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Böhmische Schweiz 

Vorvergangenes Wochenende sind wir als Pfahlpräsidentschaft zum 5. Mal mit den Jugendlichen unseres Pfahles zur alljährlichen Campingtour gefahren. Dieses Jahr waren wir in Hrensko – Mezni Louka und auch diesmal hatten wir mit 85 Teilnehmern wieder eine Rekordbeteiligung.

Inzwischen sind wir alle ein eingespieltes Team 🙂

Und die Küchenchefin Kirsten Unger war einfach wieder grandios. Irgendwie habe ich verpasst, ein gutes Foto zu machen. 

Den Samstag nutzten wir zu einer Tageswanderung in phantastischer Landschaft. Aus den angekündigten 10 km wurden am Ende knapp 20 km, was keinen wunderte, da wir alle wissen, dass ein Lothar-Ritter-Kilometer in Wirklichkeit zwei Kilometer und manchmal auch drei sind. 🙂

Eine weitere Gruppe fuhr nach Decin um professionell klettern zu gehen. Von ihnen habe ich noch keine Bilder. Die müssen wir nachreichen.

Für die Wanderer ging es zuerst zwei Stunden zum Prebisch Tor. 

Am Prebisch Tor war Mittagsrast. Danach ging es hinunter nach Hrensko wo die Kamnitz in die Elbe mündet.

Von dort nahmen wir den Weg durch die Edmundsklamm.

Ein Stück des Weges geht es nur im Boot weiter mit sehr humorvollen Bootsführern. Mit etwas Phantasie kann man in den Sandsteinformationen allerhand Figuren entdecken. Der „vollautomatische Niagarafall“ war natürlich unverkennbar. 

Nach der Bootsfahrt erwartete uns dann der steile Anstieg zurück nach Mezni Louka. 

Abends wurde gegrillt und wohlverdient ausgiebig gegessen. Als Pfahlpräsidentschaft haben wir die Zeit für eine spezielle Sitzung genutzt. 🙂

Ich möchte unseren Jugendlichen wieder ein großes Lob aussprechen. Der Zeltplatz wurde blitzsauber hinterlassen, ohne dass wir etwas sagen mussten. Keine Probleme. Wir mussten uns keine Sorgen machen, dass jemand über die Stränge schlägt. Die meisten haben mit angepackt, wenn etwas zu erledigen war. Es war eine tolle Zeit.

Vielen Dank auch den Betreuern, die sich toll gekümmert haben. Der Höhepunkt und ein unvergessliches Erlebnis war wieder unser Gottesdienst unter freiem Himmel. 

Wir planen schon für nächstes Jahr und freuen uns auf den Trip im August 2017.

Sisters und Elders Part 23

Letzte Woche am Donnerstag habe ich Elder Samuel Jakobi aus der Gemeinde Leipzig 2 nach zwei Jahren ehrenvollen Dienstes in der Alpenländischen Mission als Missionar entlassen. 

Da ich zum Zeitpunkt seiner Berufung schon geblogt habe, gibt es also auch einen Post von diesem Ereignis. Siehe https://thomashengst.com/2014/08/31/sisters-und-elders-part-04/

Ich habe gerade noch einmal gelesen, was ich vor zwei Jahren geschrieben habe – und ja, er hat die Herausforderungen hervorragend gemeistert und ist mit ihnen, wie ich finde, enorm gewachsen.

Ein Missionars-Entlassungsgespräch ist auf vielfältige Weise eine interessante und sehr oft inspirierende Erfahrung. Mit Elder Jakobi war das am Donnerstag auf jeden Fall so. Wir haben uns relativ lange unterhalten und dabei sind mir viele Ideen für meine Arbeit in der Kirche gekommen. Besonders gut gefallen haben mir Elder Jakobi’s gut durchdachte Analysen und Schlussfolgerungen aus den Erfahrungen seiner Mission. Wir werden sicher einiges davon umsetzen. Es gibt nichts besseres als mit Herz und Verstand zu arbeiten und Überzeugungen auf diesen Grundlagen zu errichten. Schaltet man eines von beiden ab, fangen Dinge an, in falsche Richtungen zu laufen. 

