Working Anniversary – Arbeitsjubiläum

Den letzten Post dieses Jahr widme ich mal meinem Job. Diesen Monat hatte ich mein 15-jähriges Firmenjubiläum. 15 Jahre in einer verrückten, aber großartigen Branche – der Photovoltaik. Als ich Anfang Dezember 2001 bei Roth & Rau eingestiegen bin, hätte ich mir nicht träumen lassen, was auf mich zu kommt. Ich kannte die Firma nicht mal. Sie war damals noch klein. Ich hatte keine Ahnung von Plasma- und Vakuumtechnologie und musste am zweiten Arbeitstag ein Projekt über PECVD Maschinen für einen Kunde in Australien und den USA übernehmen, weil ich fließend Englisch sprechen und die verschiedenen Slangs verstehen konnte. Das war eine spannende Zeit. Innerhalb kürzester Zeit lernte ich einen Haufen Dinge – vor allem Dank großartiger Chefs und Kollegen, denen ich immer zu großem Dank verpflichtet sein werde.

The last post this year is about my job. I had my 15-year working anniversary this month. 15 years in a crazy but amazing industry – the solar industry. Little did I know what would happen when I started with Roth & Rau beginning of December 2001. I didn´t know the company. It was small then. I didn´t have a clue about plasma and vacuum technology but had to take over a project of PECVD machines for a customer in Australia and the U.S. on my second working day because I spoke fluent English and could understand different slangs. Those were interesting days. I learned tons of things within a very short time with the help of awesome people. I will always be grateful for them.

Zur ersten Firmenweihnachtsfeier saß ich zufällig neben dem Genie der Firma und erhielt einen Crash-Kurs in Plasmaphysik, der sehr hilfreich war. 🙂

At my first Christmas party I happended to sit next to the genius of the company and received an exclusive lesson in plasma physics which was very useful. 🙂

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Als Projektleiter bei einer Maschinenabnahme in Sydney, Australien im September 2002. Für alle, die sich damit nicht auskennen: diese Maschinen machen Solarzellen blau 🙂 

Seit dem habe ich in dieser Industrie die erstaunlichsten Dinge erlebt: Berg- und Talfahrten der Märkte, irres Wachstum, Rückschläge, strategische Fehlschläge aber auch Geniestreiche, politischen Opportunismus, Technologie-Entwicklung in rasender Geschwindigkeit und vieles mehr. Irgendwann schreibe ich mal mein Buch der Solarindustrie. In 15 Jahren hat sich der Wirkungsgrad von Solarzellen um 10% absolut erhöht und die Preise sind um 90% gefallen. Trotzdem sagen wir, dass diese Industrie immer noch in der späten Kindheit steckt. Viel wird in Zukunft noch passieren.

Since then, I have experienced amazing things: Roller coaster markets, crazy growth rates, setbacks, strategic failures but also great success, political opportunism, highspeed technology development and much more. I should write a book someday. In 15 years, the efficiency of solar cells increased by 10% absolut and the prices dropped 90%. We still say that this industry is still in its late childhood. We will see many things in the future.

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Ich werde oft gefragt, warum ich so viele Jahre dabei geblieben bin. Gute Frage, aber es gibt gewichtige Gründe:

  • Zuerst die großartigen Menschen (Kollegen, Kunden und Wettbewerber), die ich überall auf der Welt kennen lernen durfte und die Freundschaften, die entstanden sind.
  • Dann natürlich die Nachhaltigkeit der Technologie. Nachhaltigkeit begeistert mich – nicht nur im Beruf, auch in Religion und Weltanschauung.
  • Ein Arbeitgeber, für den ich gern tätig bin. (www.meyerburger.com)
  • Die ständig fortschreitende Entwicklung und den Einfluss, den ich darauf nehmen kann.

Wir können nicht ewig so weitermachen und Energie erzeugen, in dem wir Dinge verbrennen.
Wir haben einiges geschafft und ich freue mich, dass ich einen Beitrag dazu leisten konnte. Es gibt noch sehr viel zu tun, aber wenn ich mir anschaue, woran wir (und damit meine ich die Solarfamilie) forschen, bin ich sehr optimistisch.

People ask me often why I still work in this industry. Good question but I have very good reasons:

  • First, the great people (colleagues, customers and competitors) I have met everywhere in the world and the resulting friendships.
  • The sustainability of the technology. Sustainability is very important for me, not only at work but also in religion and how I view the world.
  • An employer I like to work for. (www.meyerburger.com)
  • The continuous development and that I can influence things.

