Philippinen

Heute haben einige meiner Facebook Freunde einen Artikel über einen kürzlichen Besuch von Elder Bednar auf den Philippinen geteilt. Vielen Dank dafür.

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https://www.lds.org/church/news/elder-bednar-praises-filipino-members-uncomplicated-faith-resiliency?lang=eng

Drei Wörter in der Überschrift waren für mich die Eye Catcher: Uncomplicated Faith (unkomplizierter Glaube) und Resiliency (Unverwüstlichkeit oder auch Widerstandsfähigkeit).

Ich war beruflich etliche Male auf den Philippinen und habe selten so freundliche Menschen getroffen wie dort – trotz großer Armut, häufigen Naturkatastrophen und einem alles andere als gerechten und stabilen politischen System.
Jedes Mal habe ich mich gefragt, wieso es dort so viele Mormonen gibt. Als ich vor ca. 10 Jahren zum ersten Mal dort war, waren es noch irgendwas um die 400.000 – mehr als 10 mal so viele, wie in Deutschland. Jetzt sind es über 700.000. Was ist dort anders?
Natürlich sind Kultur und äußere Umstände sehr verschieden, aber ich habe meine Antworten erhalten, als ich in einem Vorort von Manila zur Kirche gegangen bin. Sie sind ähnlich denen, die in dem Artikel erwähnt werden.
Da war diese aufrichtige Dankbarkeit. Man konnte es in den Augen sehen und auch fühlen. Dann die überwältigende Freundlichkeit und auch Fröhlichkeit, die ich in der Gemeinde erlebt habe. Es war eine große Gemeinde, aber ich habe ganz sicher beim ersten Besuch mit mindestens 80 Prozent der Mitglieder gesprochen und sie irgendwie kennengelernt. Ich habe das nirgendwo anders auch nur annähernd so erlebt – aufrichtiges Interesse, Wärme (nicht nur wegen der Temperaturen :)) und Nächstenliebe. Das war schon beeindruckend. Ich habe in der Gemeinde gespürt, dass sich die Leute untereinander gern hatten und wenig auf Äußerlichkeiten gegeben haben. Es lief nicht alles so perfekt ab, wie bei uns in Deutschland, aber ich habe den Heiligen Geist gespürt und eben wieder diese tiefe Dankbarkeit – für die Möglichkeit, Gott zu verehren, vom Abendmahl zu nehmen und Gemeinschaft zu pflegen.
Nach der Versammlung sind dort auch nicht alle sofort gegangen, obwohl es schon gegen 14:00 war. Viele waren noch lange da und haben sich unterhalten, gemeinsam gelacht und auch geweint.
Ich bin vom Hotel zum Gemeindehaus ca. 2 km zu Fuss gegangen. Unterwegs, weit vor dem Gemeindehaus wurde ich schon von Jungs in weißen Hemden und Krawatte freundlich angesprochen, die offensichtlich aus dem Gemeindehaus kamen und zu einer Gemeinde gehörten, die ihre Versammlungen schon vorher hatte. Da ich so gekleidet war, wie sie, nahmen sie wohl an, dass ich zur Kirche gehe. „Are you a Mormon, Sir?“ „Of course, I am.“ Sie waren begeistert.

Selbstverständlich haben die Mitglieder dort auch riesige Herausforderungen und es wird auch sicher ab und an Uneinigkeit geben. Viele sind wahrscheinlich auch nicht so konsistent im Praktizieren ihres Glaubens, wie auch anderswo.
Aber was ich wirklich gesehen habe ist dieser unkomplizierte Glaube, der offensichtlich enorm hilft, mit all den Problemen, die in dem Land zu finden sind, umzugehen.

Aus dieser Erfahrung habe ich sehr viel gelernt für meine Aufgaben jetzt. Menschen sind unendlich viel wichtiger als Dinge.

