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Offenes Haus, Chorkonzert und Weihung

Letzte Woche haben wir unser Pfahlzentrum in der Oeserstraße in Leipzig nach mehr als eineinhalbjähriger Umbauzeit offiziell wieder eröffnet. Ab Dienstag war das Haus für jedermann offen, und es gab eine Vielzahl von Veranstaltungen. Ich kann an dieser Stelle leider nicht alle Aktivitäten erwähnen, die von vielen unserer Mitglieder organisiert und tatkräftig unterstützt wurden, sondern gebe nur einen kurzen Bericht über die Ereignisse, an denen ich beteiligt war.

Ich bin am Mittwochvormittag von einer Dienstreise aus Washington zurückgekommen, voller Vorfreude auf den Rest der Woche. Am Abend hatte ich dann ein Treffen mit meinen Ratgebern, unserem Missionspräsidenten, den Hohen Räten und Bischöfen. Es war für mich eine äußerst inspirierende Versammlung. Ich bin nach vielen Gesprächen, trotz Müdigkeit gegen Mitternacht sehr froh nach Hause gefahren.

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Am Freitag hatten wir einen Empfang mit den am Projekt beteiligten Architekten, bei dem ich die Gelegenheit hatte, unseren Dank für die gute Zusammenarbeit auszusprechen. Wie die Tage vorher, waren die Türen geöffnet mit Orgelmusik um 18 Uhr. Am Freitag war ich zum Orgelspielen eingeteilt, was mir wirklich ein Bedürfnis war. Ich habe in den letzten neun Jahren höchstens ein bis zwei Mal pro Jahr an der Orgel gesessen. Umso mehr habe ich die 45 Minuten genossen, obwohl ich technisch mangels Praxis schon etwas eingerostet bin. Ich fand es aber schön, dass etliche Passanten in der Kapelle saßen, einfach mit dem Bedürfnis nach Andacht und Ruhe. Auch zu diesem Zweck, haben wir das Gebäude erweitert und einladender gestaltet.

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Am Samstagabend fand das lang erwartete Chorkonzert unseres Pfahlchores unter der bewährten Leitung von Frank Heidler statt. Es war großartig und wurde mit Standing Ovations belohnt. Die mehr als 100-jährige Leipziger Tradition geistlicher Musik der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird nun unter verbesserten Bedingungen im umgebauten Gotteshaus weitergeführt.

Nach dem Konzert hatte ich, im Auftrag der Gebietspräsidentschaft Europa der Kirche, das Vorrecht, das Gebäude wieder zu weihen und ein entsprechendes Gebet und einen Segen auszusprechen. Dies geschah im Rahmen eines kurzen Weihungsgottesdienstes. Es war für mich ein sehr emotionaler Moment.

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Am Sonntag war dann mein vierter Besuch im Leipzig, um in einem gemeinsamen Gottesdienst der beiden Leipziger Gemeinden zu sprechen. Der wichtigste Teil des Gottesdienstes war das Abendmahl. Die Andacht während des Abendmahls, das durch die vielen Anwesenden sehr lange dauerte, war beeindruckend und wohltuend. Die Musik war wunderbar. Herzlichen Dank auch an die beiden Bischöfe für ihre Botschaften. Ich werde meine Worte zu gegebener Zeit auf vielfältigen Wunsch auf dieser Plattform veröffentlichen.

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Abschließend möchte ich noch ein paar Gedanken anfügen. Ich bin glücklich mit dem Resultat der Rekonstruktion des Gebäudes. Es entspricht zum größten Teil den Bildern, die ich am 30. Dezember 2015 vor meinen geistigen Augen hatte, als ich die ersten Skizzen gemacht habe. Ich möchte allen danken, die in irgendeiner Form an der Realisierung des Projektes beteiligt waren und sich für das Gemeindeleben engagieren. Es gibt noch einige Dinge zu tun, aber das wird alles nach und nach erledigt werden.
Ich hoffe, dass alle, die dieses Gebäude betreten, sich darin bewegen und es nutzen, dies mit Dankbarkeit und Ehrfurcht vor unserem Vater im Himmel tun, die einem Gotteshaus gebührt.

Möge es immer ein Ort des Glaubens, der Rechtschaffenheit, des Friedens, der Ehrfurcht und des Lernens sein, eine Heimstatt für alle, die Christus suchen oder sich nach der Ruhe eines Gotteshauses sehnen – ganz gleich welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung sie sein mögen.

Dank

In den letzten Wochen war meine Zeit zu knapp (und es sieht damit noch nicht besser aus), um etwas mit Substanz zu posten. Ich möchte aber jetzt wenigsten ein paar Dinge tun:

Ich hatte diese Woche Geburtstag und habe von vielen, vielen netten Menschen Glückwünsche erhalten. Leider kann ich mich nicht bei jedem einzeln melden, und es sind auch schon fünf Tage vergangen, aber ich möchte mich – auch wenn es spät kommt – bei allen herzlich bedanken. Ich habe mich sehr gefreut.

Da ich einmal bei Schreiben bin, noch zwei Dinge:

Dieses Wochenende findet unsere Frühjahrs-Pfahlkonferenz statt. Alle Unentschlossenen möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal zu den Versammlungen am 23.4. im Pfahlhaus Leipzig (15:00 Priestertumsversammlung, 17:00 Allgemeine Versammlung) und am 24.4. im Kulturhaus Böhlen (10:00) herzlich einladen.

Zum Schluss: Ich hatte dieses Bild schon einige Zeit zu Hause liegen, aber jetzt hängt es endlich in meinem Arbeitszimmer:

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Dieses Gemälde (ich bin stolz darauf die 2. Reproduktion zu besitzen) stellt ein wichtiges Ereignis der Kirchengeschichte dar  – das Weihungsgebet, das der heutige Präsident der Kirche, Thomas S. Monson, damals noch ein Mitglied des Rates der Zwölf Apostel am 27. April 1975 auf einem Hügel oberhalb der Stadt Radebeul bei Dresden sprach. Um ihn herum sind Personen versammelt, die mir sehr lieb und teuer sind, die allesamt zu meinen Vorbildern gehören und mit denen ich mich sehr verbunden fühle: Henry Burkhardt, unser damaliger Missionspräsident, mit seiner Gattin. Er hat mich 1982 zum Ältesten ordiniert und ist heute ein Mitglied meines Pfahles. Ich freue mich immer, ihn zu sehen, wenn ich in die Gemeinde Groitzsch komme. Walter Krause, Ratgeber von Henry Burkhardt und Patriarch, mit seiner Ehefrau. Von ihm erhielt ich 1981 meinen Patriarchalischen Segen, eines meiner wichtigsten persönlichen Dokumente. Desweiteren Gottfried Richter und seine Gattin. Gottfried Richter, ebenfalls Ratgeber in der damaligen Missionspräsidentschaft hat mich als Kind und Jugendlicher stark geprägt. Seine klare Sprache und seine persönliche Lebensgeschichte beeindrucken und beeinflussen mich bis heute.
Das Bild ist eine bleibende Erinnerung an die buchstäbliche Erfüllung der Verheißungen, die Präsident Monson während dieser Weihung ausgesprochen hat.