anwendung des Evangeliums Jesu Christi bewirkt werden. Das ist das ihm innewohnende Potential, das nicht nur Glückseligkeit für ein Leben nach dem Tod verheißt, sondern die Werkzeuge und Anleitungen bereithält, wie Zustände in Familien, Gemeinden, Kommunen oder einer ganzen Gesellschaft erarbeitet werden können, die denen gleichen, die hier geschildert werden. Jede Weltanschauung, egal ob sie einen Gott verehrt oder nicht, muss sich an dem ihr innewohnenden Potential und den Perspektiven, die sie bieten kann, messen lassen. Hier ist der Maßstab dafür und dabei haben wir noch nicht einmal die ewigen Perspektiven des Evangeliums Jesu Christi erwähnt.
Der Prozess, um diesen Zustand zu erreichen, war ganz sicher noch wesentlich komplexer als in 18 kurzen Versen geschildert werden kann. Aber der Bericht enthält die entscheidenden Punkte. Ich stelle mir oft vor, wie diese Menschen an anstehende Aufgaben und Herausforderungen, egal ob sie zeitlicher oder geistiger Natur waren, herangegangen sind und um wie vieles besser sie ihre Zeit und Mittel zur Verbesserung ihrer Gesellschaft nutzen konnten.
Das alles hätte niemals ohne verbindliche Regeln funktionieren können und die Verpflichtung, sich daran zu halten. Vers 12 gibt eine einfache Erklärung, wie sie die geistige Stabilität erhielten, um auf „die Weise des Glücklichseins“ zu leben.
„… sie wandelten nach den Geboten, die sie von ihrem Herrn und ihrem Gott empfangen hatten, und sie fuhren fort, zu fasten und zu beten und sich oft zu versammeln, um zu beten und auch, um das Wort des Herrn zu hören.“ (4. Nephi 1:12)
Die Geschichte mag ideal klingen. Man mag es glauben oder nicht. So ist das mit Glaubensfragen. Ich für meinen Teil glaube daran, dass es so gewesen ist und vor allem, dass es möglich war. Die Denkaufgabe hat aber mit Glauben gar nicht so viel zu tun. Sie besteht darin, das Evangelium Jesu Christi in der Gesamtheit seiner Lehren und Grundsätze zu analysieren, die richtigen Applikationen daraus abzuleiten und darüber nachzudenken, wie sich Zusammenleben und -arbeiten ändern, wenn diese Grundsätze im persönlichen Leben, in der Familie, im Umfeld oder, wie im diesem Beispiel geschehen, in einer Gesellschaft angewendet werden.
Die Nephiten haben es geschafft, diese nahezu idealen gesellschaftlichen Umstände fast 200 Jahre aufrecht zu erhalten. Am Ende dieser Periode, begann eine Erosion, eindeutig verursacht durch das Verlassen der Grundsätze des Evangeliums – zuerst durch einige wenige Menschen, die sich der breiten Masse überlegen fühlten und diese Überlegenheit für sich nutzen wollten. Damit wurde die Einigkeit unter dem Volk zerstört – mit fatalen Folgen wie in Part 2 dieses Posts untersucht werden wird. Nicht umsonst hat Mormon, wie in der Schriftstelle oben zitiert, die Nachwelt vor den Missständen gewarnt, die schließlich zum Niedergang der nephitischen Zivilisation führten.
Gestern war ich auf Dienstreise und bin am frühen Morgen von Zürich nach Budapest geflogen. Irgendwo über Österreich (vielleicht war es auch noch Schweiz – keine Ahnung), war gerade beim Lesen von Alma 24, habe ich diese Fotos gemacht. War ein toller Anblick. Leider kriegt es die Handykamera nicht besser hin 🙂
Vielleicht erkennt es jemand – inkl. dem letzten Bild 😉
Ich möchte mich bei allen Spendern aus dem Pfahl Leipzig bedanken, die unsere Hilfsaktion für notleidende Jesiden im Nordirak durch Sach- und Geldspenden so großzügig unterstützt haben. Vielen Dank auch an alle Organisatoren der Aktion.
Wir hatten heute die Gelegenheit, die Spenden in Halle an den Verein JhH – Jugend humanitärer Hilfe zu übergeben. Wir haben äußerst engagierte und sympathische junge Leute kennengelernt, die jegliche Unterstützung für die gute Sache, für die sie ihre Zeit und Mittel opfern, verdienen.