 

100 Jahre

Heute vor 100 Jahren wurde mein Vater, Martin Hengst, als 11. von 12 Kindern meiner Großeltern in Hohenstein-Ernstthal geboren. Ich verehre ihn und vermisse ihn seit fast 34 Jahren. Er war ein großartiger Mann.

Im Herbst 1983, kurze Zeit nach seinem Tod Anfang September 1983, habe ich diese Aquatinta Radierung angefertigt, die ich immer noch aufbewahre und die mir eine kostbare Erinnerung ist. Ich kann mich gut an die Gefühle erinnern, als ich an der Grafik gearbeitet habe.

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Er wird mir immer ein Vorbild sein, weil er trotz langjähriger schwerer Krankheit als Folge seiner Arbeit im Wismut- und Kohlebergbau unter Tage, ohne viel zu klagen, immer sein bestes gegeben hat. Er war ein authentischer und aufrechter Mormone und die Umstände seiner Bekehrung sind ein wichtiger Bestandteil meiner Überzeugung.

Wie gern hätte ich ihn mehr als 19 Jahre meines Lebens erlebt und um mich gehabt. Die Zeit des Wiedersehens wird eines Tages kommen – nach diesem Leben.

Heute ehre und liebe ich ihn als den Mann, der mich als mein Vater entscheidend geprägt hat. Vielen Dank, Dad.

 

Sister und Elders Part 26

Gestern Abend habe ich Elder James Vogel aus der Gemeinde Hohenstein-Ernstthal als Vollzeitmissionar eingesetzt. Er wird morgen in das MTC nach Chorley bei Preston reisen und danach zwei Jahre in der Alpenländischen Mission dienen. Ich freue mich sehr über James‘ Entschluss. Er hat sich so mit der Herausforderung auseinandergesetzt, wie es notwendig ist, um eine Entscheidung zu treffen, zu der man steht und Opfer zu bringen, ohne sich zu beklagen. Lieber James, dafür meinen vollen Respekt. Damit setzt du ein Zeichen für alle, die darüber nachdenken, eine Mission zu erfüllen. 

Die Fireside zur Einsetzung gestern Abend war sehr schön. Ich hoffe, sie hat dir noch einen zusätzlichen Schub an Kraft und Mut gegeben. 

Viel Spaß beim Erlernen der vielfältigen Dialekte in deinem Missionsgebiet. 🙂

Alles Gute für dich sowie den Schutz und Segen des Himmlischen Vaters wünschen dir alle, die dich kennen. 

Ätna 

Letzte Woche war ich auf Dienstreise in Catania auf Sizilien. Beim Rückflug Freitagmorgen nach Rom hatte ich dieses Mal Glück mit dem Wetter und dem Sitzplatz. Zum ersten Mal hatte ich eine tolle Aussicht auf den Ätna, Europas höchsten aktiven Vulkan. Auf allen vorangegangenen Trips saß ich entweder auf der falschen Seite oder es war zu bewölkt bzw. schon dunkel. 🙂
Sehr faszinierend. Ich wollte schon als Kind immer mal dort hin.

Stop it !

Überall wird der Ton rauer und unversöhnlicher. Scheinbar unaufhaltsam verkommen Manieren, Respekt voreinander sowie die Kultiviertheit und der Stil bei der Bewältigung zwischenmenschlicher Konflikte. Leider geschieht das auch manchmal innerhalb der Kirche.

Eine passende Antwort auf solche Entwicklungen hat Präsident Dieter F. Uchtdorf in seiner Ansprache „Die Barmherzigen finden Erbarmen“ zur Generalkonferenz im April 2012 gegeben. Diese Rede sollte regelmäßig in Gottesdiensten, Pfahl- und Gemeinderäten und Familienheimabenden besprochen werden, da die Prinzipien ständig wieder in Vergessenheit geraten. Dabei sind sie sehr eindeutig, aber Mangel an Selbstreflexion und übertriebene Selbstbezogenheit können die Einsicht trüben.