We can´t continue to generate energy by burning things for ages. Wir accomplished something, and I´m happy that I could contribute a few things. There´s still a lot to do but when I look at our (the solar family´s) development roadmaps – I´m quite optimistic.

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Ein herzlicher Dank an alle, mit denen ich in den letzten 15 Jahren zusammen arbeiten durfte und weiterhin darf.

A great thanks to all I had the honor to work with and still have.

 

 

Frohe Weihnachten – Merry Christmas

Ich wünsche allen Freunden und Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Ich hoffe, jeder von euch wird etwas Ruhe und Besinnung vom Alltag finden und Freude im Kreis eurer Lieben verspüren.

I wish all friends and readers a merry and blessed Christmas. I hope each of you will find peace and time for reflection from everyday life. May you feel joy with your loved ones.

Ich wünsche auch jedem einige Momente, in denen die Bedeutung der Geburt von Jesus Christus ins Herz dringen möge. Wir hatten solche Momente vorgestern Abend, wo wir uns um das Klavier versammelt und ein bisschen Hausmusik gemacht haben. Es war sehr schön (auch wenn wir alle Laien sind 🙂 ).

I also wish everyone some moments, in which the significance of the birth of Jesus Christ may fill your hearts. We had those moments Thursday night, when we gathered around the piano and sang Christmas carols and hymns. It was wonderful (even though we aren´t professional 🙂 ). 

Ich habe im Oktober begonnen, wieder das Neue Testament zu lesen. Es war eine gute Erfahrung, während der Adventszeit die Evangelien zu lesen und mehr über Jesus Christus zu lernen. Es gibt viele Stellen, an denen man hängen bleibt. Stellvertretend für viele möchte ich eine erwähnen, die mich besonders berührt hat.

In October, I started reading the New Testament again. It was a good experience to read the four Gospels during the Christmas season and learn more about Jesus Christ. There´re many verses to stop reading and ponder. I would like to mention just one that has touched me a lot.

In Johannes 5 finden wir diese Begebenheit:

„Einige Zeit später war wieder ein jüdisches Fest, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf.
In Jerusalem befindet sich in der Nähe des Schaftors eine Teichanlage mit fünf Säulenhallen; sie wird auf hebräisch Betesda genannt.
In diesen Hallen lagen überall kranke Menschen, Blinde, Gelähmte und Verkrüppelte. Sie alle warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet.
Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel des Herrn in den Teich hinunter und brachte das Wasser in Bewegung. Wer als Erster in das Wasser hineinstieg, nachdem es in Bewegung geraten war, der wurde gesund, ganz gleich, an welcher Krankheit er litt.
Unter ihnen war ein Mann, der seit achtunddreißig Jahren krank war.
Jesus sah ihn dort liegen, und es war im klar, dass er schon lange leidend war.
Willst du gesund werden?, fragte er ihn.
Der Kranke antwortete: Herr, ich habe niemand, der mir hilft, in den Teich zu kommen, wenn das Wasser sich bewegt. Und wenn ich es allein versuche, steigt ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Matte und geh!
Im selben Augenblick war der Mann gesund; er nahm seine Matte und ging.“

In John 5 we find the following:

„After this there was a feast of the Jews; and Jesus went up to Jerusalem. 
Now there is at Jerusalem by the sheep market a pool, which is called in the Hebrew tongue Bethesda, having five porches. 
In these lay a great multitude of impotent folk, of blind, halt, withered, waiting for the moving of the water. 
For an angel went down at a certain season into the pool, and troubled the water: whosoever then first after the troubling of the water stepped in was made whole of whatsoever disease he had. 
And a certain man was there, which had an infirmity thirty and eight years. 
When Jesus saw him lie, and knew that he had been now a long time in that case, he saith unto him, Wilt thou be made whole? 
The impotent man answered him, Sir, I have no man, when the water is troubled, to put me into the pool: but while I am coming, another steppeth down before me. 
Jesus saith unto him, Rise, take up thy bed, and walk. 
And immediately the man was made whole, and took up his bed, and walked: and on the same day was the sabbath.