Als wir unsere Autos entladen haben, kamen noch andere Menschen vorbei, die sich engagieren. Es war ein schönes Gefühl. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die Opfer von sinnlosem Hass und Gewalt geworden sind und deren Not hoffentlich etwas gelindert werden kann.
Wir wünschen diesen jungen Leuten Gottes Segen und Erfolg in ihrer Arbeit.
P.S. Der Bericht von der Herbst-Pfahlkonferenz steht zum Download unter www.pfahl-leipzig.de bereit.
Wir wünschen allen unseren Freunden, Bekannten und Kollegen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Herzlichen Dank allen, die uns dieses Jahr unterstützt haben, vor allem bei unserem Bauprojekt und den vielen anderen großen und kleinen Aufgaben.
Vielen Dank an alle meine Mitarbeiter in der Organisation des Pfahles Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Es ist toll, mit euch zusammenzuarbeiten.
(Gestern in einem kleinen Laden in Seiffen gefunden)
Weihnachtsbotschaft der Präsidentschaft des Pfahles Leipzig
Liebe Schwestern, Brüder und Freunde,
im Namen der Präsidentschaft des Pfahles Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage möchte ich Ihnen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest wünschen.
Jedes Jahr erleben wir das Paradoxon, dass sich viele Menschen mehr Ruhe und Besinnlichkeit in der Weihnachtszeit wünschen, aber dennoch kommt es in der Regel anders. Der Stress im Berufsleben spitzt sich zum Jahresende zu, Verpflichtungen häufen sich und es gibt jede Menge Dinge für das Fest zu erledigen. Oft sind es zu viele Dinge.
Uns ist bewusst, dass wir einige dieser Stressfaktoren nicht ohne weiteres ändern können. Wir müssen mit ihnen leben und können zumindest versuchen, aus solchen Situationen das Beste zu machen. Es gibt aber eine ganze Reihe Dinge, die wir sehr wohl beeinflussen können. Zu einigen wenigen möchte ich Sie einladen.
1. Entdecken Sie das Geschenk, das Jesus Christus für Sie persönlich bedeutet.
In den Heiligen Schriften finden wir eindrucksvolle Beschreibungen, die zum Nachdenken anregen. Im Buch Mormon, im 3. Nephi Kapitel 1 wird beschrieben, wie diejenigen, die die Zeichen der Geburt Jesu herbeisehnten und daran glaubten, mit dem Tod bedroht wurden. Ab Vers 10 lesen wir folgendes:
„10 Nun begab es sich: Als Nephi, der Sohn Nephis, diese Schlechtigkeit seines Volkes sah, war sein Herz überaus bekümmert.
11 Und es begab sich: Er ging hinaus und beugte sich auf der Erde nieder und schrie mächtig zu seinem Gott für sein Volk, ja, für die, die nahe daran waren, wegen ihres Glaubens an die Überlieferung ihrer Väter vernichtet zu werden.
12 Und es begab sich: Er schrie mächtig zum Herrn, den ganzen Tag lang; und siehe, die Stimme des Herrn erging an ihn, nämlich:
13 Hebe dein Haupt empor und sei guten Mutes; denn siehe, die Zeit ist nahe und in dieser Nacht wird das Zeichen gegeben werden, und morgen komme ich in die Welt, um der Welt zu zeigen, dass ich alles erfüllen werde, was ich durch den Mund meiner heiligen Propheten habe sprechen lassen. 14 Siehe, ich komme zu den Meinen, um alles zu erfüllen, was ich den Menschenkindern von der Grundlegung der Welt an kundgetan habe, und um den Willen sowohl des Vaters als auch des Sohnen zu tun … Und siehe, die Zeit ist nahe, und diese Nacht wird das Zeichen gegeben werden.“
In diesen wenigen Versen liegen einige der großen Wahrheiten des Erlösungsplanes, der uns erklärt, woher wir kommen, welchen tiefen Sinn unser Leben hat und wohin wir danach gehen werden. Ich lade Sie ein, sich ein tieferes Verständnis dieser Wahrheiten zu erarbeiten.
Ich habe letztes Jahr die bekannte Schriftstelle aus dem Johannes Evangelium im Neuen Testament zitiert: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Johannes 3:16
Heute möchte ich Vers 17 hinzufügen: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu richten, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.“
Auch hier finden wir wieder ein weites Feld, geistige Wahrheiten zu entdecken oder zu vertiefen. Wieso ist es viel wichtiger zu retten als zu richten? Inwiefern können wir Retter sein? Wovor werden wir durch Jesus Christus gerettet? Ich bin fasziniert vom Umfang der Dinge, die es zu entdecken und besser zu verstehen gibt.