Zitat aus Präsident Uchtdorf´s Ansprache:

„Dieses Thema – andere richten – könnte man eigentlich mit vier Worten abhandeln. Wenn es um Hass geht, um Klatsch, Ignoranz, Spott, Groll oder den Wunsch, anderen schaden zu wollen, tun Sie bitte eines:

Hören Sie damit auf!“

Präsident Uchtdorf erklärt, warum das so wichtig ist und wie man es besser machen kann. Wir werden nicht unsere komplette Umwelt ändern können und manchmal werden wir vielleicht unter Menschen leiden, denen die Folgen ihres Verhaltens gleichgültig sind. Dennoch ist es möglich und erstrebenswert, einen Unterschied zu machen.

Noch ein Zitat aus der Ansprache:

„Lassen Sie uns als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, wo immer wir auch sein mögen, als ein Volk bekannt sein, das einander liebt.“

Hier ist der vollständige Wortlaut:

https://www.lds.org/general-conference/2012/04/the-merciful-obtain-mercy?lang=deu

Die Barmherzigen finden Erbarmen

Let Us All Press On

Vor zwei Wochen hatte ich die Gelegenheit, an einem Meeting mit der Gebietspräsidentschaft in Offenbach teilzunehmen. Präsident Kearon benutzte in seinen Ausführungen diese Variante des bekannten Kirchenliedes „Let Us All Press On“ (Gehet tapfer vorwärts), das von Richard Elliot arrangiert und bereits zu mehreren Generalkonferenzen gesungen wurde.

Ich liebe dieses Arrangement. Ich höre es oft im Auto oder im Flieger, wenn ich Gemeinden besuche oder auf Dienstreisen bin. Es baut mich auf, wenn ich mit Ärger oder Enttäuschungen konfrontiert bin. Es gibt mir Motivation und diesen sense of urgency, diesen inneren Drang, etwas Großartiges voran zu bringen, von dem Präsident Kearon gesprochen hat.

Es gibt bedeutende Gründe, das Werk des Herrn entschlossener voran zu bringen, und ich finde, es wird immer wichtiger. Das Thema beschäftigt mich stark.

Jede Organisation, die sich nicht nach vorne bewegt, läuft Gefahr zu stagnieren und sich in einen Verwaltungsmodus zu begeben. Dann verliert sie den Glauben, die Leidenschaft und den Drive, die notwendig sind, um Begeisterung zu wecken, Zusammenhalt zu schaffen und Ergebnisse zu produzieren, die uns wiederum weitertragen, an denen wir Freude haben und die helfen, Schwierigkeiten zu begegnen oder zu ertragen. Im Verwaltungsmodus verkümmern mutige Herzenswünsche, fangen Menschen an, Auseinandersetzungen über unwesentliche Dinge zu führen, Zusammenarbeit an Ich-bezogene Bedingungen zu knüpfen und den Blick für das große Ganze zu verlieren.

Im Gegensatz dazu, führt der Drang zur Weiterentwicklung, zum Teilen, zu einer anderen, positiveren Sicht auf Probleme, verändert Prioritäten, fördert das Zusammenwirken und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen. Dadurch können Schwierigkeiten bewältigt werden, die im Verwaltungsmodus oft unüberwindlich erscheinen. Es muss etwas geben, auf das wir hinarbeiten und deshalb ist es eine logische Schlussfolgerung, dass wir uns in einer missionarischen Kirche befinden mit einer Botschaft von universeller Bedeutung.

Ich bin dankbar, dass ich von vielen Menschen umgeben bin, die diese Zusammenhänge verstehen und entsprechend handeln. Ich bin dankbar für die, die sich hinsetzen und versuchen, Verständnis zu entwickeln und über ihr eigenes Ich hinauszuwachsen.
Ich bin dankbar für die, auf die man sich verlassen kann, die Friedfertigen, Demütigen und Sanftmütigen, die Geduldigen und die Beständigen.
Ich bin dankbar für alle, die mit Sorgen und Problemen kämpfen und mir mit der Art und Weise, wie sie  mit Erfolg aber auch Misserfolg umgehen, ein Vorbild sind.
Ich denke auch an diejenigen, die zu dieser Form von Selbstreflexion fähig sind, welche dabei hilft, Veränderungsbedarf bei sich selbst zu erkennen und weniger häufig andere oder die Umstände für Ungemach verantwortlich zu machen.
Ich bin dankbar für die, die zu großer Nächstenliebe und Verständnis für andere fähig sind und mir dabei ein Beispiel geben.
Nicht zu letzt beeindrucken mich Menschen sehr, die das Evangelium teilen, dienen und Opfer bringen, weil sie es wollen, nicht weil sie es sollen.