Das Wunder der Heilung ist das eine. Ich habe mir einige andere Fragen gestellt.
Wie konnte es passieren, dass 38 Jahre lang niemand die Barmherzigkeit hatte oder überhaupt daran dachte, diesem Mann ins Wasser zu helfen, wenn es sich bewegte?
Wie oft übersehe oder ignoriere ich das Leiden von Menschen in meiner Umgebung?
Wie oft berührt es mich nicht, vielleicht weil ich glaube, nichts tun zu können oder andere Prioritäten habe?
Ich kann nicht jedem helfen, der Hilfe braucht. Aber ich könnte Empathie zeigen.
Manchmal kann ich der sein, der jemand hilft, zum Wasser zu kommen. Manchmal kann ich machen, dass sich das Wasser bewegt. Und manchmal kann ich das Wasser sein, das heilt.
Jeder kann. Jeder kann barmherzig sein, Mitgefühl entwickeln und damit einen Unterschied schaffen zu Gleichgültigkeit, Gefühlslosigkeit oder gar Hass. Wenn es etwas gibt, um Menschenverachtung entgegen zu treten, dann ist es das.

The miracle of the healing is one thing. I have asked myself some other questions.
How could it happen that nobody had the compassion or even thought of it to help this man into the water for 38 years?
How often do I fail to see or ignore the suffering of people I know?
How often doesn´t it touch me, because I think I can´t do anything or have other priorities?
I can´t help everyone in need. But I could show empathie.
Sometimes I could be the one to help the other to make it into the water. Sometimes I could make the water moving. And sometimes I can be the water that heals.
Everyone can. Everyone can be compassionate, develop empathie and make a difference to indifference, insensitivity or hate. If there´s anything to counter hate, then this is it.

Frohe Weihnachten.
Merry Christmas.

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Weihnachtsbotschaft

Weihnachtsbotschaft der Präsidentschaft des Pfahles Leipzig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

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Liebe Schwestern und Brüder,

wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in das neue Jahr 2017. Wir haben im vergangenen Jahr besondere Dinge erlebt, die uns aufbauten und stärkten, wie zum Beispiel die erneute Weihung des Freiberg Tempels und andere Höhepunkte in den Gemeinden und im Pfahl. Wir möchten Ihnen herzlich für Ihre unermüdliche Arbeit und die Opfer, die Sie dabei bringen, danken.

Es gab aber leider auch viele Ereignisse, die uns beunruhigen. Wir leben in einer Zeit, in der es vielen Menschen immer schwerer fällt, Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken und Konflikte einvernehmlich zu lösen. Dies findet sowohl im großen wie auch im kleinen Maßstab statt. Es verursacht Risse und Spaltungen in der Gesellschaft, in Staaten, Gemeinwesen, Arbeitsumgebungen sowie Familien und extrem viel Leid. Es scheint heute viel leichter zu sein, Zusammenhalt zwischen Menschen zu zerstören als ihn zu schaffen.

In der Gesellschaft beschleunigt sich diese Entwicklung und sie scheint, getrieben durch Gier, Egoismus und den Verlust von Nächstenliebe, unaufhaltsam vorzudringen. Wir wissen aus den Schriften, dass dies ein Zeichen der Zeit, in der wir leben, ist und dass sich der Trend nur durch eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der Rechtschaffenheit umkehren lässt. (Siehe Neues Testament, 2. Timotheus 3:1-5; Buch Mormon, 3. Nephi 7:2-8)

Es erfüllt uns mit Sorge, dass wir solche Entwicklungen leider auch vereinzelt in unserer Mitte sehen. Wenn auch das Ausmaß, die Intensität und die Geschwindigkeit der Ausbreitung wesentlich geringer sind, als in der Gesellschaft um uns herum, sollten wir nicht zulassen, dass dies unter uns lediglich langsamer geschieht.

Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi haben wir einen völlig anderen Auftrag, an den wir uns gemeinsam – besonders in dieser Weihnachtszeit – erinnern wollen. Viele von Ihnen haben sich die Aufforderung der Ersten Präsidentschaft, der Welt durch selbstlosen Dienst ein Licht zu sein, zu Herzen genommen. Wir möchten Sie einladen, damit auch im neuen Jahr fortzufahren oder damit zu beginnen. Wir können einen Unterschied bewirken. Durch Ihr Beispiel werden Sie in den Gemeinden für mehr Nächstenliebe, Toleranz und Verständnis sorgen. Helfen Sie mit, Gemeinden zu schaffen, denen der Vater im Himmel voll und ganz vertrauen kann.