Jeder zurückgekehrte Missionar steht vor der Herausforderung, so viele wie möglich der erworbenen Fähigkeiten weiterhin zu pflegen und nützliche Gewohnheiten beizubehalten, auch wenn sie Disziplin erfordern und nicht wirklich mit dem Zeitgeist kompatibel sind. Alte Probleme werden sich zu einem gewissen Grad mit der Zeit wieder melden, manche mit großem Nachdruck. Neue kommen dazu, aber ein Missionar sollte von Mission eine große Auswahl an Werkzeugen mitbringen, die man nach der Entlassung nicht weg wirft sondern benutzt.

Als Führungskraft in der Kirche ist es eine meiner wichtigsten Aufgabe, unsere jungen Leuten dabei zu unterstützen. Auch damit ist ein Lernprozess verbunden und man muss sich Zeit dafür nehmen, was nicht immer einfach ist.

Lieber Sammy, vielen Dank für deinen vorbildlichen Dienst in der Schweiz, Österreich und Süddeutschland. Viel Erfolg und Gottes Segen für deine Zukunft. 

Sisters und Elders Part 22 und ein Hochzeitstag 

Vergangenen Dienstag, am 16. August 2016, hatte ich wieder das Vorrecht, einen Missionar zu berufen. 

Elder Danielo Neukamm aus der Gemeinde Köthen wird die nächsten zwei Jahre in der Manchester England Mission dienen. Diese Mission ist uns sehr vertraut. Unser Sohn Dennis hat dort vor einigen Jahren seine Mission erfüllt.

Elder Neukamm ist ein toller junger Mann, gut vorbereitet, voller Enthusiasmus. Wir hatten eine wunderbare Zeit am Dienstagabend im Gemeindehaus in Köthen. 

Alles Gute und viel Erfolg, Elder Neukamm. Ich freue mich auf unser Wiedersehen in zwei Jahren. 

Zufällig war am 16. August unser 31. Hochzeitstag. Die Einsetzung eines Missionars war dabei ein schöner Abschluss dieses Tages, den wir zuvor in Dresden verbracht haben. 

Nach wie vor möchte ich alle Leser zum Besuch des offenen Hauses des Freiberg Tempels einladen. Er ist noch bis zum 27. August geöffnet. Weitere Informationen finden sich in meinem Blog.

Update offenes Haus Freiberg Tempel

Seit gestern ist der Freiberg Tempel für die nächsten zwei Wochen für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Medienecho war beachtlich und die Presseseite der Kirche enthält alle relevanten Informationen (http://www.presse-mormonen.de/artikel/freiberg-tempel-pressemappe).

Da ich gestern Abend erst von einer Dienstreise aus Russland zurück gekommen bin, haben Esther und ich heute die Gelegenheit genutzt, nach Freiberg zu fahren und an einer Führung teilzunehmen, bevor wir uns in den nächsten zwei Wochen einige Tage nehmen, um beim offenen Haus mitzuarbeiten.

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Der Tempelplatz war sehr belebt und ich habe mich gefreut, viele Mitglieder aus unserem Pfahl dort zu treffen. Am Mittwoch kommender Woche sind es genau 31 Jahre her, dass wir dort unsere ewige Ehe geschlossen haben.

