Letzte Woche hatten Esther und ich unseren 33. Hochzeitstag. Leider war ich am genauen Datum noch auf Dienstreise in den USA und bin erst spät am Abend zurückgekommen.
Am nächsten Tag haben wir um 16 Uhr ein Hotel gebucht, sind kurz nach 17 Uhr losgefahren und waren kurz vor 22 Uhr am Ziel. Danach haben wir einfach nur die grandiose Natur genossen. Die meisten werden erkennen, wo wir waren. 🙂
Quality time mit Esther war dieses Jahr für uns eine Herausforderung durch unzählige Dienstreisen, davon allein 20x nach Asien, und natürlich die vielen Aufgaben als Pfahlpräsident.
Ich bin Esther unendlich dankbar für ihre Geduld, ihren Rückhalt und ihre selbstlose Liebe, ohne die vieles überhaupt nicht möglich wäre und die ich noch viel besser erwidern sollte.
Hier sind ein paar Impressionen von unserem kurzen Ausflug:
Vor einigen Wochen habe ich an einem Freitagabend in Halle vor den Männern unseres Pfahles eine Rede gehalten.
Seit dem wurde ich oft danach gefragt, ob ich den Inhalt zugänglich machen könnte. Es gibt ein Video, das ich aufgrund der Anfragen hier einfügen möchte.
Im Wesentlichen ging es mir in dem Vortrag um die folgenden Punkte:
Nachsinnen, wie wir Menschen dienen und sie erreichen können.
Konstanter werden im Bemühen, die Stimme Gottes im Alltag zu vernehmen.
Dieses Bemühen wird oft durch alle möglichen Einflüsse gestört, so dass gute Vorsätze nicht verwirklicht werden.
Gibt es in unserem Leben ausreichend Mittel gegen diese Störungen?
Die Rolle von Leidenschaft im Dienst für den Herrn.
Das Werk des Herrn verdient es nicht, gleichgültig und als lästiges Anhängsel behandelt zu werden.
Die Gewohnheiten von Heiligen und wie man diese entwickeln kann.
Josua 24:15, Gott zu dienen ist eine bewusste Entscheidung und erfordert Rückbesinnung.
Mosia 3:19, Diskrepanzen zwischen dem Willen Gottes und unseren eigenen Wünschen und die Auswirkungen.
Wie diese Diskrepanzen mit der Hilfe des Heiligen Geistes verringert werden können und welche Gewohnheiten dabei hilfreich sind.
Der Wert des Einzelnen.
Betreuung bzw. die Fürsorge untereinander soll getrieben sein durch die Einflüsse des Heiligen Geistes und unser entsprechendes Agieren.
Der Heilige Geist stellt an uns keine unmöglichen Forderungen. Er kennt unsere Grenzen, aber auch unser Potential.
Mangel an Führung durch den Heiligen Geist führt oft zum Empfinden, das Dienst zu große Lasten mit sich bringt.
Die in Mosia 3:19 genannten Eigenschaften helfen, dieses Dilemma zu beseitigen, schaffen Einklang mit Gott und ändern unseren oft ich-bezogenen Fokus.
In der Bergpredigt (Matthäus 3-5, 3. Nephi 12-14) fordert Jesus Christus Geisteshaltungen und Verhaltensweisen ein, die weitgehend unpopulär sind – mit gravierenden Folgen für die Gesellschaft.
Wir neigen manchmal dazu, Ausnahmen von diesen Regeln zu machen, in Situationen, wo sie unbequem werden, es jedoch viel besser wäre, sie zu beachten.
Niemand erwartet von uns, sprunghafte Veränderungen, dafür aber die Entschlossenheit umzukehren und die Anwendung, dieser Verhaltensweisen zu üben und darin Schritt für Schritt voranzukommen.
Fortschritt und besseres Verständnis der Absichten Gottes sind die natürliche Folge kontinuierlichen Bemühens.
Dadurch können wir größeren inneren Frieden verspüren und richten unser Leben nach ewigen Zielen aus.
Etliche Leser haben sich schon bei mir „beschwert“, dass so lange nichts neues zu lesen war. Tatsächlich habe ich eine Menge Themen, aber in den letzten Monaten war einfach nicht genügend Zeit. So nach und nach möchte ich aber wieder in den Rhythmus der vergangenen Jahre zurückfinden.
Es gab genügend erwähnenswerte Ereignisse, z.B. das wunderbare Konzert des Utah Baroque Ensembles in unserem umgebauten Pfahlzentrum vor einigen Wochen. Es war die allererste Veranstaltung, noch vor Abschluss aller Restarbeiten.