Wir möchten Sie ebenfalls einladen, regelmäßig am Abendmahl teilzunehmen und mehr über die Bedeutung des Sühnopfers von Jesus Christus in Ihrem Leben zu lernen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute und den Segen unseres Himmlischen Vaters.

In aufrichtiger Verbundenheit,

Thomas Hengst
Pfahlpräsident

Björn Bauerfeind
1. Ratgeber

Mark Schütze
2. Ratgeber

 

3. Advent in Seiffen 

Auch dieses Jahr sind Esther und ich unserer Tradition treu geblieben und sind vergangenen Samstag nach Seiffen gefahren.

Der Andrang war wegen der Bergparade sehr groß aber das störte uns nicht so sehr. Wir haben einfach die Zeit im erzgebirgischen Weihnachtsland genossen. Meine Vorfahren väterlicherseits stammen aus der Gegend zwischen Zschopau und Olbernhau. Ich fahre nie den kürzesten Weg sondern biege immer an der Heinzebank links ab, am alten Kalkwerk vorbei, hinunter nach Pockau und dann durch das Flusstal der Flöha Richtung Olbernhau und von dort nach Seiffen.

Mein Vater und viele Vorfahren waren Bergleute. Dadurch weckt die Bergparade immer besondere Assoziationen. Es ist schön, dass diese Traditionen immer noch gepflegt werden. Hoffentlich noch recht lange. 

Jedes Jahr entdecken wir etwas Besonderes. Diesmal war es dieser phantastische Schwibbogen – ein richtiges Kunstwerk. Ich habe lange davor gestanden. Es war sehr schön, inmitten des Trubels inne zu halten und auf diese Weise inspiriert, an Christi Geburt zu denken und zu staunen.

Der Welt ein Licht

Die Adventszeit hat wieder begonnen. Es ist eine Zeit, in der wir uns jedes Jahr wieder in einem Zwiespalt befinden – zwischen Konsumstress, beruflichen Belastungen, die häufig am Jahresende besonders groß sind sowie oft nicht nur gefühlt größerer Hektik als im Rest des Jahres auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit dem Bedürfnis nach Ruhe, Frieden, Zeit für Familie und Freunde.

Während der Adventszeit richten wir unsere Sinne aber auch besonders auf Jesus Christus, an dessen Geburt wir uns zu Weihnachten erinnern und dessen Vorbild in unserem Leben entscheidende Unterschiede bewirken kann.

Jesus hat während seines irdischen Wirkens das Leben vieler Menschen berührt. Er sagte über sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt.“ (Johannes 8:12).
Uns hat er aufgefordert: „Ihr seid das Licht der Welt.“ (Matthäus 5:14)

Dieses Video bringt uns diese Aussagen sehr gut näher.
(https://www.mormon.org/deu/weihnachten)

In Englisch: www.mormon.org

Der Vorschlag, jeden Tag während der Adventszeit (und hoffentlich auch darüber hinaus) das Leben eines Menschen mit Liebe und Güte zu bereichern, gefällt mir sehr gut. Ich werde es versuchen und lade alle Leser ein, trotz aller Geschäftigkeit dem Beispiel von Jesus Christus zu folgen.

Hier sind die Vorschläge für die ersten 5 Tage.

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Hier sind alle Vorschläge:

25 Vorschläge – Der Welt ein Licht

 

Bericht von der Pfahlkonferenz

Für alle Interessierten steht pünktlich zur Adventszeit der Bericht von der Herbst-Pfahlkonferenz des Pfahles Leipzig unter www.pfahl-leipzig.de zum Download zur Verfügung. Er ist im Ordner „Berichte von der Pfahlkonferenz“ abgelegt.

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Lieber Wolfgang, herzlichen Dank für deine unermüdliche Arbeit, seit nunmehr vielen Jahren diesen Bericht nach jeder Konferenz zusammenzustellen.

Ich möchte die Leser dazu ermuntern, den Bericht auch mit den Mitgliedern unseres Pfahles zu teilen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen oder altersbedingt nicht an der Konferenz teilnehmen konnten.