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Vor der Führung durch den Tempel sehen alle Besucher ein 10-minütiges Video, das den Zweck eines Tempels erklärt. Heute war ich mal in der Position eines Besuchers und dabei ist mir noch viel bewusster geworden, wie machtvoll und einzigartig unsere Botschaft ist.
Tausende Menschen werden in den nächsten zwei Wochen in Freiberg etwas über grundlegende Fragen unseres Daseins und die Bedeutung unserer Beziehung zu unserem Himmlischen Vater und seinem Sohn Jesus Christus lernen und hoffentlich sehr nachdenklich wieder nach Hause fahren. Sie werden erfahren, worin der Wert von Familien liegt – über dieses Leben hinaus – und vielen wird vielleicht klar werden, dass sich eine Gesellschaft, die sich an Unverbindlichkeit erfreut, familiäre Verpflichtungen scheut und ewige Perspektiven völlig ausblendet, auf einem großen Irrweg befindet.

„Denn siehe, dieses Leben ist die Zeit, da der Mensch sich vorbereiten soll, Gott zu begegnen …“ Buch Mormon, Alma 34:32

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Freiberg Tempel – Einladung zum offenen Haus

Nach umfangreichen Erweiterungs- und Rekonstruktionsarbeiten wird der Freiberg Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage am 4. September 2016 wieder geweiht. Vor der Weihung wird der Tempel vom 12. bis 27. August für die Öffentlichkeit zur Besichtigung geöffnet.

Ich möchte alle Leser herzlich einladen, diese Gelegenheit wahrzunehmen und auch die Einladung zu teilen.

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Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste offene Haus des Tempels im Juni 1985. Fast 90.000 Menschen besuchten in zwei Wochen das Gebäude und informierten sich über den Sinn und Zweck von heiligen Tempeln. Dieses historische Foto von damals zeigt einen normalen Tag, an dem die Besucher zum Teil stundenlang ausharrten. Ich hatte die Gelegenheit zu den vielen Helfern zu gehören, die dafür gesorgt haben, dass alles reibungslos verlief. Wir haben hunderte Fragen beantwortetet und als 21-jähriger habe ich unzählige Dinge gelernt, die mir später von großem Nutzen waren.
Wenige Wochen nach der Eröffnung des Freiberg Tempels, schlossen meine Frau Esther und ich am 17. August 1985 unser Ehebündnis für Zeit und Ewigkeit. Dies ist nur in einem Tempel möglich.

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Die beiden folgenden Fotos habe ich dieses Jahr während der Bauphase gemacht, als ich beruflich in Freiberg zu tun hatte.

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Unter dem folgenden Link kann man sich über Tempel informieren und sehen, wo es in der Welt überall Tempel gibt – die nicht zu verwechseln sind, mit normalen Gemeindehäusern, da sie sich in Funktion und Zweck grundlegend unterscheiden.

https://www.lds.org/church/temples?lang=deu

Ich möchte noch einige persönliche Dinge anfügen, weshalb es mir wichtig ist, einer Kirche anzugehören, in der es möglich ist, in einem Tempel Gottes zu dienen.