Ich denke auch an die Abendmahlsversammlung, die ich mit dem Ensemble durchführen durfte. Es war die letzte Versammlung im Institutszentrum in der Hainstraße 6 in Leipzig (wir ziehen mit dem Zentrum in das Pfahlhaus in der Oeserstraße). Der Gottesdienst war für mich ein absolutes Highlight und hat mich sehr gestärkt.
In diesem Post möchte ich zwei junge Frauen erwähnen, die ich als Missionaren berufen durfte.
Mit Sister Prisca Staiger (links) und Sister Janina Unger (rechts)
Die Berufung von Sister Staiger aus der Gemeinde Köthen liegt schon etliche Wochen zurück. Sie hat inzwischen das Missionary Training Center in Provo absolviert und dient nun in der Novosibirsk Russland Mission. Sie tritt damit in die Fussstapfen ihres Bruders, der vorher in dieser Mission gedient hat.
Prisca ist eine begnadete Fussballerin, die zugunsten ihrer Mission auf gute Angebote von Fussballvereinen verzichtet hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit, genauso wie ihr Verzicht, an Sonntagen Fussball zu spielen, weil ihr die Sabbatheiligung wichtiger ist, als der Sport. Dahinter steckt eine Haltung, die Respekt verdient.
Alles Gute in Russland, Prisca. Du wirst die Sprache packen und auch den sibirischen Winter. 🙂
Sister Unger aus der Gemeinde Zwickau wurde in die Jekaterinburg Russland Mission berufen. Ich habe sie vergangenen Sonntag eingesetzt. Es war eine „Outdoor“ Einsetzung bei wunderschönem Wetter und erträglichen Temperaturen. Sister Unger wird aus Visumsgründen zuerst für sechs Wochen in der Frankfurt Mission arbeiten, danach ans MTC nach Provo und anschließend nach Russland gehen.
Janina hat viele Talente und ergreift oft die Initiative, um Dinge aktiv zu beeinflussen. Das wird ihr unter den besonderen Bedingungen in Russland helfen, wo Einfallsreichtum mindestens genauso wichtig ist wie feste Überzeugungen. Ich habe zur Einsetzung etwas über meine beruflichen Erfahrungen in Russland gesprochen, über die Wichtigkeit, die russische Seele zu verstehen – ein Schlüssel, um dauerhafte Freundschaften zu schließen und Herzen zu erreichen.
Liebe Janina, auch dir alles Gute in den kommenden 18 Monaten.
Möge der Herr euch beide reich segnen.
Auf Grund der DSVGO habe ich die Kommentarfunktion im Blog deaktiviert. Ich habe die Zustimmung der Personen auf den veröffentlichten Fotos.
Kommentare oder Fragen können mir gern per Email geschickt werden an thomas.hengst@t-online.de oder thhengst64@gmail.com.
Am Freitag hatten wir die erste Pfahlpräsidentschaftssitzung im Pfahlzentrum seit Beginn des Umbaues im Januar 2017. Die Bauarbeiten sind fast abgeschlossen und die beiden Leipziger Gemeinden werden bald in das Gebäude zurückkehren.
Es war ein schönes Gefühl, wieder in der vertrauten Umgebung zu beraten.
Ich bin sehr zufrieden und glücklich mit dem Ergebnis. Am 15. Juli werde ich den ersten Gottesdienst leiten. Die offiziellen Eröffnungsveranstaltungen haben wir in der Woche vom 3. bis 9. September geplant. Wir werden dazu noch gesondert einladen.
EingangsbereichTurmErweiterung der KapelleFoyerTaufraumHaupteingang
Im Juni ist eine ganze Menge im Pfahl los. Ich poste deshalb mal ein paar Einladungen.
Wir hatten kürzlich eine Pfahl-Schwesternversammlung in Chemnitz. Es war eine gute Zeit. Am Freitag, den 1.6. treffen wir uns mit den Brüdern in Halle.
Am 3.6. folgt die Übertragung der Multi-Pfahlkonferenz:
Am 16.6. laden wir zum Pfahl-Familientag in den Friedrichsgrüner Park bei Zwickau ein. Diese Veranstaltung ist zu einer schönen Tradition geworden.
Hier noch eine tolle Tradition, die zwar nicht in unserem Pfahl stattfindet, mir aber als Fussballfan am Herzen liegt – das Regionsfussballturnier in Forst. Ich würde sehr gern nochmal mitspielen, aber dazu reicht Kondition leider nicht mehr aus. Es bleiben schöne Erinnerungen.
Ich habe nächsten Dienstag beruflich in Barcelona zu tun. Esther und ich haben die Gelegenheit genutzt, sind schon gestern Abend geflogen und verbringen das Osterwochenende gemeinsam hier. Wir haben ein kleines, preisgünstiges aber trotzdem gutes Hotel, abseits vom Trubel der Innenstadt gefunden und genießen die Zeit zusammen, von der es dieses Jahr noch nicht viel gab.