Wenn Sie mögen, schauen Sie sich die beiden Videoclips an, die uns die Großartigkeit des Geschenks näher bringen.
2. Tun Sie etwas Gutes
Wir haben die Mitglieder unseres Pfahles eingeladen, sich zum Jahresende an einer Hilfsaktion für Menschen zu beteiligen, die verfolgt und bedroht werden, unvorstellbares Leid zu ertragen haben und dadurch zu Flüchtlingen werden mussten, ohne Hoffnung, in absehbarer Zeit in ihre Heimat zurückkehren zu können. Machen Sie mit, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben oder finden Sie andere Gelegenheiten, Gutes zu tun – in Ihrer Familie, der Nachbarschaft, Ihrer Gemeinde oder Ihrem Gemeinwesen. Lassen Sie sich nicht durch weitverbreitete Trends oder Meinungen, die mit den Lehren von Jesus Christus nicht kompatibel sind, davon abhalten, Ihm zu folgen.
3. Halten Sie einen Moment inne und denken Sie darüber nach, wie nachhaltig Sie das Geschenk von Jesus Christus beeinflusst.
Jesus Christus hat uns vor allem ein Vorbild an Nächstenliebe gegeben. Die Art und Weise, wie er den Menschen begegnet ist, welche Prioritäten er für den Umgang untereinander gesetzt hat – all das kommt in unserer Welt zu oft abhanden. Aber jeder von uns kann einen Unterschied machen. Versuchen Sie daran zu denken, wenn Sie versucht sind, hart, aggressiv, lieblos, unwohlwollend oder zynisch zu reagieren und treffen Sie dann bewusst die Entscheidung, anders zu sein. Warum sich das lohnt? Unter anderem deswegen:
Buch Mormon, Moroni 7:41-47
„41 Und was ist es, das ihr erhofft? Siehe, ich sage euch, daß ihr durch das Sühnopfer Christi und die Macht seiner AuferstehungHoffnung haben werdet, zu ewigem Leben erhoben zu werden, und dies wegen eures Glaubens an ihn, gemäß der Verheißung.
42 Darum, wenn der Mensch Glauben hat, muß er notwendigerweise Hoffnung haben; denn ohne Glauben kann es gar keine Hoffnung geben.
43 Und weiter, siehe, ich sage euch: Er kann nicht Glauben und Hoffnung haben, wenn er nicht sanftmütig und von Herzen demütig ist.
44 Denn sonst ist sein Glaube und seine Hoffnung unnütz, denn niemand ist vor Gott annehmbar als nur die Sanftmütigen und die von Herzen Demütigen; und wenn ein Mensch sanftmütig und von Herzen demütig ist und durch die Macht des Heiligen Geistesbekennt, daß Jesus der Christus ist, muß er notwendigerweise Nächstenliebe haben; denn wenn er keine Nächstenliebe hat, ist er nichts; darum muß er notwendigerweise Nächstenliebe haben.
45 Und Nächstenliebe ist langmütig und ist gütig und neidet nicht und ist nicht aufgeblasen, sucht nicht das Ihre, läßt sich nicht leicht zum Zorn reizen, denkt nichts Böses und freut sich nicht am Übeltun, sondern freut sich an der Wahrheit, erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.
46 Darum, meine geliebten Brüder, wenn ihr nicht Nächstenliebe habt, seid ihr nichts, denn die Nächstenliebe hört niemals auf. Darum haltet an der Nächstenliebe fest, die von allem das Größte ist, denn alles muß aufhören—
47 aber die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, daß er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein.“
Die Früchte des Geschenkes von Jesus Christus sind so vielfältig, dass man damit Bände füllen kann. Lassen Sie uns der Einladung folgen, unser Leben damit zu bereichern.
Frohe Weihnachten,
Thomas Hengst
Präsident des Pfahles Leipzig – Deutschland der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Weihnachtsbotschaft der Ersten Präsidentschaft (deutsch):
Ich war diese Woche auf Dienstreise in Korea. Korea ist immer anstrengend, nicht nur wegen dem Jetlag, sondern auch kulturell ist es speziell und man braucht viel Geduld, bevor man Geschäfte zum Abschluss bringt. Es kann Jahre dauern.
Auf den Rückflügen ist für mich der Airport in Incheon immer eine Art Oase. Es ist sehr angenehm dort, bevor man für 12 Stunden in den Flieger steigt. Gestern gab es wieder Kammermusik (machen sie dort regelmäßig) und da habe ich mal die Handykamera gezückt. War live wirklich gut.