  • Die Tempelverordnungen haben ultimative Relevanz für jeden Menschen, wenn es tatsächlich neben diesem Leben, ein vorirdisches Dasein gegeben hat und ein Leben nach dem Tod geben wird. Ebenso – wenn wir buchstäblich Kinder Gottes sind, die aus seiner Gegenwart auf die Erde gekommen sind und nach dem Tod wieder zu ihm zurückkehren werden, um Rechenschaft über unser Leben abzulegen und in Seine Ruhe einzugehen. Von diesen Dingen bin ich fest überzeugt.
  • In unseren Tempeln tun wir etwas, das allgemeinen Trends in der Welt diametral entgegensteht: Wir verbinden Menschen, Familien über Generationen hinweg miteinander – über dieses Leben hinaus, anstatt sie zu trennen. Wir schließen Bündnisse und ja, gehen damit Verpflichtungen ein und nehmen Verantwortung auf uns. Damit treten wir Unverbindlichkeit und Verantwortungslosigkeit entgegen.
  • Tempel sind Orte der Besinnung, geistiger Erfahrungen und Offenbarung. Ich habe viele dieser Erfahrungen dort gemacht, die ich nirgendwo anders hätte machen können.
  • Tempel sind ebenfalls Orte des Lernens, der Erkenntnis und des Verstehens, besonders was den Umgang Gottes mit den Menschen betrifft. Besonders aber sind es Orte des selbstlosen Dienens, wodurch die Gelegenheit haben, emotionale Bindungen über Generationen hinweg aufzubauen und Nächstenliebe zu entwickeln.
  • Um in den Tempel gehen zu können, müssen Voraussetzungen erfüllt werden und es erfordert moralische Würdigkeit. Die Segnungen des Tempels sind etwas, das man sich erarbeiten muss. Ich finde dieses Prinzip gut und richtig und bin davon überzeugt, dass es in allen Bereichen des Lebens wichtig ist. Ich finde aber auch das göttliche Prinzip gut und richtig, dass durch das Sühnopfer Christi uns alles das dazu gegeben wird, das wir trotz eigener Anstrengung nicht schaffen können. Beide Prinzipien gehen Hand in Hand und beseitigen die Missverständnisse, die es zum Thema Glaube und Werke, Gnade und Gerechtigkeit gibt.
  • Intelligente Menschen achten die Heiligkeit des Tempels – auch wenn sie den Sinn nicht verstehen oder damit nicht übereinstimmen. Es gibt leider Menschen, die zu Achtung und Respekt gegenüber Orten der Gottesverehrung nicht fähig sind. Sie disqualifizieren sich in Bezug persönliche Integrität selbst. Ich finde das sehr bedauerlich und es tut mir für diejenigen leid, die heilige Dinge in den Schmutz ziehen.
  • Tempel dienen der Familie. Unsere Kinder sind innerhalb unseres Tempelbündnisses geboren und sie haben selbst diese Bündnisse für ihre Ehen geschlossen. Natürlich liegt es an uns, diese Bündnissen zu achten, ihnen treu zu bleiben und alles dafür zu tun, dass wir als Familie glücklich sein können. Ich bin unendlich dankbar für meine Familie, meine liebe Frau, unsere Kinder, Schwiegerkinder und Enkel.

    Wir gehören zusammen.

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Moto-GP Sachsenring 2016

Ich bin persönlich nicht übermäßig an Motorsport interessiert, aber als Hohenstein-Ernstthaler geht natürlich die Faszination des Moto-GP auf dem Sachsenring nicht an mir vorüber. Als Kinder haben wir Agostini, Read, Braun und andere in unserer Straße schon am Motorenklang einen Kilometer entfernt erkannt. 🙂
Es ist zu hoffen, dass diese Veranstaltung auch in Zukunft hier stattfinden wird, denn sie gehört sowohl geschichtlich (nächstes Jahr 90 Jahre Sachsenring), kulturell und vor allem auch emotional auf den Sachsenring. Es wäre eine Torheit, wenn die Verantwortlichen auf allen Seiten, in Zukunft diese Tatsachen negieren würden. Da bin ich voll Lokalpatriot.

Die GP Woche im Juli verbreitet immer eine besondere Atmosphäre durch den Sport und die Besucher, die ein Vielfaches der Einwohnerzahl ausmachen. Ich habe es dieses Jahr größtenteils verpasst, bin erst gestern Abend von einer Dienstreise aus den USA zurück gekommen und muss morgen wieder weg nach Asien.
Es ist schwer vorstellbar, dass sich etwas, das den Sachsenring ausmacht, auf hingepflasterten Rennstrecken reproduzieren lässt. Es ist sicher nicht alles Gold was glänzt – Lärm bis tief in die Nacht, Volltrunkene, die nicht mehr wissen, was sie tun und was es sonst noch an Phänomenen gibt, die mit zivilisiertem Verhalten nicht viel zu tun haben – darauf können wir gut verzichten. Aber das macht die Atmosphäre nicht aus. Es sind die Fans, die sich so verhalten wie Fans und die sind in der überwältigenden Mehrheit.