Unsere erste Station heute morgen war die Sagrada Familia – ein sehr passender Ort am Karfreitag und für das Gedenken an das Sühnopfer Jesu Christi.
Für mich gehört diese seit über 120 Jahren im Bau befindliche Kirche zu den großartigsten Bauwerken auf der gesamten Welt. (Eigentlich ist es meine Nummer 1.) Ich habe heute zum dritten Mal davorgestanden und jedes Mal packt es mich wieder mit voller Wucht. Antoni Gaudi, du Genius, hätten doch mehr Menschen deine Ehrfurcht vor dem Erretter und deinen Weitblick. Wie hat er so schön gesagt, auf die Frage, wann denn sein Bauwerk einmal fertiggestellt sein wird und wohlwissend, dass er es bei weitem nicht erleben würde: Mein Auftraggeber da oben hat alle Zeit und Geduld der Welt …
Seine Nachfolger leisten exzellente Arbeit. Es wird noch Jahre brauchen, bevor alle 18 Türme stehen werden, die Jesus Christus, seine Mutter Maria, die vier Evangelisten und die zwölf Apostel symbolisieren. Ich hoffe, wir können von Zeit zu Zeit zurück kommen und uns wieder inspirieren lassen.
Danke, Antoni Gaudi.
Hier sind noch ein paar Impressionen. Viel Freude damit.
Ich habe darüber nachgedacht und fühle mich ihm deshalb umso näher. Wann war er für mich und meine Frau und unsere Familie da?
Als wir um unsere Väter getrauert haben. Als zwei unserer Kinder nicht lebend geboren wurden. Als wir uns gefunden haben. Als wir entschieden haben, unser Leben gemeinsam zu gestalten. Als wir Bündnisse eingegangen sind. Bei unzähligen wichtigen Entscheidungen. Wenn wir für unsere Kinder und Enkel beten. Wenn wir für viele andere beten, an die wir denken und für die wir etwas tun möchten. Wenn wir es dann auch tun. Wenn es uns nicht gut geht. Wenn es uns gut geht. Wenn wir uns freuen. Wenn wir traurig sind. Wenn wir ihn spüren. Wenn es Probleme zu lösen gibt. Wenn wir versuchen, seinem Beispiel zu folgen. Wenn wir Fehler korrigieren und umkehren wollen. Wenn wir unseren Gott verehren und Ihm dienen. Wenn wir uns bemühen, Liebe zu geben.
Ich bin dankbar für mein Verständnis vom Sühnopfer Jesu Christi und dass es darüber noch viel zu lernen gibt.
Ich lade alle Leser und Freunde ein, diese Botschaft zu teilen. Heute im Radio habe ich jemanden darüber reden hören, wie sehr unsere, aus den Fugen geratene, Welt die wahre Bedeutung von Ostern braucht. Er thematisierte das Paradoxon, dass sich viele Menschen von dem abwenden, was ihnen eigentlich helfen kann, ein ausgeglicheneres Leben mit mehr Hoffnung und weniger Zynismus zu führen.
Ein frohes Osterfest und am Osterwochenende eine gute Generalkonferenz.
5th business trip in 2018 to China this week to support the roll-out of new exciting technologies.
I like the country, the people, the food, the language, my local colleagues, good friends and many more things. Of course, there’re also many things I don’t like and are difficult to cope with. It’s a tough environment. However, it’s breathtaking how fast China is changing. They outpace us by far. I have been watching and experiencing this at almost 140 visits for the last 15 years.
Most of us in the west have very little understanding of the culture and the situation in China but we should better get more familiar with it.
Countryside Shaoxing, ZhejiangCrossing Yangtze riverShanghai Hongqiao train stationView from company office in ShanghaiAt customer fabCantene food at customer
Letztes Jahr ist unser lieber Bruder Wolfgang Geiler aus der Gemeinde Köthen leider schwer erkrankt. Er hat über viele Jahre mit großer Hingabe die Berichte von unseren Pfahlkonferenzen geschrieben und gestaltet. Leider kann er aus gesundheitlichen Gründen diesen Dienst nicht mehr leisten, aber wir sind unendlich dankbar für alles, was er für den Pfahl Leipzig getan hat.
Genauso dankbar sind wir, dass Denise Goliasch, die Junge Damen Leiterin unseres Pfahles die Aufgabe übernommen hat. Wir verstehen jetzt alle die Arbeit, die dahinter steckt, viel besser. Denise, herzlichen Dank für deine Mühe.
Hier ist der Link zum Lesen oder Downloaden (gute Vorbereitung auf die kommende Pfahlkonferenz):