Glauben und Liebe zu einer großen Sache lassen sich nicht erzwingen. Es funktioniert nicht, wenn man versucht, „Techniken“ anzuwenden. Aber es ist möglich, den Wunsch dafür zu entwickeln (siehe Buch Mormon, Alma 32:26-43)

Zum neuen Jahr

In der Zeit, in der man als Präsident eines Pfahles dient, lernt man die Gemeinden und die Mitglieder des Pfahles sehr gut kennen. Man führt im Laufe der Jahre tausende Gespräche und bekommt ein Gefühl dafür, was den Menschen den meisten Kummer bereitet. Die Antwort ist sehr eindeutig. Die größten Probleme befinden sich im zwischenmenschlichen Bereich und wirken sich auf viele andere Dinge aus.
Ich denke viel darüber nach, wie wir die Arbeit in der Kirche und unsere Seelsorge verbessern können und uns auf die Herausforderungen im neuen Jahr und in den nächsten Jahren einstellen.
Meine Gedanken dazu habe ich letzten Sonntag in der Gemeinde Zwickau in einem Vortrag erklärt. Wir müssen uns immer wieder auf unsere christlichen Werte besinnen, die Lehre besser verstehen und anwenden. Das ist keine bequeme Botschaft, aber sie ist nachhaltig. In den Perspektiven, die sie bietet, ist sie durch keine menschliche Philosophie zu übertreffen. Das begeistert mich immer wieder aufs Neue.

Hier sind die Folien, die ich innerhalb meines Verantwortungsbereiches verwende. Sie bedürfen natürlich weiterer Erklärungen, die ich hier nicht einfügen kann, aber vielleicht findet der eine oder andere trotzdem Anregungen.

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Working Anniversary – Arbeitsjubiläum

Den letzten Post dieses Jahr widme ich mal meinem Job. Diesen Monat hatte ich mein 15-jähriges Firmenjubiläum. 15 Jahre in einer verrückten, aber großartigen Branche – der Photovoltaik. Als ich Anfang Dezember 2001 bei Roth & Rau eingestiegen bin, hätte ich mir nicht träumen lassen, was auf mich zu kommt. Ich kannte die Firma nicht mal. Sie war damals noch klein. Ich hatte keine Ahnung von Plasma- und Vakuumtechnologie und musste am zweiten Arbeitstag ein Projekt über PECVD Maschinen für einen Kunde in Australien und den USA übernehmen, weil ich fließend Englisch sprechen und die verschiedenen Slangs verstehen konnte. Das war eine spannende Zeit. Innerhalb kürzester Zeit lernte ich einen Haufen Dinge – vor allem Dank großartiger Chefs und Kollegen, denen ich immer zu großem Dank verpflichtet sein werde.

The last post this year is about my job. I had my 15-year working anniversary this month. 15 years in a crazy but amazing industry – the solar industry. Little did I know what would happen when I started with Roth & Rau beginning of December 2001. I didn´t know the company. It was small then. I didn´t have a clue about plasma and vacuum technology but had to take over a project of PECVD machines for a customer in Australia and the U.S. on my second working day because I spoke fluent English and could understand different slangs. Those were interesting days. I learned tons of things within a very short time with the help of awesome people. I will always be grateful for them.