Heute Abend sind wir nach dem Qualifying noch eine Runde die Goldbachstraße runter gegangen, alles voller Menschen, Live Bands, uvm., haben uns auf die schon leeren Tribünen gesetzt und einfach die Atmosphäre nach dem Trubel eingesaugt. Hier nur ein paar Schnappschüsse.

Goldbachstraße und Altmarkt waren dagegen gepackt mit Leuten.

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Mormon Tabernacle Choir in Berlin

Nach 25 Jahren hatten Esther und ich am Mittwoch wieder die Gelegenheit, den Tabernacle Chor in Deutschland zu erleben. Ich kann mich noch gut an das Konzert im Kulturpalast in Dresden 1991 erinnern. Es war ein unvergessliches Erlebnis.
Und so war es auch diesmal in der berühmten Berliner Philharmonie – ein großartiges Konzert. Die Auswahl und die Breite des Repertoires, die Akustik, die Qualität der Musik und ihre geistige Botschaft und nicht zuletzt die gesamte Atmosphäre im Saal – es war einfach toll und sehr bewegend. Die Fahrt nach Berlin mit Noemi und Dennis hat sich wirklich gelohnt. Balsam für die Seele.
Ich wünsche allen Konzertbesuchern in Nürnberg, Frankfurt, Wien, Zürich, Brüssel und Rotterdam eine wundervolle Zeit.

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Mormon Tabernacle Choir und Orchestra at Temple Square in der Berliner Philharmonie am 29.Juni 2016

Ein paar mehr Hintergrundinformationen gibt es in dieser Pressemitteilung:
http://www.presse-mormonen.de/artikel/mormon-tabernacle-choir-berlin-2016

 Link zum Beitrag von Klassikradio Berlin:

http://www.klassikradio.de/aktuelles/der-mormon-tabernacle-choir-in-berlin

 

12. Juni 2016

Heute war ein besonderer und historischer Tag in der Geschichte der Kirche in Sachsen. In einem Sondergottesdienst wurden die Gemeinden Chemnitz und Hohenstein-Ernstthal reorganisiert.

Aus dem Zweig Hohenstein-Ernstthal wurde die Gemeinde Hohenstein-Ernstthal und ich hatte das Vorrecht, Danny Wagner als Bischof zu ordinieren und zu berufen.
Das Gemeindehaus in Chemnitz war mit mehr als 200 Mitgliedern und Besuchern voll besetzt.

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Der Gottesdienst war für mich eine sehr emotionale Zeit. Ich musste an viele Dinge denken. 1911 sind die ersten Mitglieder der Kirche aus Chemnitz nach Hohenstein-Ernstthal gekommen und haben missioniert. Wenige Jahre später wurde ein Zweig der Kirche gegründet. Die Mitglieder in beiden Städten waren immer eng miteinander verbunden.

Ich musste an hervorragende Menschen in Chemnitz denken, die mich geprägt haben: Henry Burkhardt und Gottfried Richter (siehe meinen Post vom 22.4.2016: https://thomashengst.com/2016/04/22/dank/) oder auch meine Seminar- und Institutslehrer als ich ein Teenager war – Detlef Sellner, Rudolf Renkewitz, Karl Kleinert und Roland Jentzsch. Einige von ihnen leben nicht mehr, aber vergessen werde ich sie nie.

Ich musste an Kurt Meyer denken, der ein Freund meines Vater war und mich nach meiner Taufe 1972 konfirmiert hat. Viele seiner Nachkommen gehören jetzt zu meiner Gemeinde, was mich sehr freut.