Rückblickend möchte ich mich bei allen bedanken, die auf irgendeine Weise an der Konferenz mitgewirkt haben – allen Sprechern, den Organisten und Gesangleitern, den Chören und Chorleitern, dem Orchester und den Geschwistern, die es leiten bzw. die Musik arrangieren, den Ordnungsdiensten, den Geschwistern, die für die Dekoration gesorgt haben, den Übersetzern, Technikern und nicht zu letzt den Betreibern und Angestellten des Kulturhauses in Böhlen, wo die Konferenz am Sonntag stattgefunden hat. Es war ein echter Höhepunkt.

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Rückblende Pfahlball

Vergangenen Samstag fand in Wilkau-Hasslau unser diesjähriger Pfahlball statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten oder wollten, möchte ich ein paar kurze Impressionen teilen.

Herzlichen Dank an Cordelia und Björn Barthel für die sehr gute Organisation und die viele Mühe, die ihr euch gemacht habt. Ich denke, jeder hat sich an diesem entspannten Abend sehr wohl gefühlt und wurde gut genährt (Catering war Spitze).

Vielen Dank auch an alle Mitwirkenden, die einen Beitrag zum Gelingen geleistet haben. Leider habe ich keine Bilder von Petra und Prisca und ihren musikalischen Einlagen gemacht. Ihr wart super.

Die Organisatoren haben uns als Pfahlpräsidentschaft aufgefordert, etwas darzubieten. Ich gebe zu, dass wir das abgekupfert haben, aber es stellt gut dar, wie wir in unseren Sitzungen Eis essen. 😀

Einer der Höhepunkte des Abends war die Auferstehung des Leipziger Gemeindekabaretts Chrom de la Creme. Wir haben uns alle an unseren guten Freund Herbert Goliasch erinnert, der sicher wohlwollend von oben zugesehen hat. 

Es ist toll, dass wir uns auf die Schippe nehmen und über uns lachen können. Hier zwei Auszüge aus dem Programm:

Meinen Hut ziehe ich auch vor Celia Jentzsch und ihrer Passion für das Saxophon. Vielen Dank, das war sehr beeindruckend.

Wir freuen uns bereits auf den Ball nächstes Jahr im Herbst.

Fehler im System

Diesen Beitrag des MDR inkl. Videoclip sollte man sich definitiv ansehen. Man ist einfach nur sprachlos, welche irren Auswüchse Bürokratie haben kann.

http://www.mdr.de/exakt/hausaerzte-100.html

Da ich Lothar Ritter sehr gut kenne, von ihm schon behandelt wurde und in der Kirche mit ihm zusammen arbeite, kann ich die Fakten im Film nur bestätigen. Es wäre ein zum Himmel schreiendes Unrecht, ihn für seinen selbstlosen Dienst zu bestrafen.

Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen in der KV Sachsen oder vielmehr die Entscheider ganz oben zur Vernunft kommen und sich mit den Menschen, die hinter den Zahlen stehen, beschäftigen.

 

Sisters und Elders Part 24

Gestern hatte ich die Ehre, Elder Alexander Plettig aus meiner Heimatgemeinde Hohenstein-Ernstthal von seiner Vollzeitmission zu entlassen.

Alex hat zwei Jahre in der Samara Russland Mission gedient, unter anderem in den Städten Kasan, Saratov, Orenburg und Togliatti. Keine leichte Aufgabe unter den speziellen Bedingungen in Russland, aber er hat es richtig gut gemacht. Wir haben uns in einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Russisch unterhalten. 🙂

Heute waren wir als Gemeinde im Freiberg Tempel – ein guter Ort für einen zurückgekehrten Missionar.

Lieber Alex, vielen Dank für deinen selbstlosen Dienst und alles Gute für das Masterstudium.

Letztes Wochenende und ein Urlaubserlebnis

Letztes Wochenende fand unsere Herbst-Pfahlkonferenz in Leipzig und Böhlen statt. Ich möchte mich, auch im Namen meiner Mitarbeiter, bei allen Mitgliedern unseres Pfahles bedanken, die in irgendeiner Weise zum Gelingen der Konferenz beigetragen haben. Wir hatten eine sehr gute Zeit.

Neben den üblichen Konferenzgottesdiensten fanden weitere Veranstaltungen wie Jugendaktivitäten und eine Jugendkonferenz statt. Dabei waren unsere Jugendlichen kreativ 🙂

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und betätigten sich sportlich (übrigens ein großer Spaß – Live Tischfußball).

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In allen Versammlungen hatten wir mehr Besucher als jemals zuvor.