Zur ersten Firmenweihnachtsfeier saß ich zufällig neben dem Genie der Firma und erhielt einen Crash-Kurs in Plasmaphysik, der sehr hilfreich war. 🙂

At my first Christmas party I happended to sit next to the genius of the company and received an exclusive lesson in plasma physics which was very useful. 🙂

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Als Projektleiter bei einer Maschinenabnahme in Sydney, Australien im September 2002. Für alle, die sich damit nicht auskennen: diese Maschinen machen Solarzellen blau 🙂 

Seit dem habe ich in dieser Industrie die erstaunlichsten Dinge erlebt: Berg- und Talfahrten der Märkte, irres Wachstum, Rückschläge, strategische Fehlschläge aber auch Geniestreiche, politischen Opportunismus, Technologie-Entwicklung in rasender Geschwindigkeit und vieles mehr. Irgendwann schreibe ich mal mein Buch der Solarindustrie. In 15 Jahren hat sich der Wirkungsgrad von Solarzellen um 10% absolut erhöht und die Preise sind um 90% gefallen. Trotzdem sagen wir, dass diese Industrie immer noch in der späten Kindheit steckt. Viel wird in Zukunft noch passieren.

Since then, I have experienced amazing things: Roller coaster markets, crazy growth rates, setbacks, strategic failures but also great success, political opportunism, highspeed technology development and much more. I should write a book someday. In 15 years, the efficiency of solar cells increased by 10% absolut and the prices dropped 90%. We still say that this industry is still in its late childhood. We will see many things in the future.

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Ich werde oft gefragt, warum ich so viele Jahre dabei geblieben bin. Gute Frage, aber es gibt gewichtige Gründe:

  • Zuerst die großartigen Menschen (Kollegen, Kunden und Wettbewerber), die ich überall auf der Welt kennen lernen durfte und die Freundschaften, die entstanden sind.
  • Dann natürlich die Nachhaltigkeit der Technologie. Nachhaltigkeit begeistert mich – nicht nur im Beruf, auch in Religion und Weltanschauung.
  • Ein Arbeitgeber, für den ich gern tätig bin. (www.meyerburger.com)
  • Die ständig fortschreitende Entwicklung und den Einfluss, den ich darauf nehmen kann.

Wir können nicht ewig so weitermachen und Energie erzeugen, in dem wir Dinge verbrennen.
Wir haben einiges geschafft und ich freue mich, dass ich einen Beitrag dazu leisten konnte. Es gibt noch sehr viel zu tun, aber wenn ich mir anschaue, woran wir (und damit meine ich die Solarfamilie) forschen, bin ich sehr optimistisch.

People ask me often why I still work in this industry. Good question but I have very good reasons:

  • First, the great people (colleagues, customers and competitors) I have met everywhere in the world and the resulting friendships.
  • The sustainability of the technology. Sustainability is very important for me, not only at work but also in religion and how I view the world.
  • An employer I like to work for. (www.meyerburger.com)
  • The continuous development and that I can influence things.

We can´t continue to generate energy by burning things for ages. Wir accomplished something, and I´m happy that I could contribute a few things. There´s still a lot to do but when I look at our (the solar family´s) development roadmaps – I´m quite optimistic.

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Ein herzlicher Dank an alle, mit denen ich in den letzten 15 Jahren zusammen arbeiten durfte und weiterhin darf.

A great thanks to all I had the honor to work with and still have.

 

 

Frohe Weihnachten – Merry Christmas

Ich wünsche allen Freunden und Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Ich hoffe, jeder von euch wird etwas Ruhe und Besinnung vom Alltag finden und Freude im Kreis eurer Lieben verspüren.

I wish all friends and readers a merry and blessed Christmas. I hope each of you will find peace and time for reflection from everyday life. May you feel joy with your loved ones.

Ich wünsche auch jedem einige Momente, in denen die Bedeutung der Geburt von Jesus Christus ins Herz dringen möge. Wir hatten solche Momente vorgestern Abend, wo wir uns um das Klavier versammelt und ein bisschen Hausmusik gemacht haben. Es war sehr schön (auch wenn wir alle Laien sind 🙂 ).