Das Segnen und Austeilen des Abendmahls hat mich heute ebenfalls besonders berührt. Es hat einige Zeit gedauert, über 200 Menschen am Abendmahl teilhaben zu lassen. Es war eine besondere Zeit, während der ich an die Begebenheit, die im Buch Mormon, im 3. Nephi Kapitel 11 geschildert wird, erinnert wurde. Als Jesus den Nephiten nach seiner Auferstehung erschien und die versammelte Menge einlud vorzutreten und seine Nägelmale zu berühren und zu wissen, dass Er wirklich das Sühnopfer vollbracht hat, in dessen  Gedenken wir jede Woche vom Abendmahl nehmen.

Ich musste auch an die Speisung der 5000 denken, die im Neuen Testament in Matthäus Kapitel 14 beschrieben wird. Jesus, der gerade von der Ermordung seines treuen Freundes und Wegbereiters Johannes dem Täufer erfahren hatte, wollte in seiner Trauer allein sein. Aber eine große Menge folgte ihm. Er hatte Mitgefühl für sie und heilte ihre Kranken und vollbrachte schließlich das Wunder der Speisung.

Wie lange mag es gedauert haben und was mögen die Menschen gefühlt haben, als sie darauf warteten, Jesus zu berühren oder dieses Wunder zu erleben? Daran zu denken, hat mich dankbarer für Jesus Christus gemacht.

Der neue Bischof Danny Wagner hat sich Knut Meyer und Gino Vogel als Ratgeber gewählt. Ich wünsche der neuen Bischofschaft Gottes Segen. Beiden Gemeinden wünsche ich eine gute und harmonische Zusammenarbeit im nun gemeinsam genutzten Kirchengebäude in Chemnitz, Stelzendorfer Straße 25. Es gibt viele großartige neue Möglichkeiten.

Ab Sonntag, den 19.6.2016 beginnt der Abendmahlsgottesdienst der Gemeinde Hohenstein-Ernstthal um 9:00. Die Gemeinde Chemnitz beginnt ihre Versammlungen um 11:00.

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Pfahltag Köthen 2016

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Letzten Samstag, am 4.6. fand in Köthen wieder unser Pfahltag statt. Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir eine Rekordbeteiligung.

Einen besonderen Dank möchte ich allen Organisatoren und Helfern aussprechen für die geopferte Zeit und Mühe. Es war einfach toll. Der schönste Lohn ist, wenn Teilnehmer fragen, ob der nächste Pfahltag schon recht bald stattfinden wird. 🙂

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Für jeden, egal ob alt oder jung, war etwas dabei – Sport, Spiele, kreativ sein, etwas lernen, gutes Essen und viele, viele Gespräche.

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Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und laden alle ein, die dieses Jahr verhindert waren oder keine Lust hatten, sich auf den Weg zu machen.

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Die Gemeinden Hohenstein-Ernstthal und Chemnitz

Am kommenden Sonntag, den 12.6.2016 werden Präsident Menzel vom Pfahl Dresden und ich über die Grenzen der Pfähle Dresden und Leipzig hinweg zwei Gemeinden reorganisieren.

Ein Teil der Gemeinde Chemnitz wird mit dem Zweig Hohenstein-Ernstthal zusammen geführt und der Zweig in eine Bischofsgemeinde umgewandelt. Beide Gemeinden werden fortan gemeinsam das Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Chemnitz, Stelzendorfer Straße 25 nutzen. Die Gemeinde Chemnitz verbleibt im Pfahl Dresden, die Gemeinde Hohenstein-Ernstthal im Pfahl Leipzig.

Beide Gemeinden haben eine lange Geschichte (Chemnitz fast 120 Jahre, Hohenstein-Ernstthal über 100 Jahre) und waren in der Vergangenheit oft eng miteinander verbunden.

Am kommenden Sonntag, den 12.6.2016 findet um 9:30 in Chemnitz ein Sondergottesdienst für beide Gemeinden statt, bei dem die Veränderungen vollzogen werden. 

Herzlich willkommen.

Hier einige Fotos vom Gemeindehaus in Chemnitz, einem der ersten Kirchengebäude, die noch während der DDR-Zeit errichtet werden durften.

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