Am Samstagabend habe ich über Glauben gesprochen, die wichtigste Grundlage von allem, was wir tun und worauf wir hoffen. Aber nicht nur das, Glaube an Christus und Sein Evangelium ist auch ein Antrieb für die Entwicklung von Charaktereigenschaften, die sich an dem Wirken von Jesus Christus orientieren.
Im Buch Mormon gibt es eine Reihe von sehr guten Erläuterungen wie man z.B. Glauben entwickeln (siehe Alma, Kapitel 32) und was durch Glauben bewirkt werden kann (siehe Ether, Kapitel 12).
Ich werde die Ansprache posten, sobald das Transkript fertig ist.

Im Oktober war ich mit Esther wieder im Zion National Park in Utah. Der Canyon inspiriert mich immer zu bildhaften Vergleichen. Diesmal kletterten wir nicht nach oben, sondern haben die Narrows erkundet. Dabei musste ich an meinen Glauben denken, wie ich ihn gewonnen habe und wie er sich weiterentwickelt.

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Die Narrows beginnen dort wo sich der Zion Canyon verengt und es keinen Fußweg mehr gibt. Man bewegt sich fortan entweder im Virgin River oder auf Sand- und Schotterbänken flussaufwärts. Es ist absolut faszinierend.

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Es ist eine Entdeckungsreise, die ich mit der Entdeckungsreise in die Tiefen des Evangeliums Jesu Christi vergleichen möchte. Je mehr man sich die Mühe macht, weiter vorzudringen, umso mehr gibt es zu entdecken, zu verstehen und zu staunen. Logischerweise ist es nur ein Vergleich, der nicht alle Facetten aus beiden Erfahrungen berühren kann.

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Manchmal geht es leichter voran …

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… manchmal ist es mühsam (Wasser hatte 13 Grad) und man kommt nur langsam voran.

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Wir hatten uns ein Zeitlimit gesetzt, denn wir mussten natürlich den Rückweg einplanen und waren nicht auf eine längere Exkursion vorbereitet. Allerdings haben wir unser Zeitlimit mehrmals verlängert, denn an jeder Flussbiegung gab es neue, atemberaubende Eindrücke.

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Je mehr wir sahen und lernten, umso mehr hatten wir Freude an der Wanderung.

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Wir hatten in den Jahren davor oft darüber gesprochen, dass wir den Trip in die Narrows einmal machen wollten. Als der Wunsch und die Neugier groß genug waren, haben wir es getan. Wir hatten uns vorher gut informiert, aber unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.

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Wir sind bis an diesen Punkt gegangen, dann mussten wir leider aufgrund der fortgeschrittenen Zeit umkehren – aber mit dem festen Vorsatz zurückzukommen und weiterzugehen.

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Hat es sich gelohnt? Natürlich. Wissen wir jetzt alles? Natürlich nicht. Es gibt noch viel mehr zu entdecken und zu lernen.
So ist es mit dem Glauben an Jesus Christus und den Plan der Erlösung. Es ist jedem selbst überlassen, wie tief er vordringen möchte. Es braucht aber ein bestimmtes Maß an Mühe, Opfer und Ausdauer, damit man genügend versteht, um Konsequenzen aus dem Gelernten zu ziehen und beständig in Christus vorwärtszustreben. Siehe Buch Mormon, 2. Nephi 31:20:
„Darum müsst ihr mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen. Wenn ihr darum vorwärtsstrebt und euch am Wort von Christus weidet und bis ans Ende ausharrt, siehe, so spricht der Vater: Ihr werdet ewiges Leben haben.“

So mancher lässt sich auch von Schwierigkeiten zum Aufgeben bewegen. Manchmal hält das Fundament nicht, gibt es Irritationen, Zweifel oder andere Gründe. Oft werden dabei wertvolle Dinge weggeworfen, vergessen oder durch etwas anderes überlagert. Das kann sehr bedauerlich sein, aber es sind immer sehr persönliche Entscheidungen und deshalb zu akzeptieren.

Ich möchte jeden Leser einladen, sich auf diese Entdeckungsreise des Glaubens zu begeben. Ich bin in meinem Leben auf dieser Reise mit unzähligen prägenden, schönen und manchmal auch schwierigen Erfahrungen belohnt worden. Und noch immer gibt es unzählige Dinge zu entdecken.