I also wish everyone some moments, in which the significance of the birth of Jesus Christ may fill your hearts. We had those moments Thursday night, when we gathered around the piano and sang Christmas carols and hymns. It was wonderful (even though we aren´t professional 🙂 ). 

Ich habe im Oktober begonnen, wieder das Neue Testament zu lesen. Es war eine gute Erfahrung, während der Adventszeit die Evangelien zu lesen und mehr über Jesus Christus zu lernen. Es gibt viele Stellen, an denen man hängen bleibt. Stellvertretend für viele möchte ich eine erwähnen, die mich besonders berührt hat.

In October, I started reading the New Testament again. It was a good experience to read the four Gospels during the Christmas season and learn more about Jesus Christ. There´re many verses to stop reading and ponder. I would like to mention just one that has touched me a lot.

In Johannes 5 finden wir diese Begebenheit:

„Einige Zeit später war wieder ein jüdisches Fest, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf.
In Jerusalem befindet sich in der Nähe des Schaftors eine Teichanlage mit fünf Säulenhallen; sie wird auf hebräisch Betesda genannt.
In diesen Hallen lagen überall kranke Menschen, Blinde, Gelähmte und Verkrüppelte. Sie alle warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet.
Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel des Herrn in den Teich hinunter und brachte das Wasser in Bewegung. Wer als Erster in das Wasser hineinstieg, nachdem es in Bewegung geraten war, der wurde gesund, ganz gleich, an welcher Krankheit er litt.
Unter ihnen war ein Mann, der seit achtunddreißig Jahren krank war.
Jesus sah ihn dort liegen, und es war im klar, dass er schon lange leidend war.
Willst du gesund werden?, fragte er ihn.
Der Kranke antwortete: Herr, ich habe niemand, der mir hilft, in den Teich zu kommen, wenn das Wasser sich bewegt. Und wenn ich es allein versuche, steigt ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Matte und geh!
Im selben Augenblick war der Mann gesund; er nahm seine Matte und ging.“

In John 5 we find the following:

„After this there was a feast of the Jews; and Jesus went up to Jerusalem. 
Now there is at Jerusalem by the sheep market a pool, which is called in the Hebrew tongue Bethesda, having five porches. 
In these lay a great multitude of impotent folk, of blind, halt, withered, waiting for the moving of the water. 
For an angel went down at a certain season into the pool, and troubled the water: whosoever then first after the troubling of the water stepped in was made whole of whatsoever disease he had. 
And a certain man was there, which had an infirmity thirty and eight years. 
When Jesus saw him lie, and knew that he had been now a long time in that case, he saith unto him, Wilt thou be made whole? 
The impotent man answered him, Sir, I have no man, when the water is troubled, to put me into the pool: but while I am coming, another steppeth down before me. 
Jesus saith unto him, Rise, take up thy bed, and walk. 
And immediately the man was made whole, and took up his bed, and walked: and on the same day was the sabbath.

Das Wunder der Heilung ist das eine. Ich habe mir einige andere Fragen gestellt.
Wie konnte es passieren, dass 38 Jahre lang niemand die Barmherzigkeit hatte oder überhaupt daran dachte, diesem Mann ins Wasser zu helfen, wenn es sich bewegte?
Wie oft übersehe oder ignoriere ich das Leiden von Menschen in meiner Umgebung?
Wie oft berührt es mich nicht, vielleicht weil ich glaube, nichts tun zu können oder andere Prioritäten habe?
Ich kann nicht jedem helfen, der Hilfe braucht. Aber ich könnte Empathie zeigen.
Manchmal kann ich der sein, der jemand hilft, zum Wasser zu kommen. Manchmal kann ich machen, dass sich das Wasser bewegt. Und manchmal kann ich das Wasser sein, das heilt.
Jeder kann. Jeder kann barmherzig sein, Mitgefühl entwickeln und damit einen Unterschied schaffen zu Gleichgültigkeit, Gefühlslosigkeit oder gar Hass. Wenn es etwas gibt, um Menschenverachtung entgegen zu treten, dann ist es das.

The miracle of the healing is one thing. I have asked myself some other questions.
How could it happen that nobody had the compassion or even thought of it to help this man into the water for 38 years?
How often do I fail to see or ignore the suffering of people I know?
How often doesn´t it touch me, because I think I can´t do anything or have other priorities?
I can´t help everyone in need. But I could show empathie.
Sometimes I could be the one to help the other to make it into the water. Sometimes I could make the water moving. And sometimes I can be the water that heals.
Everyone can. Everyone can be compassionate, develop empathie and make a difference to indifference, insensitivity or hate. If there´s anything to counter hate, then this is it.

Frohe Weihnachten.
Merry Christmas.

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Weihnachtsbotschaft

Weihnachtsbotschaft der Präsidentschaft des Pfahles Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

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Liebe Schwestern und Brüder,

wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in das neue Jahr 2017. Wir haben im vergangenen Jahr besondere Dinge erlebt, die uns aufbauten und stärkten, wie zum Beispiel die erneute Weihung des Freiberg Tempels und andere Höhepunkte in den Gemeinden und im Pfahl. Wir möchten Ihnen herzlich für Ihre unermüdliche Arbeit und die Opfer, die Sie dabei bringen, danken.

Es gab aber leider auch viele Ereignisse, die uns beunruhigen. Wir leben in einer Zeit, in der es vielen Menschen immer schwerer fällt, Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken und Konflikte einvernehmlich zu lösen. Dies findet sowohl im großen wie auch im kleinen Maßstab statt. Es verursacht Risse und Spaltungen in der Gesellschaft, in Staaten, Gemeinwesen, Arbeitsumgebungen sowie Familien und extrem viel Leid. Es scheint heute viel leichter zu sein, Zusammenhalt zwischen Menschen zu zerstören als ihn zu schaffen.

In der Gesellschaft beschleunigt sich diese Entwicklung und sie scheint, getrieben durch Gier, Egoismus und den Verlust von Nächstenliebe, unaufhaltsam vorzudringen. Wir wissen aus den Schriften, dass dies ein Zeichen der Zeit, in der wir leben, ist und dass sich der Trend nur durch eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der Rechtschaffenheit umkehren lässt. (Siehe Neues Testament, 2. Timotheus 3:1-5; Buch Mormon, 3. Nephi 7:2-8)

Es erfüllt uns mit Sorge, dass wir solche Entwicklungen leider auch vereinzelt in unserer Mitte sehen. Wenn auch das Ausmaß, die Intensität und die Geschwindigkeit der Ausbreitung wesentlich geringer sind, als in der Gesellschaft um uns herum, sollten wir nicht zulassen, dass dies unter uns lediglich langsamer geschieht.

Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi haben wir einen völlig anderen Auftrag, an den wir uns gemeinsam – besonders in dieser Weihnachtszeit – erinnern wollen. Viele von Ihnen haben sich die Aufforderung der Ersten Präsidentschaft, der Welt durch selbstlosen Dienst ein Licht zu sein, zu Herzen genommen. Wir möchten Sie einladen, damit auch im neuen Jahr fortzufahren oder damit zu beginnen. Wir können einen Unterschied bewirken. Durch Ihr Beispiel werden Sie in den Gemeinden für mehr Nächstenliebe, Toleranz und Verständnis sorgen. Helfen Sie mit, Gemeinden zu schaffen, denen der Vater im Himmel voll und ganz vertrauen kann.

Wir möchten Sie ebenfalls einladen, regelmäßig am Abendmahl teilzunehmen und mehr über die Bedeutung des Sühnopfers von Jesus Christus in Ihrem Leben zu lernen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute und den Segen unseres Himmlischen Vaters.

In aufrichtiger Verbundenheit,

Thomas Hengst
Pfahlpräsident

Björn Bauerfeind
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Mark Schütze
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